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Praxiskongress Recht am 10. Dezember 2019

Alter(n)sgerechte Arbeit – Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung und Praxis­bei­spiele

Foto: zolnierek, fotolia.com
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Katrin Zitt­lau, Sicher­heits­in­ge­nieu­rin, Arbeits­psy­cho­lo­gin und Leite­rin des VDSI-Fachbereichs Demo­gra­fie und Beschäf­ti­gungs­fä­hig­keit, refe­riert am 10. Dezem­ber 2019 in Heidel­berg beim „2. Praxis­kon­gress Recht“ über das Thema „Alter(n)sgerechte Arbeit – Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung und Praxis­bei­spiele“:

Beschäf­tigte werden in ihrer Leis­tungs­fä­hig­keit durch ihr Alter beein­flusst. So nehmen insbe­son­dere die physi­sche Stärke sowie die Sehkraft und Hörfä­hig­keit mit dem Alter stetig ab. In der moder­nen Arbeits­welt kommt es aber vor allem auf die kogni­ti­ven Fähig­kei­ten an. Diese können bei älte­ren und jünge­ren Perso­nen gleich stark ausge­prägt sein. Voraus­set­zung ist, dass die Stär­ken ziel­füh­rend genutzt und Stra­te­gien zum Ausgleich von Schwä­chen ange­wandt werden.

So liegt die Stärke älte­rer Beschäf­tig­ter insbe­son­dere

  • im fakti­schen und proze­du­ra­len Wissen sowie im Über­blick bei komple­xen Problem­stel­lun­gen,
  • in Weis­heit, Erfah­rung und Risi­ko­ein­schät­zung,
  • in Sorg­falt und Urteils­fä­hig­keit sowie
  • in der Kommu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit.

Nach §§ 5 und 6 des Arbeits­schutz­ge­set­zes (ArbSchG) sowie § 3 DGUV Vorschrift 1 „Grund­sätze der Präven­tion“ muss der Arbeit­ge­ber eine Beur­tei­lung der Arbeits­be­din­gun­gen (Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung) durch­füh­ren. Dies wird beispiels­weise auch in der Betriebs­si­cher­heits­ver­ord­nung (Betr­SichV) gefor­dert. Nach § 3 Betr­SichV soll die Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung auch die alters- und alterns­ge­rechte Gestal­tung der Arbeits­mit­tel berück­sich­ti­gen. Damit wird sicher­ge­stellt, dass sowohl ältere als auch jüngere Mitar­bei­ter Arbeits­be­din­gun­gen vorfin­den, die ihren beson­de­ren Stär­ken gerecht werden. In ihrem Vortrag geht Katrin Zitt­lau insbe­son­dere auf die Durch­füh­rung der Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung ein. Außer­dem zeigt sie anhand von Praxis­bei­spie­len, welche alter(n)sgerechte Maßnah­men in Unter­neh­men bereits ange­wen­det werden. Hierzu gehö­ren beispiels­weise die indi­vi­du­elle Gestal­tung von Arbeits­um­ge­bungs­be­din­gun­gen (zum Beispiel Beleuch­tung, Lärm), arbeits­or­ga­ni­sa­to­ri­sche Maßnah­men (zum Beispiel Kurz­pau­sen) sowie der Einsatz spezi­el­ler Hilfs­mit­tel (zum Beispiel Exoske­lette).

 

Foto: privat

 

 

 

 

Katrin Zitt­lau, Sicher­heits­in­ge­nieu­rin, Arbeits­psy­cho­lo­gin und Leite­rin des VDSI-Fachbereichs Demo­gra­fie und Beschäf­ti­gungs­fä­hig­keit

 

 

Der  „Praxis­kon­gress Recht“ wird von den Fach­zeit­schrif­ten „Sicher­heits­in­ge­nieur“ und „Sicher­heits­be­auf­trag­ter“ in Zusam­men­ar­beit mit der Si-Akademie orga­ni­siert.

Weitere Infor­ma­tio­nen und das Online-Anmeldeformular finden Sie hier.

 

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