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Zusam­men­ar­beit der Profes­sio­nen

Basi-Umfrageergebnisse
Zusam­men­ar­beit der Profes­sio­nen

Foto: © snowing12 - stock.adobe.com
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Wenn es um Arbeits­schutz geht, wollen und müssen Akteure verschie­de­ner Profes­sio­nen immer häufi­ger zusam­men­ar­bei­ten. Oft steht dafür aller­dings zu wenig Zeit zur Verfü­gung. Diese und weitere quali­ta­tive Ergeb­nisse hat die Umfrage „Profes­sio­nen im Arbeits­schutz“ der Bundes­ar­beits­ge­mein­schaft für Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit (Basi) in Zusam­men­ar­beit mit der Bergi­schen Univer­si­tät Wupper­tal erge­ben.

Fast 90 Prozent der rund 150 Teil­neh­mer – also die große Mehr­heit – erle­ben posi­tive Syner­gi­ef­fekte durch Koope­ra­tio­nen. Zudem sind viele Teil­neh­mer der Meinung, dass Führungs­kräfte über alle Profes­sio­nen hinweg einen hohen Stel­len­wert im Arbeits­schutz einneh­men“, erklärt Profes­sor Rainer Wieland. Gemein­sam mit der Basi hat er die Umfrage konzi­piert.

Basi-Geschäftsführer Bruno Zwing­mann sieht die Notwen­dig­keit der Koope­ra­tion zwischen den Profes­sio­nen gerade vor dem Hinter­grund des tech­ni­schen Wandels, vor allem der digi­ta­len Trans­for­ma­tion, wach­sen: „Viele Fragen, die sich in diesem Zusam­men­hang stel­len, lassen sich gar nicht mehr einer Diszi­plin zuord­nen.“ Prof. Rainer Wieland ergänzt: „Inter­dis­zi­pli­na­ri­tät wird nicht nur in Wissen­schaft und Forschung die Option der Zukunft sein. Dies gilt nicht weni­ger für den Arbeits- und Gesund­heits­schutz – zumin­dest dann, wenn er erfolg­reich sein soll im Hinblick auf sein grund­le­gen­des Ziel: die Gesund­heit und Sicher­heit des Menschen zu gewähr­leis­ten.“

Welche Erfah­run­gen gibt es mit der Kommu­ni­ka­tion und Koope­ra­tion der (Fach-)Professionen und betrieb­li­chen Akteure, die für die Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit verant­wort­lich zeich­nen? So lautete eine wich­tige Frage an die Teil­neh­mer der Umfrage, die zum Groß­teil aus Fach­kräf­ten für Arbeits­si­cher­heit, Psycho­lo­gen und Betriebs­ärzte bestan­den. Ihre Erfah­rung zeigt, dass Zusam­men­ar­beit ausdrück­lich erwünscht ist, aller­dings oft aus mangeln­der zeit­li­cher Verfüg­bar­keit nicht zustande kommt. „In vielen Fällen liegt dies auch am mangeln­den Inter­esse der Arbeit­ge­ber und an dem hohen Orga­ni­sa­ti­ons­auf­wand“, stellt Prof. Rainer Wieland fest.

Dabei wird Arbeits­schutz durch die Koope­ra­tion verschie­de­ner Berei­che effek­ti­ver und die Kosten sinken – auch das ist ein Ergeb­nis der Umfrage. Vor diesem Hinter­grund wundert sich Basi-Geschäftsführer Bruno Zwing­mann nicht darüber, dass rund 40 Prozent der Befrag­ten dafür plädie­ren, schon während der Ausbil­dung Einblick in andere Profes­sio­nen zu bekom­men. „Die Verbin­dung der Profes­sio­nen unter­ein­an­der wird verein­facht, wenn man schon früh versteht, wie die ande­ren arbei­ten.“

Die Umfrage zeigt darüber hinaus, dass Arbeits­schutz­ex­per­ten über­wie­gend mit der jewei­li­gen Betriebs- (rund 85 Prozent) oder Unter­neh­mens­lei­tung (rund 75 Prozent) koope­rie­ren. „Eine direkte Zusam­men­ar­beit mit der Perso­nal­ab­tei­lung gaben nur 54 Prozent der Teil­neh­mer an. Vor dem Hinter­grund der wach­sen­den Bedeu­tung von demo­gra­fi­scher Entwick­lung und Inklu­sion wird Koope­ra­tion aller­dings immer wich­ti­ger werden“, betont Bruno Zwing­mann. Vor allem bei Gefähr­dungs­be­ur­tei­lun­gen, Arbeits­platz­be­ge­hun­gen (rund 32 Prozent), Arbeits­platz­ge­stal­tun­gen (rund 22 Prozent) und Schu­lun­gen sowie Unter­wei­sun­gen (rund 15 Prozent) profi­tie­ren Akteure im Arbeits­schutz offen­bar beson­ders von der Zusam­men­ar­beit der Profes­sio­nen.

www.basi.de

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