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Hellwach und sicher in die Ferien

Rich­tig bela­den, ausge­ruht fahren

Die Vorfreude ist groß, sicher ankommen ist wichtig. (Foto: © Gorilla – stock.adobe.com)
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Wer mit dem Pkw in den Urlaub fährt, sollte wissen: Auf die Fahr­fit­ness kommt es beson­ders an! Denn wer sich müde hinters Steuer setzt und bei 130 km/h auf der Auto­bahn für nur fünf Sekun­den unge­wollt einnickt, legt bereits über 180 Meter im Blind­flug zurück. Und schon vor Fahrt­an­tritt sollte man durch die rich­tige Bela­dung des Autos für eine sichere Fahrt sorgen.

Müdig­keit am Steuer kann jeden tref­fen. Selbst ausge­schla­fene Pkw-Fahrende können nach vielen Kilo­me­tern, vor allem auf mono­to­nen Stre­cken, ermü­den. „Wir haben im Rahmen einer Umfrage fest­ge­stellt, dass viele Auto-Fahrende ihr eige­nes Können über­schät­zen, nur selten eine Pause machen und erste Müdig­keits­an­zei­chen oft nicht wirk­lich ernst nehmen“, warnt DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer im Rahmen der Kampa­gne „Vorsicht Sekun­den­schlaf!“. Sie riskie­ren damit ihr eige­nes Leben und das ande­rer. Laut der offi­zi­el­len Verkehrs­un­fall­sta­tis­tik gibt es, aufgrund von Über­mü­dung, jähr­lich mehr als 3.000 Verletzte und Tote.

Umfas­sende Planung ist das A und O

Wer mit dem Pkw in die Ferien fährt, sollte deshalb ausge­schla­fen sein und regel­mä­ßig pausie­ren. Bei weit entfern­ten Reise­zie­len sollte man zusätz­lich eine Zwischen­über­nach­tung einpla­nen. „Wir empfeh­len, bei aufkom­men­der Müdig­keit und spätes­tens nach zwei Stun­den, eine Pause einzu­le­gen und diese mit einem Kurz­schlaf von zehn bis 20 Minu­ten oder alter­na­tiv mit Bewe­gung zur Akti­vie­rung des Kreis­laufs zu kombi­nie­ren“, so Hammer. Vor dem Kurz­schlaf, nicht jedoch als Ersatz, kann man einen Kaffee trin­ken. Das Koffein wirkt erst nach 30 Minu­ten, hindert daher nicht am Einschla­fen, erleich­tert aber das Wach­wer­den.

Bei Müdig­keit hilft nur schla­fen

Schlaf trägt zur geis­ti­gen und körper­li­chen Rege­ne­ra­tion bei und sorgt für die nötige Konzen­tra­tion bei langen Auto­fahr­ten. Beson­ders erhol­sam wird er, wenn regel­mä­ßige Zubettgeh- und Aufsteh­zei­ten einge­hal­ten werden. Sport, schwere Mahl­zei­ten und Alko­hol kurz vor dem Schla­fen soll­ten dage­gen vermie­den werden. Zu große Mengen Alko­hol unter­drü­cken den Tief­schlaf. „Bereits eine Flasche Bier kann kurz vor dem Schla­fen dazu führen, dass man nachts öfter wach wird, mehr schwitzt und teil­weise Alpträume hat“, erklärt Prof. Dr. med. Maritta Orth, Vorstands­mit­glied der Deut­schen Gesell­schaft für Schlaf­for­schung und Schlaf­me­di­zin (DGSM).

Der VDSI – Verband für Sicher­heit, Gesund­heit und Umwelt­schutz bei der Arbeit gibt Tipps, wie Ladung im Wagen sicher verstaut wird.

  • Das zuläs­sige Gesamt­ge­wicht darf nicht über­schrit­ten werden: Das zuläs­sige Gesamt­ge­wicht ergibt sich aus der zuläs­si­gen Gesamt­masse des Autos abzüg­lich der Leer­masse (Anga­ben hierzu finden sich im Fahr­zeug­schein). Während Mitfah­rer als Zula­dung gerech­net werden, wurde der Fahrer selbst bereits mit pauschal 75 kg vom Herstel­ler in die ange­ge­bene Leer­masse eige­rech­net.
  • Beach­ten Sie die zuläs­sige Dach­last sowie die Trage­kraft des Dach­trä­gers: Hier gilt das glei­che wie beim zuläs­si­gen Gesamt­ge­wicht. Beach­ten Sie als Fahrer stets vor dem Bela­den die vom Herstel­ler ange­ge­be­nen Trage­kraft­werte für Wagen­dach und Dach­trä­ger. Denken Sie auch daran, dass der Schwer­punkt des Autos durch ein bela­de­nes Dach gene­rell höher liegt, was den Wagen insta­bi­ler macht.
  • Schwere Gepäck­stü­cke nach unten, leich­tes vor Verrut­schen sichern: Bereits bei einer Geschwin­dig­keit von 50 km/h werden unge­si­cherte Gepäck­stü­cke bei einem Aufprall mit dem 30 bis 50-fachem ihres Eigen­ge­wichts nach vorne geschleu­dert. Beson­ders schwere Gegen­stände gehö­ren daher am besten in den Fußraum nach unten oder gleich hinter den Fahrer­sitz. Leichte Gepäck­stü­cke können durch Trans­port­bo­xen, Netze und Spann­gurte gesi­chert werden. Auch die Lehnen der Rück­sitze können im Notfall als schüt­zende Trenn­wand dienen. In jedem Fall gilt: Desto weni­ger Lücken und Frei­räume zwischen dem gela­de­nen Gut bestehen, umso siche­rer liegt die Ladung.
  • Ladung, welche über das Heck hinaus­ragt, muss gekenn­zeich­net werden: Lange Gegen­stände, welche aus dem Koffer­raum oder der Lade­flä­che des Fahr­zeugs hinaus­ra­gen, wie z.B. Zelt­stan­gen, gilt es nicht nur vor Rutschen beson­ders zu sichern, sie müssen zudem mit einer roten Fahne gekenn­zeich­net werden. Für Nacht­fahr­ten ist ein Warn­licht vorge­schrie­ben.
  • Über­lange Ladung darf zwar bis zu einer Länge von 3 m Über­stand trans­por­tiert werden, jedoch ist die maxi­male Fahr­stre­cke bei einem Über­stand von mehr als 1,50 m auf 100 km beschränkt.
  • Vorsicht! Zusätz­li­ches Gewicht verän­dert das Fahr­ver­hal­ten: Zwar kann das Gewicht des Gepäcks auf Höhe der Hinter­achse das Fahr­ver­hal­ten verbes­sern, doch verrin­gert ein Zusatz­ge­wicht auch gleich­zei­tig die Beschleu­ni­gung, was längere Über­hol­wege zu Folge hat. Darüber hinaus verlän­gert sich der Brems­weg Ihres Wagens. Denken Sie daher an den drin­gend benö­tig­ten größe­ren Sicher­heits­ab­stand.
  • Gut gesi­cherte Ladung schützt nicht nur Leben, sondern auch Führer­schein und Geld­beu­tel: Wer seine Ladung nicht ordnungs­ge­mäß sichert, der muss mit einem Verwar­nungs­geld mit 35 Euro, bei Gefähr­dung mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt, bei einem Unfall sogar von 75 Euro und einem Punkt rech­nen. Über­dies muss eine Kasko­ver­si­che­rung nicht für Schä­den durch unsach­ge­mäß verstaute Ladung aufkom­men.

Wie man Dach­bo­xen rich­tig belädt, erfah­ren Sie hier in einem kurzen Video.

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