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Schnelltest für Pandemieatemschutz

Aktuelle Fragen und Antworten
Schnelltest für Pandemieatemschutz

Foto: © Tobias Seeliger - stock.adobe.com
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Seit kurzem beste­ht die Möglichkeit, die Eig­nung von Atem­schutz­masken (FFP2) zum Schutz vor Sars-CoV­‑2 in einem Schnell­test zu über­prüfen. Das Ziel: Dem akuten Man­gel an europäisch zuge­lasse­nen Pro­duk­ten mit soge­nan­ntem Pan­demieatem­schutz kurzfristig begeg­nen und damit medi­zinis­che und pflegerische Fachkräfte für die Dauer der Gesund­heits­bedro­hung durch die Coro­na-Pan­demie schützen. Das Insti­tut für Arbeitss­chutz der Deutschen Geset­zlichen Unfal­lver­sicherung beant­wortet auf ein­er neuen Inter­net­seite wichtige Fra­gen von Her­stellern und Impor­teuren rund um diesen Schnelltest.



Der als Reak­tion auf eine Empfehlung der Europäis­chen Kom­mis­sion Mitte März 2020 entwick­elte Schnell­test für Atem­schutz­masken stößt bei Her­stellern und Impor­teuren auf großes Inter­esse. Um wichtige Details zum Test und seinen Bedin­gun­gen zur Ver­fü­gung zu stellen und den Fir­men die Möglichkeit zu geben, selb­st zu entschei­den, ob ihr Pro­dukt grund­sät­zlich für den Schnell­test in Frage kommt, bietet das IFA ab sofort Antworten auf häu­fig gestellte Fragen.

Der Fra­genkat­a­log umfasst 10 Fra­gen und die jew­eili­gen Antworten. Zum Beispiel

Frage 4) Wer kann Pro­duk­te prüfen lassen?

Antwort: Her­steller und Impor­teure, die in der Lage sind, Atem­schutz­masken kurzfristig in größerem Umfang (ab 50 000 Atem­schutz­masken in 3 Wochen) in Verkehr zu brin­gen, kön­nen den Schnell­test ihrer Pro­duk­te bei ein­er der zuge­lasse­nen Prüf­stellen (vgl. 3.) beantragen.


Frage 5) Welche Pro­duk­te kom­men grund­sät­zlich für den Schnell­test in Frage?

Antwort: Für den Schnell­test und damit eine mögliche Zulas­sung als Pan­demieatem­schutz für den Gesund­heits­bere­ich kom­men auss­chließlich dicht­sitzende, effizient fil­ternde Atem­schutz­masken ohne Ausatemven­til in Frage.

Medi­z­in­pro­duk­te (OP-Mund/­Nasen-Schutz) fall­en nicht darunter.


Frage 7) Wie viel kostet die Prü­fung und wie lange dauert diese?

Antwort: Der voll­ständi­ge Schnell­test dauert ca. zwei Tage zuzüglich ein­er nicht zu spez­i­fizieren­den Wartezeit. Es fall­en Kosten in Höhe von ca. 3000 Euro an.

Bevor das Prüf­muster den voll­ständi­gen Schnell­test durch­läuft, erfol­gt ein kri­tis­ch­er Vortest, um die grund­sät­zliche Tauglichkeit der Atem­schutz­maske sicherzustellen. Dieser Vortest gener­iert Kosten in Höhe von ca. 800 Euro. Fällt der Vortest neg­a­tiv aus, find­et keine weit­ere Prü­fung statt und es entste­hen dem Hersteller/Importeur keine zusät­zlichen Kosten.


Die Frage 10) beant­wortet auch einen sehr wichti­gen Punkt: Schnell getesteter Pan­demieatem­schutz ist als let­zte Reserve für Beschäftigte im Gesund­heits­di­enst gedacht. Welche Atem­schutzpro­duk­te sind vor­rangig zu verwenden?

Antwort: Hierzu äußert sich die Zen­tral­stelle der Län­der für Sicher­heit­stech­nik (ZLS) auf ihrer Website:

  • Atem­schutz­masken, die gemäß europäis­ch­er PSA-Verord­nung auf Basis der EN 149 „Par­tikelfil­tri­erende Halb­masken“ geprüft und zer­ti­fiziert wur­den. Eine geprüfte und zuge­lassene Maske erken­nt man am CE-Kennze­ichen, gefol­gt von der vier­stel­li­gen Kennz­if­fer des Prüflabors (z. B. CE0121) und der Nen­nung der ange­wandten Norm EN 149: 2001, A1: 2009 auf dem Pro­dukt und der Verpackung.
  • Ste­hen Pro­duk­te in Übere­in­stim­mung mit a) nicht zur Ver­fü­gung: Atem­schutz­masken, die in den Vere­inigten Staat­en von Ameri­ka, Kana­da, Aus­tralien oder Japan verkehrs­fähig sind, auch wenn diese keine CE-Kennze­ich­nung tra­gen, ihnen kein Kon­for­mität­snach­weis oder eine deutsche Betrieb­san­leitung beiliegt. Solche Masken erken­nt man an den hier zusam­mengestell­ten Kennze­ich­nun­gen (PDF, 352 KB).

 

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