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Am Arbeitsplatz vorsorgen

Stolpern, stürzen, rutschen
Am Arbeitsplatz vorsorgen

Bodenöffnungen durchtrittsicher und unverschiebbar abdecken. Größere Öffnungen mit dreiteiligem Seitenschutz sichern. Auch loses Material beiseite räumen und geordnet lagern. Foto: BG Bau
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Über 20 Prozent aller Arbeit­sun­fälle im Baugewerbe sind Stolper‑, Rutsch- und Sturzun­fälle. Rutschige Böden, liegen­ge­lassene Werkzeuge, Kabel, Eimer, bauliche Män­gel oder ungeeignete Schuhe kön­nen die Ursachen sein. Regelmäßige Sicher­heits-Checks der Baustel­len­wege und Arbeit­splätze sind ange­bracht, aber auch jed­er Einzelne kann durch Umsicht und Ord­nung dazu beitra­gen, Unfälle zu ver­mei­den, so die Beruf­sgenossen­schaft der Bauwirtschaft (BG BAU).

Aus­rutschen und stolpern, was harm­los klingt, kann böse Fol­gen haben: Bän­der­risse, Knochen­brüche, Zer­run­gen oder Ver­stauchun­gen. Mehr als 23.500 Arbeit­sun­fälle gescha­hen in der Bauwirtschaft und im Gebäud­ere­iniger-Handw­erk im Jahr 2012 durch Stolpern, Rutschen und durch Stürze aus bis zu einem Meter Höhe. Im Schnitt sind das 100 Unfälle an jedem Arbeit­stag. Kosten in Höhe von fast 36 Mil­lio­nen Euro für Heil­be­hand­lun­gen, Reha­bil­i­ta­tio­nen und Renten zahlte die BG BAU im Jahr 2012 an Betrof­fene von Stolper‑, Rutsch- und Sturzun­fällen. Das waren über 18 Prozent der gesamten Aufwen­dun­gen für alle Arbeitsunfälle.

Viele Unfälle ereignen sich beim Trep­pen­steigen: Wer über Trep­pen Mate­r­i­al oder Werkzeug trans­portiert, sollte auf einen freien Blick über die Stufen acht­en. Wichtig sind zudem trock­en­er Grund, freie Verkehr­swege und vorgeschriebene Gelän­der an Podesten und Gerüsten. Sprünge von höher gele­ge­nen Arbeit­splätzen soll­ten ver­mieden wer­den: Nach einem Sprung aus einem Meter Höhe wirkt das Sechs­fache des Kör­pergewicht­es auf die Gelenke, dabei kommt es leicht zu einem Fersen­bein­bruch. Aber auch Hast und Eile, man­gel­nde Aufmerk­samkeit und ungeeignetes Schuh­w­erk führen häu­fig zu Unfällen.
Nicht zu unter­schätzen sind die Lichtver­hält­nisse, etwa von Verkehr­swe­gen und Trep­pen. Wenn das Tages­licht mor­gens an stark bewölk­ten Tagen oder in der abendlichen Däm­merung nicht aus­re­icht, ist es wichtig, frühzeit­ig kün­stliche Beleuch­tung einzuschal­ten. In der dun­kleren Jahreszeit ist den ganzen Tag für aus­re­ichende Beleuch­tung zu sorgen.
Die häu­fig­sten Stolper­fall­en entste­hen durch unebene Böden, Schläuche, Kabel und herum­liegende Gegen­stände wie Ver­pack­un­gen oder Werkzeuge. Für unver­mei­dliche Kabel und Leitun­gen gibt es abgeschrägte Kabel­brück­en. Nicht mehr benötigtes Werkzeug oder Mate­r­i­al sollte gle­ich an dafür vorge­se­hene Plätze geräumt und nicht auf dem Boden liegen gelassen wer­den. Zudem sind Baustel­len­wege freizuhal­ten und nicht durch Bau­ma­te­r­i­al oder Bauschutt zu versper­ren. Beste­ht die Gefahr, dass Beschäftigte in Hohlräume, Auss­chachtun­gen oder Bau­gruben fall­en kön­nten, müssen beispiel­sweise Absper­run­gen, Abdeck­un­gen, Schutzdäch­er oder Fangnet­ze her.
Eine andere häu­fige Unfal­lur­sache sind rutschige Böden. Aus­ge­laufenes Öl, Fett oder Wass­er sollte daher schnell­st­möglich beseit­igt wer­den. Im Win­ter sind die Verkehr­swege bei Eis, Rau­reif oder starkem Regen etwa durch Streumit­tel zu sich­ern, um sich gegen Rutschge­fahren zu wapp­nen. Fra­gen zum The­ma kön­nen an die kosten­lose Präven­tion­shot­line der BG BAU gerichtet wer­den, Tele­fon: 0800 80 20 100.
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