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Die neue Arbeitsstättenregel ASR A2.2

Maßnahmen gegen Brände
Die neue Arbeitsstättenregel ASR A2.2

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Im Mai 2018 trat die neue Arbeitsstät­ten­regel ASR A2.2 „Maß­nah­men gegen Brände“ in Kraft. Tech­nis­che Neuerun­gen im Bere­ich der Feuer­löschgeräte haben eben­so Ein­gang in das staatliche Arbeitsstät­ten­regel­w­erk gefun­den wie organ­isatorische Maß­nah­men des betrieblichen Brand­schutzes, die sich in der Prax­is bere­its bewährt haben, aber oft mit der Frage „Wo ste­ht das?“ angezweifelt wurden.

Dipl.-Biol. Tim Pelzl

Die ASR A2.2 wen­det sich, noch deut­lich­er als die Vorgänger­fas­sung, ein­er ganzheitlichen Betra­ch­tungsweise beim betrieblichen Brand­schutz zu. Nicht das alleinige Ausstat­ten mit Feuer­löschein­rich­tun­gen ist zielführend, son­dern die Gesamtheit aus tech­nis­chen (automa­tis­che Bran­derken­nung, Alarmierung, Feuer­löschein­rich­tun­gen), organ­isatorischen und per­so­n­en­be­zo­ge­nen Maßnahmen.

Die ASR A2.2 – was ist neu?

Neu einge­führt wurde die Auf­schlüs­selung in die Kapitel:

  • Ausstat­tung für alle Arbeitsstätten
  • Ausstat­tung von Arbeitsstät­ten mit erhöhter Brandgefährdung
  • Organ­i­sa­tion des betrieblichen Brandschutzes.

Durch diese Gliederung wird zum einen das The­ma erhöhte Brandge­fährdung stärk­er gewürdigt. Zum anderen dient sie der Über­sichtlichkeit – ger­ade für Anwen­der, die derzeit keine erhöhte Brandge­fährdung zu bew­erten zu haben. Die Def­i­n­i­tion der erhöht­en Brandge­fährdung wurde zudem um den Aspekt der „großen Rauch­freiset­zung“ ergänzt. Dies fand bish­er keine Beach­tung, ist für die Bew­er­tung der Brandge­fährdung jedoch von Bedeutung.

Branderkennung und Alarmierung

Für die Ausstat­tung aller Arbeitsstät­ten gilt weit­er­hin, dass das The­ma Bran­derken­nung und Alarmierung ein äußerst wichtiger Aspekt ist. Daher wurde auch die neue Forderung aufgenom­men, dass „die Möglichkeit zur Alarmierung von Hil­fs- und Ret­tungskräften gewährleis­tet sein muss.“ Eine alleinige War­nung der Belegschaft ist nicht aus­re­ichend, das Her­beirufen extern­er Hil­f­skräfte wie zum Beispiel der Feuer­wehr muss organ­isiert und sichergestellt sein, wobei weit­er­hin „[..] tech­nis­che Maß­nah­men vor­rangig umzuset­zen sind. Dabei sind automa­tis­che Brand­melde- und Alarmierung­sein­rich­tun­gen zu bevorzu­gen.“ Die tat­säch­liche Aus­führung kann natür­lich sehr unter­schiedlich sein und muss vor Ort im Rah­men der Gefährdungs­beurteilung fest­gelegt werden.

Wesentliche Änderun­gen hat der Abschnitt „Grun­dausstat­tung mit Feuer­löschein­rich­tun­gen“ erfahren. So wurde die Erläuterung aufgenom­men, dass Arbeitsstät­ten bei der Bew­er­tung der Brandge­fährdung in mehrere Bere­iche mit unter­schiedlich­er Brandge­fährdung unter­gliedert und somit auch geson­dert bew­ertet wer­den kön­nen. Dabei kön­nen Flächen im Freien, wie zum Beispiel Grü­nan­la­gen und Verkehrs­flächen, unberück­sichtigt bleiben. Ger­ade diese bei­den Aspek­te führten in der Ver­gan­gen­heit zu vie­len Rück­fra­gen beziehungsweise Unsicher­heit­en. Gle­ichzeit­ig wird betont, dass der Nach­weis aus­re­ichen­der Löschmit­tel­men­gen je vor­liegen­der Brand­klasse zu erbrin­gen ist.

Wandhydranten und Beschilderung

Aus­führun­gen zum The­ma Wand­hy­dran­ten find­en sich im Kapi­tel zur Grun­dausstat­tung nicht mehr. Diese wur­den in der Anhang 3 ver­schoben und mit einem Beispiel erläutert. Somit kön­nen Wand­hy­dran­ten weit­er­hin bei der Grun­dausstat­tung von Arbeitsstät­ten herange­zo­gen wer­den, wenn die im Anhang 3 aufge­führten Randbe­din­gun­gen erfüllt sind. Darüber hin­aus wurde die Anforderung der ASR A1.3 aufgenom­men, dass die Erkennbarkeit der notwendi­gen Brand­schutzze­ichen auf Fluchtwe­gen ohne Sicher­heits­beleuch­tung durch Ver­wen­dung von lan­gnach­leuch­t­en­den Mate­ri­alien erhal­ten bleiben muss.

Feuerlöschergröße in der Grundausstattung

Die Vor­gabe, dass für die Grun­dausstat­tung nur genormte Feuer­lösch­er anrechen­bar sind, die min­destens über sechs Löschmit­telein­heit­en (6 LE) ver­fü­gen, wird dem Grunde nach aufrechter­hal­ten. Hier­bei wird berück­sichtigt, dass

  • die Löschmit­tel­menge Entste­hungs­brände sich­er ablöschen kann,
  • die Löschmit­tel­menge auch für nicht opti­malen Feuer­löschere­in­satz Reser­ven bietet,
  • für mögliche Rück­zün­dun­gen aus­re­ichende Reser­ven vorhan­den sind,
  • ein möglichst hoher Abstand zum Brand­herd gegeben ist.

Jedoch sind unter bes­timmten Voraus­set­zun­gen zukün­ftig stan­dard­mäßig Abwe­ichun­gen von der 6 LE-Min­dest­größe möglich, ohne dass es ein­er eige­nen Gefährdungs­beurteilung bedarf: „Für die Grun­dausstat­tung bei nor­maler Brandge­fährdung kön­nen auch Feuer­lösch­er angerech­net wer­den, die jew­eils nur über min­destens zwei Löschmit­telein­heit­en (LE) ver­fü­gen, wenn:

  • sich hier­durch eine Vere­in­fachung in der Bedi­enung, zum Beispiel durch min­destens 25 Prozent Gewicht­serspar­nis je Feuer­lösch­er, ergibt,
  • die Zugriff­szeit zum Beispiel durch Hal­bierung der max­i­malen Ent­fer­nung zum näch­st­gele­ge­nen Feuer­lösch­er […], reduziert wird und
  • die Anzahl der Brand­schutzhelfer […] ver­dop­pelt wird.“

Diese für die Prax­is sich­er bedeu­tend­ste Neuerung wurde aus fol­gen­den Grün­den einge­führt: Die bloße Ausstat­tung von Arbeitsstät­ten mit Feuer­lösch­ern sagt in der Regel nichts darüber aus, ob eine Entste­hungs­brand­bekämp­fung durch anwe­sende Per­so­n­en gelingt. Hier­bei spie­len weit­ere Aspek­te eine Rolle, wie zum Beispiel die Zeitspanne, bis der Brand ent­deckt wird und die ersten Bekämp­fungs­maß­nah­men begin­nen, oder der Umstand, ob die Per­so­n­en entsprechend unter­wiesen sind, schnell auf Feuer­löschein­rich­tun­gen zugreifen sowie diese sich­er bedi­enen können.

„Kleinere“ Feuer­löschgeräte mit deut­lich weniger Gewicht kön­nen auch von Beschäftigten mit rel­a­tiv geringer Kör­perkraft sich­er bedi­ent wer­den. Ein eben­so wichtiger Aspekt ist die Zeit: Je schneller die Brand­bekämp­fung begin­nt, desto weniger Löschmit­tel ist notwendig. Das Vorhal­ten „kleiner­er“ Geräte muss insofern durch schnellere Ein­griff­szeit­en kom­pen­siert wer­den. Als wichtiger organ­isatorisch­er Aspekt ist die Anzahl der Per­so­n­en, die mit den Maß­nah­men der Entste­hungs­brand­bekämp­fung ver­traut sind, zu erhöhen. Dadurch wird gewährleis­tet, dass nicht nur aus­re­ichend Feuer­löschgeräte in möglichst kurz­er Zeit erre­ich­bar sind, son­dern auch stets Beschäftigte anwe­send sind, die die Entste­hungs­brand­bekämp­fung rasch und sich­er durch­führen können.

Zusätzliche Maßnahmen bei erhöhter Brandgefahr

Zen­trales Kapi­tel der Über­ar­beitung war der Abschnitt „Zusät­zliche Maß­nah­men bei erhöhter Brandge­fährdung“. Hier wur­den zahlre­iche Beispiele ergänzt und eben­falls das Prinzip aufgenom­men, dass geeignetes Löschmit­tel möglichst schnell – entwed­er durch unter­wiesenes Per­son­al oder durch sta­tionäre Anla­gen – zur Entste­hungs­brand­bekämp­fung zum Ein­satz kom­men muss. Des Weit­eren wurde expliz­it die Verknüp­fung mit der Tech­nis­chen Regel für Gefahrstoffe –„Brand­schutz­maß­nah­men“ (TRGS 800) hergestellt. Stellt ein Arbeit­ge­ber in seinem Betrieb beziehungsweise in einem Betrieb­s­bere­ich eine erhöhte Brandge­fährdung fest – etwa im Rah­men ein­er Gefährdungs­beurteilung gemäß § 3 der Arb­StättV oder bei ein­er geplanten Neu- beziehungsweise Umbau­maß­nahme – so sind gemäß ASR A2.2, Punkt 6.2 fol­gende Über­legun­gen indi­vidu­ell für die konkrete Arbeitsstätte durchzuführen:

Wie stelle ich sich­er, dass ein Entste­hungs­brand möglichst schnell ent­deckt wird?

Mögliche Lösun­gen kön­nen sein:

  • die Instal­la­tion ein­er automa­tis­chen Brandmeldeanlage,
  • das ständi­ge Vorhal­ten von Per­son­al im Bere­ich mit erhöhter Brandge­fährdung, die einen Bran­daus­bruch unverzüglich melden.

Welche Feuer­löschein­rich­tun­gen, zusät­zlich zur Grun­dausstat­tung, sind notwendig?

Mögliche Maß­nah­men wären:

  • die Erhöhung der Anzahl der Feuer­lösch­er und deren gle­ich­mäßige Verteilung in Bere­ichen mit erhöhter Brandgefährdung.
  • die Anbringung mehrerer gle­ichar­tiger und bau­gle­ich­er Feuer­lösch­er an einem Stan­dort, um bei aus­re­ichend anwe­senden Beschäftigten durch gle­ichzeit­i­gen Ein­satz mehrerer Feuer­lösch­er einen größeren Löschef­fekt zu erzielen.
  • die Bere­it­stel­lung von zusät­zlichen, für die vor Ort vorhan­de­nen Brand­klassen geeigneten Feuer­löschein­rich­tun­gen – zum Beispiel Kohlen­diox­idlösch­er in Laboren, Fet­tbran­dlösch­er an Frit­teusen und Fet­tback­geräten, fahrbare Feuer­lösch­er mit ein­er höheren Wur­fweite und Löschleis­tung an Tan­klagern mit brennbaren Flüs­sigkeit­en, Wand­hy­dran­ten in Gebäu­den, bei denen eine hohe Löschleis­tung für die Entste­hungs­brand­bekämp­fung oder zur Küh­lung benötigt wird.
  • die Instal­la­tion von orts­festen Brand­bekämp­fungsan­la­gen (zum Beispiel Sprin­kler­an­la­gen, Sprüh­wasser­löschan­la­gen, Fein­sprüh­löschan­la­gen, Gas‑, Schaum- oder Pul­ver­löschan­la­gen) zum Objekt- oder Raum­schutz. Sie sind vor­rangig etwa dann erforder­lich, wenn:
  • eine Brand­bekämp­fung mit Feuer­löschein­rich­tun­gen wegen der Eigenge­fährdung nicht möglich ist oder
  • die Bere­iche nicht zugänglich sind.

Platzierung der Feuerlöscheinrichtungen

Die wegen der erhöht­en Brandge­fährdung einzuset­zen­den Löschein­rich­tun­gen sind so anzuord­nen, dass sie schnell zum Ein­satz gebracht wer­den kön­nen. Daher sind ins­beson­dere in der Nähe der fol­gen­den Stellen Feuer­löschein­rich­tun­gen zu positionieren:

  • Bear­beitungs- oder Pro­duk­tion­s­maschi­nen mit erhöhter Zündge­fahr (zum Beispiel Lack­ierk­abi­nen, Wärmeträgerölanlagen),
  • erhöhte Brand­las­ten (zum Beispiel Lager­bere­iche mit brennbaren Flüs­sigkeit­en oder Alt­pa­pi­er) oder
  • Räume, die wegen der erhöht­en Brandge­fahr brand­schutztech­nisch abge­tren­nt wer­den beziehungsweise sind (zum Beispiel Tech­nikräume, Heizzentralen).

Dabei ist sicherzustellen, dass:

  • das Löschmit­tel der Brand­klasse angepasst ist,
  • die Löschmit­tel­menge aus­re­ichend ist, um einen Entste­hungs­brand dieser Gefährdung abzudeck­en und
  • die Feuer­löschein­rich­tung so posi­tion­iert ist, dass sie im Falle eines Bran­daus­bruchs in Bere­ichen mit erhöhter Brandge­fährdung noch ohne Gefährdung von den Beschäftigten schnell (in der Regel nicht größer als fünf Meter, max­i­mal zehn Meter tat­säch­liche Laufweglänge) erre­icht wer­den kann.

Damit hat das Unternehmen eine Art „Baukas­ten“ zur Hand, der es ermöglicht, den Entste­hungs­brand­schutz für Bere­iche beziehungsweise von ganzen Arbeitsstät­ten mit erhöhter Brandge­fährdung festzule­gen. Im Kern ste­ht die Beurteilung der Gegeben­heit­en vor Ort, eventuell unter­stützt durch Fachkräfte für Arbeitssicher­heit, Brand­schutzbeauf­tragte oder ein­schlägige Inge­nieur- oder Beratungsbüros.

Organisatorische Brandschutzmaßnahmen

Da aber nur tech­nis­chen Maß­nah­men alleine nicht zum Ziel führen, wurde das Kapi­tel „Organ­i­sa­tion des betrieblichen Brand­schutzes“ einge­führt. Hierin wurde erst­ma­lig in der ASR A2.2 fest­gelegt, dass der Arbeit­ge­ber die notwendi­gen Maß­nah­men gegen Entste­hungs­brände ein­schließlich der Ver­hal­tensregeln im Brand­fall (zum Beispiel Evakuierung von Gebäu­den) festzule­gen und zu doku­men­tieren hat und der Bezug zu beste­hen­den Regel­w­erken geschaf­fen. Die Doku­men­ta­tion kann abgestuft durchge­führt wer­den und fol­gt der nach­ste­hen­den Systematik:

1. Die Maß­nah­men für alle Per­so­n­en, die sich in der Arbeitsstätte aufhal­ten, sind an gut zugänglich­er Stelle in geeigneter Form auszuhän­gen, wenn:

  • erhöhte Brandge­fährdung vorliegt,
  • der Aushang eines Flucht- und Ret­tungs­planes nach ASR A2.3 „Fluchtwege und Notaus­gänge, Flucht- und Ret­tungs­plan“ erforder­lich ist oder
  • sich häu­fig Besuch­er oder Fremd­fir­men in der Arbeitsstätte aufhal­ten, ins­beson­dere wenn sie nicht begleit­et sind.

Dies kann zum Beispiel als

  • Brand­schut­zord­nung Teil A nach DIN 14096:2014–05 „Brand­schut­zord­nung – Regeln für das Erstellen und das Aushän­gen“ oder
  • „Regeln für das Ver­hal­ten im Brand­fall“ im Flucht- und Ret­tungs­plan nach ASR A1.3 „Sicher­heits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“

erfol­gen.

2. Die Maß­nah­men für alle Beschäftigten sind diesen durch Ausle­gen oder in elek­tro­n­is­ch­er Form zugänglich zu machen. Dies kann zum Beispiel in Form der Brand­schut­zord­nung Teil B nach DIN 14096:2014–05 „erfol­gen.

3. Die Maß­nah­men für Beschäftigte mit beson­deren Auf­gaben im Brand­schutz, soweit vorhan­den (zum Beispiel Brand­schutzbeauf­tragte), sind diesen gegen Nach­weis gegebe­nen­falls auch elek­tro­n­isch bekan­nt zu machen. Dies kann zum Beispiel in Form der Brand­schut­zord­nung Teil C nach DIN 14096: 2014-05 erfol­gen. Dadurch wurde die bere­its gelebte Prax­is in vie­len Betrieben, eine Brand­schut­zord­nung aufzustellen und fortzuschreiben, in der ASR A2.2 verankert.

Neue Funktion Brandschutzbeauftragter

Während bei den Aus­führun­gen zu den Brand­schutzhelfern lediglich die Empfehlung neu aufgenom­men wurde, dass die Unter­weisung mit Übung in Abstän­den von drei bis fünf Jahren zu wieder­holen ist, wurde die Funk­tion des oder der Brand­schutzbeauf­tragten (aus­ge­bildet zum Beispiel gemäß DGUV Infor­ma­tion 205–003 „Auf­gaben, Qual­i­fika­tion, Aus­bil­dung und Bestel­lung von Brand­schutzbeauf­tragten“) kom­plett neu aufgenom­men. Gemäß ASR A2.2 berät und unter­stützt er oder sie den Unternehmer unter anderem zu The­men des betrieblichen Brand­schutzes, kann als Kon­tak­t­per­son zu Behör­den (zum Beispiel Brand­schutz­di­en­st­stelle, Feuer­wehr) und Ver­sicherun­gen dienen sowie die betrieblichen Brand­schutzhelfer- und weit­ere Brand­schutzun­ter­weisun­gen durch­führen. Eine Benen­nung kann zum Beispiel bei Arbeitsstät­ten mit erhöhter Brandge­fährdung beziehungsweise als Ergeb­nis ein­er Gefährdungs­beurteilung zweck­mäßig sein. Der oder dem Brand­schutzbeauf­tragten ist für seine Tätigkeit im Betrieb die erforder­liche Arbeit­szeit einzuräumen.

Unter dem Kapi­tel „Organ­i­sa­tion des betrieblichen Brand­schutzes“ wur­den auch die Aspek­te der Instand­hal­tung und Prü­fung sub­sum­miert. Bei den Prüf­fris­ten von trag­baren Feuer­lösch­ern wurde an der zwei­jähri­gen Prüf­frist fest­ge­hal­ten, aber auch neuen Mark­ten­twick­lun­gen Rech­nung getra­gen: Sichert ein Feuer­lösch­er-Her­steller die Funk­tion des Feuer­lösch­ers auch bei län­geren Prüf­fris­ten als zwei Jahren für die Instand­hal­tung zu, kön­nen diese vom Arbeit­ge­ber über­nom­men werden.

Beispiele für Abweichungen

Gän­zlich neu einge­führt wurde der Anhang 3, der die Anhänge 1 „Stan­dard­schema zur Fes­tle­gung der notwendi­gen Feuer­löschein­rich­tun­gen“ und 2 „Beispiele für die Ermit­tlung der Grun­dausstat­tung“ um den Aspekt „Beispiele für die Abwe­ichung von der Grun­dausstat­tung“ ergänzt, da dies in der Ver­gan­gen­heit zu vie­len Missver­ständ­nis­sen und Unklarheit­en geführt hat. Abwe­ichend von der Grun­dausstat­tung gemäß ASR A2.2 kön­nen Arbeit­ge­ber eine andere Lösung wählen, wenn damit min­destens die gle­iche Sicher­heit und der gle­iche Gesund­heitss­chutz für die Beschäftigten erre­icht wer­den. Dies gilt für die nor­male wie auch für die erhöhte Brandge­fährdung. Auf diese Weise gelingt der aktuellen Fas­sung der ASR A2.2 der Spa­gat zwis­chen unternehmerischem Freiraum, Eigen­ver­ant­wor­tung und konkreter „Anleitung“ zur Bekämp­fung von Entste­hungs­brän­den in Betrieben.

Der Autor ist Mit­glied des Arbeit­skreis­es im Auss­chuss für Arbeitsstät­ten zur Erstel­lung der ASR A2.2 unter Leitung von Dr. Moni­ka Broy, Unfal­lka­sse Nordrhein-Westfalen.

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