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Für sie muss ein Konformitätsbewertungsverfahren gemäß PSA-Verordnung (EU) 2016/425 durchgeführt werden.

Partikelfiltrierende Halbmasken (FFP-Masken)
Sonderzulassung wegen Pandemie endet

Nur FFP-Masken sind Persönliche Schutzausrüstung im Sinne des Arbeitsschutzes (Foto: © Guntar Feldmann – stock.adobe.com)
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Ab dem 1. Okto­ber 2020 müssen alle par­tikelfil­tri­eren­den Halb­masken (FFP-Masken) aus­nahm­s­los wieder den Anforderun­gen der europäis­chen PSA-Verord­nung entsprechen. Damit endet eine Son­derzu­las­sung, die auf­grund der Coro­na-Pan­demie in Kraft getreten war.

Ver­lässliche Auskun­ft zum The­ma Maskenpflicht erhal­ten Unternehmen beim Tech­nis­chen Han­del. Wichtig ist: Eine ein­fache Mund-Nasen-Bedeck­ung ist nicht als Ersatz für fil­tri­erende Halb­masken (FFP-Masken) als Per­sön­liche Schutzaus­rüs­tung (PSA) zuläs­sig. Weit­er­hin schützt der Tech­nis­che Han­del seine Kun­den vor Masken mit falschen Zer­ti­fikat­en, wie sie aktuell immer noch im Umlauf sind. Zuläs­sig als PSA sind nur FFP-Masken, die der EU-Norm EN 149 entsprechen.

Rück­blick: Son­der­regelung wegen Ver­sorgungsen­g­pass

Die aktuelle Pan­demie mit SARS-CoV­‑2 / COVID-19 führte in diesem Früh­jahr zu einem erhe­blichen Ver­sorgungsen­g­pass bei par­tikelfil­tri­eren­den Halb­masken. Deshalb fol­gte das Bun­desmin­is­teri­um für Gesund­heit im Ein­vernehmen mit dem Bun­desmin­is­teri­um für Arbeit und Soziales (BMAS) ein­er Empfehlung der Europäis­chen Kom­mis­sion und erlaubte auf Basis der „Medi­zinis­ch­er Bedarf Ver­sorgungssich­er­stel­lungsverord­nung (Med­B­VSV)“ vorüberge­hend den Han­del mit bes­timmten Per­sön­lichen Schutzaus­rüs­tun­gen ohne CE-Kennze­ich­nung auf dem deutschen Markt. Voraus­set­zung war, dass diese für den medi­zinis­chen Bere­ich bes­timmt waren und entwed­er in den USA, Kana­da, Aus­tralien oder Japan zer­ti­fiziert wor­den waren oder ein vere­in­facht­es Bew­er­tungsver­fahren auf­grund eines von der Zen­tral­stelle der Län­der für Sicher­heit­stech­nik (ZLS) veröf­fentlicht­en Prüf­grund­satzes erfol­gre­ich durch­laufen hat­ten.

Ende der Son­derzu­las­sung

„Auf Basis der aktuellen Erken­nt­nis­lage hat das BMAS fest­gestellt, dass es für par­tikelfil­tri­erende Halb­masken in der aktuellen SARS-CoV-2-Pan­demiesi­t­u­a­tion keinen Ver­sorgungsen­g­pass mehr gibt, der eine Son­derzu­las­sung recht­fer­ti­gen oder gar notwendig machen würde. Damit ist eine zen­trale Voraus­set­zung für die Aus­nah­men, näm­lich die Man­gel­si­t­u­a­tion, nicht mehr gegeben und Aus­nah­megewährun­gen im Zusam­men­hang mit der erst­ma­li­gen Bere­it­stel­lung auf dem EU-Bin­nen­markt (Son­derzu­las­sun­gen) sind nicht mehr statthaft,“ zeigt sich Thomas Vier­haus, Geschäfts­führen­des Vor­standsmit­glied des VTH Ver­band Tech­nis­ch­er Han­del, erle­ichtert. „Damit müssen spätestens ab dem 1. Okto­ber 2020 alle par­tikelfil­tri­eren­den Halb­masken aus­nahm­s­los wieder den Anforderun­gen der europäis­chen PSA-Verord­nung entsprechen.“

Nur FFP-Masken sind PSA

Nur FFP-Masken sind Per­sön­liche Schutzaus­rüs­tun­gen (PSA) im Rah­men des Arbeitss­chutzes und haben die Zweckbes­tim­mung, den Träger der Maske vor Par­tikeln, Tröpfchen und Aerosolen zu schützen. Um FFP-Masken recht­mäßig in Europa in Verkehr zu brin­gen, muss für diese ein Kon­for­mitäts­be­w­er­tungsver­fahren gemäß PSA-Verord­nung (EU) 2016/425 durchge­führt wer­den. Nach dessen Abschluss wer­den sie vom Her­steller mit einem CE-Kennze­ichen verse­hen. Die Masken müssen dazu reg­ulär die Anforderun­gen der Norm EN 149:2001+A1:2009 erfüllen.

Achtung: Falsche Zer­ti­fikate

Vor allem in Ital­ien aus­gestellte Zer­ti­fikate haben vielfach vor­getäuscht, dass die benan­nten Pro­duk­te nach der Norm EN 149 für FFP-Masken in Übere­in­stim­mung mit der europäis­chen PSA-Verord­nung getestet und für kon­form erk­lärt wer­den. Mith­il­fe dieser ver­meintlichen „Bescheini­gun­gen“ ver­suchen daher diverse Anbi­eter, ihre nicht mit den EU-Vorschriften kon­for­men Atem­schutz­masken in Europa verkehrs­fähig zu machen. Auch die Euro­pean Safe­ty Fed­er­a­tion (ESF) warnte bere­its vor den gefährlichen „Zer­ti­fikat­en“. Tech­nis­che Händler sind auf­grund ihrer Pro­dukt- und Mark­tken­nt­nis gewapp­net und kön­nen richtige von falschen Zer­ti­fikat­en unter­schei­den. Kun­den soll­ten sich daher ver­trauensvoll von ihrem Tech­nis­chen Händler berat­en lassen, welchen Pro­duk­ten sie ver­trauen kön­nen.

Mund-Nasen-Schutz in Unternehmen

Sollte in Zukun­ft das Tra­gen ein­er Mund-Nasen-Bedeck­ung (All­t­ags­maske) in Unternehmen ver­stärkt notwendig wer­den, kann der Tech­nis­che Han­del diesen Bedarf eben­falls deck­en. Sowohl Ein­weg­masken als auch waschbare All­t­ags­masken sind Teil des Sor­ti­ments. Manche Tech­nis­chen Händler bieten ihren Kun­den direkt den passenden Wäscheser­vice an, um die Angestell­ten opti­mal und umwelt­fre­undlich zu schützen.

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