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Arbeitsunfall nach Weihnachtsfeier

Kein Arbeitsunfall
Sturz am Morgen nach Weihnachtsfeier

Foto: © deagreez - stock.adobe.com
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Wer am Mor­gen nach ein­er betrieblichen Wei­h­nachts­feier im Betrieb­s­ge­bäude auf dem Weg zur Toi­lette stürzt und sich ver­let­zt, ste­ht dabei nicht unter dem Schutz der geset­zlichen Unfal­lver­sicherung. Dies geht aus ein­er Entschei­dung des Sozial­gerichts Stuttgart her­vor. Der Kläger hat­te auf Ein­ladung seines Arbeit­ge­bers an ein­er Wei­h­nachts­feier in einem Wein­lokal teilgenom­men. Weil sie nicht mehr fahrtüchtig waren, über­nachteten mehrere Beschäftigte im Aufen­thalt­sraum des nahegele­ge­nen Betriebs – ohne dass der Arbeit­ge­ber hier­von wusste. 

Am näch­sten Mor­gen erlitt der Kläger auf dem Weg zur Toi­lette einen Unfall, bei dem er sich Brüche im Bere­ich der Hal­swirbel­säule mit ein­er Quer­schnittssymp­to­matik zuzog. Die beklagte Beruf­sgenossen­schaft lehnte die Anerken­nung als Arbeit­sun­fall ab, weil der nächtliche Aufen­thalt auf der Betrieb­sstätte nicht von betrieblichen, son­dern von eigen­wirtschaftlichen Belan­gen geprägt gewe­sen sei. Das Gericht bestätigte die Entschei­dung. Der Aufen­thalt in den Betrieb­sräu­men sei nicht mehr Bestandteil der Gemein­schaftsver­anstal­tung gewe­sen und damit von der Beschäftigten­ver­sicherung nicht geschützt. 

Gerichts­bescheid des Sozial­gerichts Stuttgart vom 02.07.2020, Az. S 1 U 1897/19

Autorin: Tan­ja Sautter

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