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Schutzmasken richtig verwenden

Fragen und Antworten
Schutz­mas­ken rich­tig verwen­den

Foto: © MH - stock.adobe.com
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Beschäf­tigte, die bei der Arbeit ein beson­ders hohes Risiko haben, sich mit dem Corona-Virus zu infi­zie­ren, müssen filtrie­rende Atem­schutz­mas­ken tragen. Medi­zi­ni­sche Gesichts­mas­ken, auch Mund-Nasen-Schutzmasken genannt, reichen für Arbeits­be­rei­che mit hohem Risiko nicht aus, um sich vor einer Anste­ckung zu schüt­zen. Das stellt die Deut­sche Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung (DGUV) mit Blick auf aktu­elle Diskus­sio­nen um das Tragen von verschie­de­nen Schutz­mas­ken klar.


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Ob Beschäf­tigte zu jenen Berufs­grup­pen gehö­ren, die für eine Anste­ckung durch das Corona-Virus (SARS-CoV‑2) beson­ders gefähr­det sind, ergibt sich aus der Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung nach Arbeits­schutz­ge­setz. Liegt ein erhöh­tes Risiko vor, muss der Arbeit­ge­ber für entspre­chen­den Schutz sorgen, in Form von geeig­ne­ten Atem­schutz­mas­ken sowie tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Maßnah­men. 

Atem­schutz­mas­ken vor allem für Perso­nal im Gesund­heits­we­sen

Atem­schutz­mas­ken filtern Parti­kel und Aero­sole aus der Luft. Beschäf­tigte, die eine solche Atem­schutz­maske tragen, sind so vor dem Einat­men kleins­ter luft­ge­tra­ge­ner Parti­kel weit­ge­hend geschützt. Das Tragen von Atem­schutz­mas­ken (FFP2, FFP3)  ist in der Regel nur dann erfor­der­lich, wenn Beschäf­tigte direk­ten Kontakt zu infi­zier­ten Perso­nen oder infek­tiö­sem Mate­rial haben, beispiels­weise im Gesund­heits­we­sen oder bei der Labor­dia­gnos­tik. Diese Perso­nen­grup­pen sind im Tragen der Atem­schutz­mas­ken geschult. Eine entspre­chende arbeits­me­di­zi­ni­sche Vorsorge muss sicher­ge­stellt sein. 

Für die Beschäf­tig­ten werden allge­mein FFP2-Masken, in Fällen mit erhöh­tem Risiko wie zum Beispiel für die Bron­cho­sko­pie, FFP3-Masken empfoh­len. Das Kürzel FFP steht für „filte­ring face piece“. Die Numme­rie­rung zeigt die unter­schied­li­chen Schutz­klas­sen an.

Sofern FFP2-Masken derzeit nicht zur Verfü­gung stehen, empfiehlt die DGUV in Anleh­nung an die Empfeh­lung der Bundes­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin (BAuA) für Beschäf­tigte im medi­zi­ni­schen und pfle­ge­ri­schen Bereich für die Dauer der derzei­ti­gen Gesund­heits­be­dro­hung den Einsatz von Masken, die mindes­tens dem NIOSH-Standard N95 entspre­chen: https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Biostoffe/FAQ-PSA/FAQ_node.html 

Medi­zi­ni­sche Gesichts­mas­ken: kein Ersatz für Atem­schutz­mas­ken

Soge­nannte medi­zi­ni­sche Gesichts­mas­ken bede­cken Mund und Nase, dich­ten am Gesicht aber nicht ab. Sie schüt­zen die sie tragende Person vor Flüs­sig­kei­ten wie Sprit­zern und großen Tröpf­chen, erset­zen aber nicht den Atem­schutz. Im medi­zi­ni­schen Bereich werden medi­zi­ni­sche Gesichts­mas­ken daher in erster Linie von Perso­nal verwen­det, das Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten vor den eige­nen Atem­emis­sio­nen schüt­zen möchte. Infi­zierte Perso­nen soll­ten den Schutz tragen, um das Risiko einer Anste­ckung ande­rer Perso­nen durch Tröpf­chen, die beim Spre­chen, Husten oder Niesen entste­hen, zu verrin­gern. Wich­tig ist, dass der Schutz durch den Herstel­ler nach der Norm für „medi­zi­ni­sche Gesichts­mas­ken“ geprüft und zerti­fi­ziert ist. Nicht zerti­fi­zierte medi­zi­ni­sche Gesichts­mas­ken soll­ten im beruf­li­chen Bereich nicht verwen­det werden.

Außer­halb des medi­zi­ni­schen Bereichs ist das Tragen von medi­zi­ni­schen Gesichts­mas­ken am Arbeits­platz nur dann sinn­voll, wenn die tragende Person andere Menschen schüt­zen will. Aller­dings empfiehlt die DGUV gerade in der jetzi­gen Lage, dass nur solche Beschäf­tigte zur Arbeit gehen, die keine respi­ra­to­ri­schen Symptome zeigen. 

Um den Unter­schied zwischen medi­zi­ni­scher Gesichts­maske und Atem­schutz­maske auf einen Blick deut­lich zu machen, hat das Insti­tut für Arbeits­schutz der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (IFA) eine Über­sichts­gra­fik erstellt. Sie kann hier herun­ter­ge­la­den werden (https://publikationen.dguv.de/forschung/ifa/allgemeine-informationen/3788/plakat-schutzmasken-wo-liegt-der-unterschied)

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