Schon bei Auszubildenden erfolgreich. Rettungssanitäter: Training hilft Erlebnisse zu verarbeiten -
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Rettungssanitäter: Training hilft Erlebnisse zu verarbeiten

Schon bei Auszu­bil­den­den erfolg­reich

TEK trainiert emotionale Kompetenzen, die helfen, besser mit Angst, Trauer oder Wut umgehen zu können. (Foto: © Christian Schwier – stock.adobe.com)
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Notfall­sa­ni­tä­te­rin­nen und -sani­tä­ter sind täglich mit Tod und Verlet­zung konfron­tiert. Ein spezi­el­les „Trai­ning emotio­na­ler Kompe­ten­zen“ (TEK) kann ihnen dabei helfen, die Erleb­nisse zu verar­bei­ten und ihr psychi­sches Wohl­be­fin­den zu verbes­sern. Das zeigt eine Studie der Initia­tive Arbeit und Gesund­heit (iga). Unter­sucht wurde insbe­son­dere, ob das TEK auch für die Ausbil­dung geeig­net ist.

TEK fördert den Umgang mit Emotio­nen wie Angst, Trauer oder Wut. Dafür werden Metho­den und Konzepte aus unter­schied­li­chen psycho­the­ra­peu­ti­schen Rich­tun­gen genutzt. Das Trai­nings­pro­gramm wurde bereits erfolg­reich bei Poli­zei­kräf­ten, Lehr­kräf­ten und Beschäf­tig­ten in der Alten­pflege einge­setzt.

Um zu prüfen, ob das TEK auch im Rahmen einer Ausbil­dung im Rettungs­dienst geeig­net ist, nahmen neben 50 erfah­re­nen Rettungs­kräf­ten an der iga‐Studie 90 Auszu­bil­dende zum Notfall­sa­ni­tä­ter von der Landes­ret­tungs­schule des DRK Bildungs­werks Sach­sen teil.

Die Ergeb­nisse bele­gen die Wirk­sam­keit des Trai­nings emotio­na­ler Kompe­ten­zen. So berich­te­ten die Auszu­bil­den­den der TEK‐Gruppe im Vergleich zu einer Kontroll­gruppe, die (noch) nicht am Trai­ning teil­ge­nom­men hatte, von einer – statis­tisch bedeut­sa­men – Erhö­hung der Kompe­ten­zen der Emoti­ons­re­gu­la­tion durch TEK. Die Grup­pen­ver­glei­che zeig­ten auch, dass in der TEK‐Gruppe die emotio­nale Erschöp­fung und der Zynis­mus nicht anstie­gen, in der Kontroll­gruppe hinge­gen schon. Das könnte auf einen Schutz­me­cha­nis­mus hinwei­sen, der durch die im TEK‐Training vermit­tel­ten emotio­na­len Kompe­ten­zen ausge­übt wird.

Die vorlie­gende Unter­su­chung hat bestä­tigt, dass das TEK auch geeig­net ist, um in der Ausbil­dung des Rettungs­diens­tes einge­setzt zu werden. Es unter­stützt die Beschäf­tig­ten lang­fris­tig in ihrer stark belas­ten­den beruf­li­chen Praxis“, resü­mie­ren Prof. Dr. Gabriele Buruck und Dr. Denise Dörfel. Die Studie wurde in Zusam­men­ar­beit mit der TU Dres­den, Profes­sur für Arbeits‐ und Orga­ni­sa­ti­ons­psy­cho­lo­gie durch­ge­führt.

Aufgrund der guten Ergeb­nisse empfiehlt die iga, das TEK in die Ausbil­dungs­cur­ri­cula der Rettungs­sa­ni­tä­ter aufzu­neh­men. Über eine Inte­gra­tion in andere perso­nen­be­zo­gene Dienst­leis­tungs­be­rufe wie in der Erzie­hung oder Heiler­zie­hungs­pflege sei ebenso nach­zu­den­ken.

Die Studie ist im iga.Report 37 erschie­nen. Der Report ist online hier abruf­bar.

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