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Arbeitsunfall Skifahren

Als Arbeitsunfall anerkannt
Knochen­brü­che beim Skifah­ren

Foto: © verock - stock.adobe.com
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Wird während einer betrieb­li­chen Gemein­schafts­ver­an­stal­tung neben ande­ren Akti­vi­tä­ten auch Skifah­ren ange­bo­ten, kann das unter dem Schutz der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung stehen. Dies geht aus einem Urteil des Landes­so­zi­al­ge­richts Baden-Württemberg hervor.

Geklagt hatte ein Entwick­lungs­in­ge­nieur, der zusam­men mit seinen Kolle­gen an einer von seinem Arbeit­ge­ber tradi­tio­nell jeden März ange­bo­te­nen fünf­tä­gi­gen Reise nach Öster­reich teil­ge­nom­men hatte. Beim Skifah­ren stürzte er und brach sich den rech­ten Unter­schen­kel sowie das Steiß­bein. Die zustän­dige Berufs­ge­nos­sen­schaft lehnte die Aner­ken­nung als Arbeits­un­fall ab, weil das Skifah­ren nicht allen Teil­neh­mern offen gestan­den habe. Hier­für seien Fertig­kei­ten erfor­der­lich, über die nicht jeder verfüge. Die Stutt­gar­ter Rich­ter sahen die Sache anders. Die mehr­tä­gige Reise einschließ­lich Skifah­ren sei als versi­cherte Gemein­schafts­ver­an­stal­tung zu werten, lautete die Begrün­dung. Skifah­ren könne bereits auf der Piste durch das gemein­same Abfah­ren das Wir-Gefühl stär­ken. Hinzu kämen gemein­schaft­li­che Aufent­halte an Liften und die Einkehr in Skihüt­ten, bei denen eben­falls Erfah­rungs­aus­tausch und nähe­res Kennen­ler­nen möglich gewe­sen seien.

Urteil des Landes­so­zi­al­ge­richts Baden-Württemberg vom 28.05.2020, Az. L 10 U 289/18

Autorin: Tanja Saut­ter

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