Alles im Griff. Umgang mit Gefahrstoffen -
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Umgang mit Gefahrstoffen

Alles im Griff

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Wie hält man sich Gefahr­stoffe erfolg­reich vom Leib? Was alles gilt es abzu­weh­ren? Diese Fragen stehen im Mittel­punkt des Tages­se­mi­nars „Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tung beim Umgang mit Gefahr­stof­fen – Fach­in­for­ma­tio­nen und praxis­be­währte Lösun­gen“. Das Gemein­schafts­pro­jekt der Zeit­schrif­ten Sicher­heits­in­ge­nieur und Sicher­heits­be­auf­trag­ter mit den Herstel­lern DuPont und Mapa Profes­si­onnel geht im Septem­ber in die nächste Runde. Wir spra­chen mit Mario Groß, Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit und Endan­wen­der­be­ra­ter bei DuPont Safety and Construc­tion über die Beson­der­heit dieser Veran­stal­tungs­reihe.

Das Gespräch führte Petra Jauch.

Herr Groß, 2014 fanden die ersten Endan­wen­der­se­mi­nare zum Thema Chemi­ka­li­en­schutz­klei­dung von DuPont und Part­nern in Koope­ra­tion mit den Fach­zeit­schrif­ten statt. Hätten Sie erwar­tet, dass diese Veran­stal­tun­gen zu einer Art Dauer­bren­ner werden?

Ehrlich gesagt nein, jeden­falls nicht in diesem Umfang. Aber der Erfolg spricht für sich und wir möch­ten weiter an dieser Art von Wissens­ver­mitt­lung fest­hal­ten. Die begeis­ter­ten Semi­nar­teil­neh­mer trei­ben uns Jahr für Jahr dazu an, die Reihe fort­zu­set­zen – zum Teil mit neuen Inhal­ten und Part­nern.

Was macht die Veran­stal­tungs­reihe so attrak­tiv – das Thema an sich oder die Art der Vermitt­lung?

Beides! Zum einen befas­sen wir uns mit einem sensi­blen und gefähr­li­chen Thema – dem Chemi­ka­li­en­schutz. Zum ande­ren ist es sicher­lich auch die Art der Vermitt­lung: Wir schauen uns primär den tech­ni­schen Hinter­grund, zum Beispiel die Normen oder Mate­ria­lien, an und wollen somit nicht den Eindruck einer Produkt­prä­sen­ta­tion vermit­teln.

Folgen die Semi­nare immer dem glei­chen bewähr­ten Ablauf oder gibt es auch aktu­elle Anpas­sun­gen?

Natür­lich gibt es ein Grund­kon­zept, das für jedes Semi­nar iden­tisch ist. Aller­dings fordern wir bei der Anmel­dung alle Teil­neh­mer dazu auf, uns ihre betrieb­li­chen Abläufe zu nennen, um darauf einge­hen und von unse­rem Programm etwas abwei­chen zu können. Eben­falls haben die Teil­neh­mer die Möglich­keit, vorab Fragen zu senden, die wir dann im Semi­nar bespre­chen.

Das heißt, Sie wollen ausdrück­lich keine Einbahn­straße in der Kommu­ni­ka­tion, sondern stre­ben ein dialo­gi­sches Format mit Mehr­wert für beide Seiten an?

Korrekt, der Grund­ge­danke basiert auf dem dialo­gi­schen Format und wir fordern die Teil­neh­mer auch immer wieder dazu auf, ihre Erleb­nisse in Sachen Chemi­ka­li­en­schutz zu teilen. Das ist für die ande­ren Teil­neh­mer und auch für uns Refe­ren­ten ein echter Mehr­wert.

Haben Sie auf diese Weise schon etwas für Ihre Arbeit mitge­nom­men?

Ja, wir nehmen auch etwas mit und lernen immer noch dazu, welche verschie­dens­ten Anwen­dun­gen es für den Chemi­ka­li­en­schutz gibt. Aus diesem Grund haben wir eben auch einen klei­nen Work­shop in das Semi­nar einge­baut, um in klei­ner Gruppe noch mehr von den Teil­neh­mern zu erfah­ren.

Einblick in das PSA-Angebot erhal­ten Anwen­der klas­si­scher­weise auf Messen. Was ist bei dem Tages­se­mi­nar anders oder besser?

Der bereits erwähnte Work­shop bietet uns Refe­ren­ten eine ganz andere Bühne: Wir können hier auf die Teil­neh­mer konkre­ter einge­hen und fördern den persön­li­chen Kontakt. Des Weite­ren haben die Teil­neh­mer auch die Möglich­keit, sich unter­ein­an­der auszu­tau­schen.

Wie verhin­dern Sie, dass das Semi­nar zur Werbe­ver­an­stal­tung für die Produkte der betei­lig­ten Herstel­ler wird?

Die Produkte spie­len nur eine unter­ge­ord­nete Rolle. In erster Linie geht es um die tech­ni­sche Doku­men­ta­tion, Mate­ria­lien, Normen und um den Teil­neh­mer an sich. Diese bestim­men ein Stück weit das Programm selbst und gehen aus der Veran­stal­tung mit einem guten Fach­wis­sen zum Thema Chemi­ka­li­en­schutz heraus. Nicht umsonst gibt es dafür zwei VDSI-Punkte – ein Zeichen für die Quali­tät der Veran­stal­tung.

Für 2018 sind nun vier weitere Termine ange­setzt. Nach welchen Krite­rien wurden Zeit und Ort bestimmt?

Wir versu­chen, deutsch­land­weit präsent zu sein, um Teil­neh­mer aus allen Regio­nen der Repu­blik zu errei­chen.

Es gibt ein verwir­rend großes Ange­bot an PSA. Wie finden die Verant­wort­li­chen die rich­tige Schutz­klei­dung für ihren Betrieb oder ihre Anwen­dung?

Auch dieser Frage nehmen wir uns an. Wir zeigen den Teil­neh­mern den Weg zur rich­ti­gen Schutz­klei­dung und bieten im Nach­gang einen Leit­fa­den bezie­hungs­weise digi­tale Medien zur Unter­stüt­zung an. Damit kann der Teil­neh­mer auch seine Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung vor Ort im Unter­neh­men durch­füh­ren.

Was halten Sie von Trage­tests?

Ein abso­lut wich­ti­ges Thema! Ohne einen Trage­test wird es sehr schwer, ein Produkt einzu­füh­ren. Hier gilt es immer, alle betei­lig­ten Perso­nen, insbe­son­dere Anwen­der und Entschei­der, mit im Boot zu haben. Nur so kann der rich­tige Einsatz der Chemi­ka­li­en­schutz­klei­dung gewähr­leis­tet werden.

Die Teil­neh­mer werden dazu ermun­tert, verschie­dene Schutz­an­züge und Hand­schuhe anzu­pro­bie­ren. Warum sind diese Selbst­ver­su­che so wert­voll?

Durch diesen Selbst­test erfährt manch einer, wie schwer es doch ist, in komplet­ter PSA zu arbei­ten. Das Thema der psychi­schen Gefähr­dung sollte auch hier nicht unter­schätzt werden. Schon eine leichte Tätig­keit in komplet­ter PSA kann zu Hitzes­tress oder Panik führen, und dann werden Fehler gemacht.

Gibt es typi­sche Fehler, etwa beim An- und Auszie­hen?

Es gibt sicher­lich typi­sche Fehler beim An-und Ausklei­de­pro­zess. Diese sind teil­weise auch sehr mensch­lich, wie zum Beispiel die Panik nach einer Konta­mi­na­tion. Der Träger muss dann in einer gewis­sen Frist aus dem Anzug heraus­kom­men. Wenn dies nicht schnell genug geht, passie­ren häufig Fehler.

Der Anzug muss sitzen, aber auch einen gewis­sen Spiel­raum bieten. Im Praxis­teil des Semi­nars wird die Bewe­gungs­frei­heit mit klei­nen Turn­übun­gen getes­tet. Wird dieser Aspekt schon mal vernach­läs­sigt?

Ja, gerade wenn es primär um das Kauf­män­ni­sche geht, wird vorran­gig der Preis bewer­tet und dann leider erst der Trage­kom­fort bezie­hungs­weise die Quali­tät. Deshalb gehen wir auch auf diese Punkte ein und zeigen ihre Bedeu­tung.

Gibt es weitere Krite­rien, die sich nicht sofort erschlie­ßen?

Ja, zum Beispiel der rich­tige Einsatz der Chemi­ka­li­en­schutz­klei­dung. Auch hier erle­ben wir böse Über­ra­schun­gen, und die Schutz­klei­dung entspricht nicht der Gefähr­dung am Arbeits­platz.

Probie­ren Sie die von Ihnen entwi­ckel­ten Schutz­an­züge auch selbst an?

Ja, das machen wir, um die genann­ten Krite­rien wie Trage­kom­fort, Pass­form oder PSA-Kompatibilität zu testen.

Wie fühlen Sie sich in voller Montur?

Gut, da ich weiß, hervor­ra­gend geschützt zu sein, wenn es doch einmal zu einem erns­te­ren Vorfall kommen sollte. Dieses „Gefühl“ möch­ten wir auch unse­ren Semi­nar­teil­neh­mern mit auf den Weg geben.


Semi­narin­halte

  • Typi­sche chemi­sche Gefahr­stoffe und Infek­ti­ons­er­re­ger
  • Grund­la­gen der Normung von PSA
  • Test­ver­fah­ren für PSA
  • Leis­tungs­an­for­de­run­gen
  • Mate­ria­lien für Chemi­ka­li­en­schutz­an­züge und Hand­schuhe
  • Einsatz in explo­si­ons­ge­fähr­de­ten Berei­chen (ATEX Richt­li­nie)
  • Über­sicht über Chemi­ka­li­en­schutz­klei­dung von DuPont (welches Material/welcher Anzug wofür)
  • Über­sicht über das Hand­schuh­sor­ti­ment von MAPA Profes­si­onnel
    (Mate­ria­lien, Hand­schuh­mo­delle, Einsatz­be­rei­che)
  • rich­ti­ger Umgang mit Schutz­klei­dung
  • Unter­stüt­zung bei der Auswahl am besten geeig­ne­ter PSA

Kurs- und Anmel­de­in­for­ma­tio­nen:

Lassen Sie sich von unse­rem Team bera­ten:

Martina Langen­stück
Tel.: +49 6221 6446–39 oder per E-Mail:
martina.langenstueck
@konradin.de

Michaela-Bianca Schlund
Tel.: +49 6221 6446–36 oder per E-Mail:
michaela-bianca.schlund
@konradin.de

Si-Akademie für Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit
Tel.: +49 (0) 6221/6446–39, si-akademie@konradin.de
www.si-akademie.de

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Persön­li­che Schutz-
ausrüs­tung beim Umgang
mit Gefahr­stof­fen“

Tages­se­mi­nar

2 VDSI-Punkte Arbeits­schutz

06. Septem­ber 2018 Düssel­dorf

25. Okto­ber 2018 Mann­heim

08. Novem­ber 2018 Halle (Saale)

15. Novem­ber 2018 Neu-Isenburg


Über­schrift std

Fließ­text fett

  • Liste

Fließ­text std

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