70 Prozent der Baustellen weisen Sicherheitsmängel auf
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Überwachungsaktion der NRW-Arbeitsschutzverwaltung

Bei 70 Prozent der Baustel­len Sicher­heits­män­gel entdeckt

Baustelle
Baustellen mit hoher Absturzgefährdung standen im Fokus der ersten Schwerpunktaktion 2018. Foto: Jürgen Fälchle_stock.adobe.com
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Bei einer Schwer­punkt­ak­tion zur Baustellen‐Sicherheit regis­trierte die Arbeits­schutz­ver­wal­tung in Nordrhein‐Westfalen zahl­rei­che Verstöße. Der Fokus der Aktion lag auf Baustel­len mit hoher Absturz­ge­fähr­dung – zum Beispiel im Hoch­bau oder bei der Dach‐ und Fassa­den­sa­nie­rung. Hier kommt es sehr häufig zu schwe­ren oder sogar tödli­chen Unfäl­len.

Die Arbeits­schutz­ver­wal­tung in Nordrhein‐Westfalen (ASV NRW) über­prüfte im Zuge der Über­wa­chungs­ak­tion „Bauen und Sanie­ren – aber sicher!“ inner­halb von sechs Wochen mehr als 400 Baustel­len und stellte dabei teils ekla­tante Mängel fest: Knapp 70 Prozent der Gerüste auf den besich­tig­ten Baustel­len wiesen Mängel auf. In knapp zwei Drit­teln der Fälle war der Seiten­schutz unvoll­stän­dig oder fehlte sogar ganz. In der Hälfte der Fälle war der Wand­ab­stand zu groß und ein Drit­tel der Gerüste war nicht rich­tig veran­kert.

Schwere Mängel an Gerüs­ten

Auch Auffang­ein­rich­tun­gen wie zum Beispiel Netze bei Dach­ar­bei­ten waren häufig mangel­haft (auf 17 Prozent der Baustel­len). Die Arbeits­schüt­zer sperr­ten daher die Gerüste entwe­der ganz oder in den betrof­fe­nen Teil­be­rei­chen und veran­lass­ten eine umge­hende Besei­ti­gung der Mängel.

Gefahr­stel­len im Gebäude

Eine sehr hohe Absturz­ge­fahr besteht jedoch nicht nur bei Arbei­ten auf einem Gerüst, sondern auch an oder in einem Gebäude. So wurde in 80 Prozent der Fälle eine mangel­hafte Absturz­si­che­rung in diesem Bereich fest­ge­stellt. Konkret waren jeweils bei einem Drit­tel der Baustel­len die Trep­pen, Wand­öff­nun­gen, Boden­öff­nun­gen oder die oberen Etagen (Decken) eines Rohbaus unzu­rei­chend abge­si­chert.

Unge­si­cherte Verkehrs­wege

Die soge­nann­ten Verkehrs­wege etwa über Baugru­ben oder Über­gänge zwischen Gebäu­de­tei­len waren in 40 Prozent der Fälle zu bean­stan­den. Auch hier war die erste Maßnahme der Arbeits­schüt­zer die Sper­rung der betrof­fe­nen Arbeits­be­rei­che.

In 16 Prozent der Fälle waren die Mängel so ekla­tant, dass sie ein Bußgeld nach sich ziehen werden. In Einzel­fäl­len wurden auch Verstöße gegen das Schwarz­ar­beits­be­kämp­fungs­ge­setz fest­ge­stellt.

www.mags-nrw.de

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