Vorsicht vor verstecktem Asbest! Sanierung gut vorbereiten
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Gebäuderenovierung

Vorsicht vor versteck­tem Asbest!

In Gebäuden ist oft Asbest versteckt vorhanden. Sanierungen sollten gut geplant und durchgeführt werden.
Die Belastung mit Asbest ist oft höher, als bisher angenommen. Foto: ©Chrispo - stock.adobe.com
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Bei schwach gebun­de­nen Asbest­pro­duk­ten, wie beispiels­weise Brand­schutz­plat­ten, gibt es eindeu­tige Vorschrif­ten und Verfah­ren für Sanie­rung und Entsor­gung. Schwie­ri­ger liegt der Fall bei inho­mo­gen im Gebäude verteil­ten Baupro­duk­ten mit gerin­gem Asbest­ge­halt wie Spach­tel­mas­sen, Flie­sen­kle­ber und Putz.

In bauche­mi­schen Produk­ten verbor­ge­nes Asbest wurde in der Vergan­gen­heit meist nicht gezielt unter­sucht. Die bisher ange­wen­de­ten Un­ter­su­chungs­me­tho­den stell­ten sich in letz­ter Zeit als unzu­rei­chend heraus. Mit ihnen wurden entspre­chend nied­rige Asbest-Konzentrationen meist nicht erkannt. Mit verbes­ser­ten Unter­su­chungs­me­tho­den lassen sich Asbest-Gehalte in Baustof­fen bis auf Gehalts­an­teile von 0,001 % fest­stel­len.

Bei abra­si­ven Arbei­ten (Schlei­fen, Bohren, Tren­nen) an Wänden, Decken oder Böden können trotz einem gerin­gen Gehalt in den Mate­ria­lien in ganz erheb­li­chem Umfang Asbest­fa­sern frei­ge­setzt werden. Messun­gen zeig­ten, dass dadurch insbe­son­dere die ausfüh­ren­den Hand­wer­ker betrof­fen sind, aber auch Asbest­fa­sern groß­flä­chig in den Räumen und Gebäu­den verbrei­tet werden.

Neue Anfor­de­run­gen an Schad­stoff­kat­as­ter

Aufgrund der neuen Erkennt­nisse ist klar: Die früher erstell­ten Schad­stoff­ka­tas­ter verlie­ren an Aussa­ge­kraft. Dies hängt nicht zuletzt damit zusam­men, dass Putze, Kleber und Spach­tel­mas­sen in den bishe­ri­gen Schad­stoff­kat­as­tern so nicht berück­sich­tigt wurden. Da derar­tige Mate­ria­lien oftmals nicht flächen­de­ckend, sondern teil­weise nur punk­tu­ell, z. B. als Reparatur- oder Ausgleichs­spach­te­lun­gen, einge­setzt wurden, ist für deren Iden­ti­fi­zie­rung sehr viel Erfah­rung und eine ange­passte Finde- und Unter­su­chungs­stra­te­gie erfor­der­lich.

Gebäu­de­sa­nie­run­gen

Wurde das Gebäude vor 1993 gebaut, soll­ten vor Beginn der Baumaß­nah­men die verbau­ten Mate­ria­lien durch einen Sach­ver­stän­di­gen syste­ma­tisch unter­sucht und bewer­tet werden. Durch die Kennt­nis und Auswer­tung von Verdachts­ma­te­ria­lien und Infor­ma­tio­nen zum Gebäude selbst kann die Zahl der Labor­pro­ben opti­miert werden. Werden asbest­hal­tige Kleber und Spach­tel­mas­sen gefun­den, gelten bei der Sanie­rung beson­dere Vorschrif­ten um die Frei­set­zung von Asbest­stäu­ben zu vermei­den.

Wich­tig ist hier, dass eine Person mit Sach­kunde nach TRGS 519 das Problem unter­sucht und daraus eine geeig­nete Sanie­rungs­tra­te­gie ablei­tet.

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