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Versicherungsschutz bei Terroranschlag auf Geschäftsreise

Kein lückenloser Versicherungsschutz
Terror­an­schlag auf Geschäfts­reise

Foto: © m.mphoto - stock.adobe.com
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Ein Geschäfts­rei­sen­der ist während eines Restau­rant­be­suchs auch dann nicht gesetz­lich unfall­ver­si­chert, wenn er dabei Opfer eines Terror­an­schlags wird. Dies hat das Landes­so­zi­al­ge­richt (LSG) Niedersachsen-Bremen entschie­den und damit die Klage eines Opfers des Ansba­cher Terror­an­schlags abge­wie­sen.

Der Mann war von seinem Arbeit­ge­ber zu einer Fort­bil­dung nach Ansbach geschickt worden. Während er in einem Altstadt­lo­kal im Außen­be­reich zu Abend aß, verübte ein syri­scher Selbst­mord­at­ten­tä­ter einen Spreng­stoff­an­schlag, durch den er zahl­rei­che körper­li­che und seeli­sche Schä­den erlitt. Die zustän­dige Berufs­ge­nos­sen­schaft lehnte die Aner­ken­nung als Arbeits­un­fall ab, weil Essen und Trin­ken private Tätig­kei­ten seien. Das LSG bestä­tigte die Entschei­dung. Denn auch auf Dienst­rei­sen bestehe kein lücken­lo­ser Versi­che­rungs­schutz. Dieser entfalle, wenn der Versi­cherte sich rein priva­ten Belan­gen wie dem Essen widme. Auch bei einem Terror­an­schlag könne hier keine Ausnahme gemacht werden. Denn diese Gefahr stelle ein allge­mei­nes Lebens­ri­siko dar, das grund­sätz­lich an jedem Ort in Deutsch­land bestehe.

Urteil des Landes­so­zi­al­ge­richts ‧Niedersachsen-Bremen vom 13.05.2020, Az. L 3 U 124/17

Autorin: Tanja Saut­ter

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