Startseite » Aktuelles »

Schadstofffreisetzung in Deutschland

Daten durch PRTR
Schadstofffreisetzung in Deutschland

wer emittiert am meisten Schadstoffe in Deutschland?
Ammoniak aus vor allem Massentierhaltung ist Luftschadstoff Nummer 1 in Deutschland. Foto: ©teamfoto - stock.adobe.com
Anzeige

Ammo­ni­ak ist in Deutsch­land die Num­mer 1 der Luftschad­stoffe aus Betrieben und stammt haupt­säch­lich aus der Inten­sivtier­hal­tung. Schad­stoffe im Abwass­er gehen haupt­säch­lich aufs Kon­to der Lebens­mit­tel- und Chemis­chen Indus­trie. Und größter CO2-Emit­tent ist die Energiewirtschaft. Dies und mehr zeigen die aktuellen Dat­en des Schad­stoff­freiset­zungs- und Verbringungsregisters.

Die Dat­en für das Bericht­s­jahr 2016 und die kor­rigierten Dat­en aus 2007 bis 2015 ste­hen seit Ende Mai auf der vom Umwelt­bun­de­samt betriebe­nen Web­site thru.de bere­it. Dazu gibt es eine kurze, zusam­men­fassende Auswertung.

An das Schad­stoff­freiset­zungs- und Ver­bringungsreg­is­ter (kurz: Pol­lu­tant Release and Trans­fer Reg­is­ter müssen Betriebe ihre Dat­en zu freige­set­zten Schad­stof­fen und Abfällen melden, wenn sie bes­timmte Min­dest­men­gen über­schre­it­en. Im Bericht­s­jahr 2016 waren das exakt 5.417 Betriebe in Deutsch­land, die pflicht­gemäß ihre Dat­en zu Schad­stof­fen und Abfällen gemeldet hat­ten, da sie die für die Bericht­spflicht gemäß PRTR-Verord­nung fest­gelegten Min­dest­men­gen über­schrit­ten haben.

In thru.de wird zwis­chen sechs soge­nan­nten Kom­par­ti­menten unterschieden:

  • Freiset­zung in Luft,
  • in Wass­er und in Boden,
  • Ver­bringung von in Abwass­er enthal­te­nen Schad­stof­fen und
  • Entsorgung von gefährlichem und nicht gefährlichem Abfall.

Für das Bericht­s­jahr 2016 kön­nen die meis­ten Betriebe, näm­lich 84 Prozent vom Gesam­tan­teil bericht­spflichtiger Betriebe, der Abfall­wirtschaft zuge­ord­net wer­den. Mehr als zwei Drit­tel aller Betriebe entsor­gen jährlich mehr als 2 Ton­nen gefährlichen Abfalls, etwas über 38 Prozent entsor­gen jährlich mehr als 2.000 Ton­nen nicht gefährliche Abfälle.

Schad­stof­fein­träge in die Luft wer­den von 28 Prozent der Betriebe angegeben.
Die Anzahl der Betriebe mit Schad­stof­fein­leitun­gen mit dem Abwass­er in externe Abwasser­be­hand­lungsan­la­gen (zum Beispiel kom­mu­nale Kläran­la­gen) über­wiegt leicht gegenüber der Anzahl der Betriebe mit direk­ten Schad­stof­fein­trä­gen in die Gewässer.
Der Anteil der Betriebe mit Schad­stof­fein­trä­gen in den Boden ist über die ver­schiede­nen Bericht­s­jahre mit nur 0,05 Prozent ver­schwindend gering.

Für 2016 haben ins­ge­samt 1.481 PRTR-Betriebe Lufte­mis­sio­nen gemeldet, davon sind 631 PRTR-Betriebe (42 Prozent) der Inten­sivtier­hal­tung zuzuord­nen. Am häu­fig­sten bericht­en sie Ammo­ni­ak-Emis­sio­nen (NH3). Inner­halb der Branche Inten­sivtier­hal­tung machen die Schweine­mast­be­triebe, die min­destens 2.000 Mastschweine (ab 30 Kilo­gramm Gewicht) hal­ten und den geset­zlich fest­gelegten Schwellen­wert von 10 Ton­nen Ammo­ni­ak pro Jahr über­schre­it­en, mit 54 Prozent den Haup­tan­teil melden­der PRTR-Betriebe aus. Mit 6.370 Ton­nen pro Jahr stellen sie auch den höch­sten Anteil der in die Luft freige­set­zten Ammoniak-Emissionen.

Für das Bericht­s­jahr 2016 haben ins­ge­samt 431 PRTR-Betriebe die Ver­bringung von in Abwass­er enthal­te­nen Schad­stof­fen in externe Abwasser­be­hand­lungsan­la­gen gemeldet. Mit 153 bzw. 134 Betrieben stam­men die meis­ten PRTR-Betriebe aus der Lebens­mit­telin­dus­trie bzw. der Chemis­chen Indus­trie. Chemiean­la­gen zur indus­triellen Her­stel­lung organ­is­ch­er Grund­chemikalien, ins­beson­dere zur Her­stel­lung von Basiskun­st­stof­fen, stellen die meis­ten PRTR-Betriebe aus der Chemis­chen Indus­trie dar.

 

Anzeige
Gewinnspiel

Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abonnieren

Meistgelesen

Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 11
Ausgabe
11.2020
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 11
Ausgabe
11.2020
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de