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Terroranschlag auf Geschäftsreise

Allgemeines Lebensrisiko
Terroranschlag auf Geschäftsreise

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Ein Geschäft­sreisender ist während eines Restau­rantbe­suchs auch dann nicht geset­zlich unfal­lver­sichert, wenn er dabei Opfer eines Ter­ro­ran­schlags wird. Dies hat das Lan­dessozial­gericht (LSG) Nieder­sach­sen-Bre­men entsch­ieden und damit die Klage eines Opfers des Ans­bach­er Ter­ro­ran­schlags abgewiesen. Der Mann war von seinem Arbeit­ge­ber zu ein­er Fort­bil­dung nach Ans­bach geschickt wor­den. Während er in einem Alt­stadt­lokal im Außen­bere­ich zu Abend aß, verübte ein syrisch­er Selb­st­mor­dat­ten­täter einen Sprengstof­fan­schlag, durch den er zahlre­iche kör­per­liche und seel­is­che Schä­den erlitt. Die zuständi­ge Beruf­sgenossen­schaft lehnte die Anerken­nung als Arbeit­sun­fall ab, weil Essen und Trinken pri­vate Tätigkeit­en seien. Das LSG bestätigte die Entschei­dung. Denn auch auf Dien­streisen beste­he kein lück­en­los­er Ver­sicherungss­chutz. Dieser ent­falle, wenn der Ver­sicherte sich rein pri­vat­en Belan­gen wie dem Essen widme. Auch bei einem Ter­ro­ran­schlag könne hier keine Aus­nahme gemacht wer­den. Denn diese Gefahr stelle ein all­ge­meines Leben­srisiko dar, das grund­sät­zlich an jedem Ort in Deutsch­land bestehe.

(Urteil des Lan­dessozial­gerichts Nieder­sach­sen-Bre­men vom 13.05.2020, Az. L 3 U 124/17)

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