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Richtiges Lüften schützt vor Corona-Virus

Risiken reduzieren
Richtiges Lüften schützt vor SARS-CoV-2-Infektion

Möglichst viel Frischluft in Innenräumen schützt. (© thingamajiggs – stock.adobe.com)
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Aerosole sind ein möglich­er Über­tra­gungsweg des Coro­na-Virus. Sie verteilen sich ins­beson­dere in geschlosse­nen Innen­räu­men schnell im gesamten Raum. Regelmäßiges Lüften durch Stoß- und Quer­lüften oder über Lüf­tung­stech­nik in den Räu­men kann das Risiko ein­er Infek­tion mit SARS-CoV­‑2 deut­lich reduzieren. Dies beschreibt eine aktuelle Stel­lung­nahme der Kom­mis­sion Innen­raum­lufthy­giene (IRK) am Umwelt­bun­de­samt.

Für Schulen emp­fiehlt die IRK beispiel­sweise in jed­er Unter­richtspause inten­siv bei weit geöffneten Fen­stern zu lüften, bei län­geren Unter­richt­sein­heit­en von mehr als 45 Minuten Dauer auch während des Unter­richts. Laut IRK kön­nen CO2-Ampeln als Anhalt­spunkt für gute oder schlechte Lüf­tung dienen. Eine CO2-Konzen­tra­tion im Innen­raum klein­er 1000 ppm (0,1 Vol-%) zeigt unter nor­malen Bedin­gun­gen einen hygien­isch aus­re­ichen­den Luftwech­sel an.

Die IRK emp­fiehlt, in Innen­räu­men bei der jet­zi­gen virol­o­gis­chen Ken­nt­nis­lage für eine möglichst hohe Zufuhr von Frischluft zu sor­gen. Dies ist notwendig ungeachtet ander­er Schutz­maß­nah­men wie dem Ein­hal­ten von Min­destab­stän­den oder dem Tra­gen ein­er Mund-Nasen-Bedeck­ung.

Bei Fen­ster­lüf­tung ist eine Quer­lüf­tung opti­mal, die über einen Durchzug über möglichst gegenüber­liegende weit geöffnete Fen­ster Raum­luft schnell gegen Frischluft aus­tauscht. Dabei sollte darauf geachtet wer­den, dass es durch die Lüf­tung nicht zu ein­er Ver­bre­itung infek­tiös­er Aerosole in andere Räume kommt. Als wirk­sam gilt auch eine Stoßlüf­tung bei weit geöffnetem Fen­ster (bess­er mehrere in einem Raum gle­ichzeit­ig) über einige Minuten Dauer. Bei Hus­ten und Niesen einzel­ner Per­so­n­en, egal ob zu Hause, im Büro oder in der Schule, sollte sofort eine Stoßlüf­tung durchge­führt wer­den. In stark belegten Räu­men ist das bloße Ankip­pen der Fen­ster kaum wirk­sam, auch wenn dies dauer­haft erfol­gt.

Beim Betreiben von Lüf­tungsan­la­gen (RLT-Anla­gen) sollte der Anteil der Umluft während der SARS-CoV-2-Pan­demie, sofern keine hochab­schei­dende (viren­ab­schei­dende) Fil­ter im Lüf­tungssys­tem einge­baut sind, möglichst gegen Null gefahren wer­den. Sind in Schulen raum­luft­tech­nis­che Anla­gen vorhan­den, was sel­ten der Fall ist, soll­ten diese bei der derzeit­i­gen Pan­demie möglichst durchge­hend laufen.

Bei Sport in Innen­räu­men muss eben­falls für aus­re­ichende Lüf­tung gesorgt wer­den. Schon bei geringer Belas­tung ist die Atem­fre­quenz gegenüber Ruhep­hasen deut­lich erhöht. Die Menge an emit­tierten Par­tikeln steigt daher mit der kör­per­lichen Aktiv­ität weit­er an. Deswe­gen soll­ten Räume, in denen Sport getrieben wird, deut­lich häu­figer gelüftet wer­den. Die IRK emp­fiehlt, dass die ver­brauchte Luft jede Stunde fünf­mal durch frische Luft erset­zt wird.

Die IRK hält den Ein­satz von mobilen Luftreinigern in Klassen­räu­men oder zu Hause für nicht geeignet, da sie das aktive Lüften nicht erset­zen, son­dern allen­falls in Einzelfällen flankieren kön­nen. Chemis­che Zusätze wie Ozon zur Zuluft oder dem Raum wieder zuge­führter Umluft lehnt die IRK aus gesund­heitlichen Grün­den ab. Das gilt auch für UV‑C Lam­p­en im nicht gewerblichen Ein­satz.

Details zum Lüften in Schulen und anderen Innen­räu­men sowie zum Betrieb von Lüf­tungsan­la­gen ste­hen in der aus­führlichen Stel­lung­nahme der IRK.

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