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Schwerer Unfall eines Tierpflegers

Versicherungsschutz im Ausland gilt
Schwerer Unfall eines Tierpflegers

Foto: © upslim - stock.adobe.com
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Ein Unfall eines beim Zoo Leipzig beschäftigten Tierpflegers, der nach Viet­nam entsandt wurde, ist als Arbeit­sun­fall anzuerken­nen. Dies entsch­ied das Hes­sis­che Lan­dessozial­gericht. Der Kläger war für ein Jahr für ein Pro­jekt eines viet­name­sis­chen Nation­al­parks freigestellt, das vom Zoo Leipzig durch Per­son­alein­satz gefördert wurde. Während ein­er Exkur­sion erlitt der Mann einen Unfall, in dessen Folge sein linkes Bein teil­am­putiert wer­den musste.

Die Beklagte lehnte die Anerken­nung als Arbeit­sun­fall ab, weil der Tierpfleger bei dem viet­name­sis­chen Nation­al­park beschäftigt gewe­sen sei und damit nicht zum geset­zlich unfal­lver­sicherten Per­so­n­enkreis gehöre. Das Gericht war ander­er Auf­fas­sung und gab dem Kläger Recht.

Der Tierpfleger sei auch während seines Aufen­thalts in Viet­nam beim Zoo Leipzig beschäftigt gewe­sen. Dieser habe ein eigenes Inter­esse an der Arbeit des Mannes in Viet­nam gehabt: Er sollte dort west­liche Stan­dards in der Tierpflege ein­führen und viet­name­sis­che Tierpfleger entsprechend aus­bilden. Außer­dem sei der Mann auch während seines Aus­land­sein­satzes vom Zoo Leipzig bezahlt worden.

Urteil des Hes­sis­chen Lan­dessozial­gerichts vom 17.08.2020, Az. L 3 U 105/16 ZVW

Autorin: Tan­ja Sautter

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