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Achtung Wildwechsel: Falsche Sicherheit durch Reflektoren und Co.

ACE Auto Club Europa warnt vor Unfällen
Wildwechsel: Falsche Sicherheit durch Reflektoren und Co.

Wildtiere sind im Herbst besonders aktiv und schrecken auch nicht vor vielbefahrenen Straßen zurück. Foto: lassedesignen - stock.adobe.com

Im Herb­st kommt es ver­mehrt zu Wildun­fällen. Der Grund: Wildtiere sind jet­zt beson­ders aktiv und machen bei ihrer Fut­ter­suche – zumeist im Schutz der Dunkel­heit – selb­st vor viel­be­fahre­nen Straßen nicht halt. Auch Wild­warn­re­flek­toren oder am Straßen­rand baumel­nde CDs erziel­ten nicht die angenommene abschreck­ende Wirkung, warnt der ACE Auto Club Europa. Er rät deshalb allen Verkehrsteil­nehmenden ein­dringlich dazu, Warn­schilder und Hin­weise auf Wildtiere zu beacht­en, anstatt auf der­ar­tige Maß­nah­men zu vertrauen.

An kreativ­en Maß­nah­men, um Rehe, Hirsche, Wild­schweine & Co. von Straßen fernzuhal­ten, man­gelt es nicht: CDs und Plas­tik­flaschen wer­den in Bäume gehängt, Stämme mit Stan­niol­pa­pi­er und Leitp­fos­ten mit Reflek­toren verse­hen. Dahin­ter steckt die Absicht, bei Dunkel­heit das Schein­wer­fer­licht vor­beifahren­der Fahrzeuge in Rich­tung des Wilds zu reflek­tieren und es so von der Straße abzuhal­ten. Lei­der ver­fehlen die Reflek­tio­nen ihren Zweck: Stu­di­en leg­en nahe, dass Wild­warn­re­flek­toren die Zahl der Wildun­fälle nicht ver­ringern kön­nen. Der ACE rät, diese lediglich als zusät­zliche War­nung vor Wild­wech­sel zu ver­ste­hen, sich aber keines­falls auf deren Schutz­funk­tion zu verlassen.

Ger­ade in Waldge­bi­eten und am Rande von Wiesen und Feldern ist Acht­samkeit geboten. Häu­fig ver­weisen hier Schilder auf möglichen Wild­wech­sel. Diskretere Hin­weise sind jedoch eben­falls zu beacht­en: Sicht­bare Hochsitze sowie besagte reflek­tierende Wild­warn­er sind Anze­ichen dafür, dass das Gebi­et ver­mehrt von Wildtieren besiedelt ist, die jed­erzeit die Fahrbahn über­queren können.

Warnschilder und indirekte Hinweise wahrnehmen

Der ACE rät ein­dringlich dazu, für all diese Fak­toren gle­icher­maßen empfänglich zu sein und Warnsignale nicht auf die leichte Schul­ter zu nehmen. Ger­ade bei eigeschränk­ter Sicht und in der Däm­merung sollte die Geschwindigkeit ohne schar­fes Abbrem­sen reduziert und beson­ders acht­sam – den Fahrbah­n­rand wie den Nach­fol­gev­erkehr immer im Blick – gefahren wer­den. Es gilt, die Notwendigkeit ein­er plöt­zlichen Voll­brem­sung bewusst einzukalkulieren.  Auch Zäune am Straßen­rand sind kein Garant dafür, dass sich nicht doch mal ein Tier auf die Fahrbahn verir­rt: Mit undicht­en oder ungeeigneten Wild­schutz­zäunen muss gerech­net werden.

Wild auf der Straße: So verhält man sich richtig

Sobald am Straßen­rand oder in Fahrbahn­nähe Tiere zu erken­nen sind, sollte die Geschwindigkeit möglichst ohne schar­fes Abbrem­sen reduziert wer­den. Wird ein Wildti­er im Licht der Schein­wer­fer sicht­bar: Sofort das Fern­licht auss­chal­ten – die Tiere bleiben son­st im Lichtkegel ste­hen. Abblenden und kurzes Hupen führen in der Regel dazu, dass die Tiere weglaufen. Bei plöt­zlich auf­tauchen­dem Wild hil­ft nur: Lenkrad fes­thal­ten, keine Auswe­ich­manöver riskieren und stark abbrem­sen. Achtung: Es muss immer mit mehreren Tieren aus einem Rudel und auch mit Nachzü­glern gerech­net werden.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zum richti­gen Ver­hal­ten bei Wildun­fällen find­en Sie hier.

www.ace.de

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