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Wasen-Besuch war nicht versi­chert

Füße gebrochen
Wasen-Besuch war nicht versi­chert

Foto: © Simon - stock.adobe.com
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Das Thürin­ger Landes­so­zi­al­ge­richt hat entschie­den, dass die Teil­nahme an einer Abend­ver­an­stal­tung auf dem Cann­stat­ter Wasen nicht zum versi­cher­ten Teil einer Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tung gehört. Der Kläger nahm an einer von seinem Arbeit­ge­ber orga­ni­sier­ten Fort­bil­dung in der Nähe von Stutt­gart teil.

Nach Ende des fach­li­chen Teils am ersten Semi­nar­tag stand ein gemein­sa­mer Besuch des Volks­fes­tes an. Die Kosten über­nahm der Arbeit­ge­ber. Nach Verlas­sen des Festes stürzte der Kläger auf dem Weg zum Taxi und brach sich beide Füße. Gegen die Ableh­nung des Ereig­nis­ses als Arbeits­un­fall durch die Berufs­ge­nos­sen­schaft zog der Mann vor Gericht – ohne Erfolg: Auch nach Auffas­sung der Rich­ter stand der Kläger beim Besuch des Volks­fes­tes nicht unter dem Schutz der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung. Zwar sei die Teil­nahme an einer betrieb­lich veran­lass­ten Fort­bil­dung und auch die damit verbun­dene Dienst­reise grund­sätz­lich versi­chert. Aller­dings bestehe während der Reise kein Versi­che­rungs­schutz „rund um die Uhr“. Man müsse unter­schei­den zwischen Betä­ti­gun­gen, die mit dem Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis recht­lich wesent­lich zusam­men­hän­gen und solchen, die der Privat­sphäre des Arbeit­neh­mers zuzu­rech­nen seien. Der Volks­fest­be­such weise keinen Bezug zur betrieb­li­chen Tätig­keit des Klägers auf. Allei­ni­ger Zweck sei das gesel­lige Zusam­men­sein gewe­sen, womit der Besuch eigen­wirt­schaft­li­chen Charak­ter gehabt habe.

(Urteil des Thürin­ger Landes­so­zi­al­ge­richts vom 21.11.2019, Az. L 1 U 1590/18)

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