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Überflieger beim Arbeitsschutz

Firma Sonae Arauco erhält „Schlauen Fuchs"
Überflieger beim Arbeitsschutz

(v.l.n.r) Antje Diederichs (BGHM), Marten Böse (Firma Sonae Arauco) , Roland Trocha (BGHM) (Foto: © BGHM)
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Zwei Bag­ger, drei große Rad­lad­er und täglich 300 Lastkraft­wa­gen mit ton­nen­schw­eren Hol­zliefer­un­gen – auf dem Lager­platz der Fir­ma Son­ae Arau­co im Werk Nettgau ist ständig schw­eres Gerät im Ein­satz. Um die Beschäftigten vor Kol­li­sio­nen bess­er zu schützen, hat das Unternehmen ein elek­tro­n­is­ches Warn­sys­tem einge­führt und ein Ver­fahren entwick­elt, durch das die Inven­tur der dort gelagerten Holzbestände vol­lau­toma­tisch mit ein­er Ver­mes­sungs­drohne durchge­führt wer­den kann. Für diese Arbeitss­chutz­maß­nahme erhielt der Holzw­erk­stoff­pro­duzent nun den “Schlauen Fuchs” — eine renom­mierte Ausze­ich­nung der BGHM. Sicher­heits­fachkraft Marten Böse nahm den Preis am 3. Sep­tem­ber 2018 von Roland Trocha, Leit­er der BGHM-Haupt­abteilung Präven­tions­bezirke, auf dem SiFa-Forum in der BGHM-Bil­dungsstätte Schierke ent­ge­gen.

“Ein­mal pro Woche müssen wir im Rah­men ein­er Inven­tur den vorhan­de­nen Holzvor­rat ermit­teln. Bis zum Ein­satz der Drohne wurde das von zwei bis drei Beschäftigten mit ein­er fünf Meter lan­gen Mess­lat­te und einem Mess­rad per Hand erledigt. Das war unge­nau, zeitaufwändig und auf­grund des regen Werkverkehrs sehr gefährlich”, erk­lärt Böse. “Deswe­gen hat der zuständi­ge Abteilungsleit­er Bernd Lippe das Pro­jekt ‘Drohne’ ini­ti­iert”, erk­lärt die Sicher­heits­fachkraft. Für die gestellte Auf­gabe gab es allerd­ings keine entsprechende Anwen­dung auf dem Markt, sodass zunächst nach ein­er passenden Soft­ware gesucht wer­den musste. Mit­tler­weile kann der Beschäftigte aus sicher­er Ent­fer­nung die Inven­tur des Holzbe­standes am Ende der Arbeitswoche durch­führen: Ein Knopf­druck genügt und schon erledigt die Drohne den Rest: “Das Flug­gerät absolviert die Auf­gabe auf vorgegebe­nen Bah­nen, die vorher über eine Soft­ware ein­pro­gram­miert wur­den. Eine fest mon­tierte Spiegel­re­flexkam­era nimmt dabei Fotos auf, die anschließend durch eine Soft­ware drei­di­men­sion­al aus­gew­ertet wer­den. Der Pilot muss dabei lediglich bei Bedarf ein­greifen”, erk­lärt Böse. “Teile unser­er Belegschaft schauen sich diese ‚Über­flieger-Inven­tur‘ sog­ar auch ein­mal per­sön­lich an, weil es so spek­takulär ist. Die Maß­nahme hat absoluten Vor­bild­charak­ter für die betriebliche Präven­tion in unserem Unternehmen, denn sie erhöht neben der Sicher­heit des Einzel­nen auch die Effizienz des Betriebsablaufs.” 

Einzi­gar­tiges Best-Prac­tice-Beispiel

Dass die Sicher­heit bei der Arbeit wichtiger Bestandteil der Unternehmen­skul­tur ist, bestätigt auch die zuständi­ge Präven­tions­fachkraft der BGHM Carsten Labusch: “Schon zuvor wurde die Sicher­heit der Beschäftigten durch ein soge­nan­ntes Beep­er-Keep­er-Warn­sys­tem erhöht, durch das die Beschäftigten mit­tels eines elek­tro­n­is­chen Sig­nal­ge­bers vor dem Her­an­na­hen eines Rad­laders oder Bag­gers gewarnt wer­den. Doch der Ein­satz ein­er Ver­mes­sungs­drohne in dieser Form dürfte wohl bun­desweit in der Holzw­erk­stoffind­us­trie einzi­gar­tig sein.” Auch in Zukun­ft möchte das Unternehmen die Sicher­heit im Betrieb mit inno­v­a­tiv­en Ideen weit­er voran­brin­gen. “Wir beab­sichti­gen den Werksverkehr kom­plett vom Per­so­n­en­verkehr zu tren­nen. Auch diese neue Maß­nahme dient unserem großen Ziel, dass jed­er abends so nach Hause gehen kann, wie er mor­gens zur Arbeit erschienen ist: Gesund und unversehrt”, so Marten Böse.

 

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