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Herausforderung autonome Systeme für den Arbeitsschutz

Autonome Systeme
Herausforderung für den Arbeitsschutz

Foto: © Alexander Limbach - stock.adobe.com
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Soft­ware-physis­che, kün­stlich-intel­li­gente Sys­teme und autonome Maschi­nen sind mit­tler­weile mehr als bloße Schlag­worte oder Visio­nen ein­er fer­nen Zukun­ft. Immer mehr Anwen­dungsszenar­ien wer­den für die unter­schiedlichen Lebens­bere­iche zunehmend greif­bar — auch und ger­ade in der indus­triellen Pro­duk­tion. Die Pro­duk­t­sicher­heit und den Arbeitss­chutz stellt der Ein­satz von Kün­stlich­er Intel­li­genz (KI) in physis­chen Sys­te­men, zum Beispiel selb­st­fahrende Indus­trieplat­tfor­men, vor beson­dere Her­aus­forderun­gen. Dies gilt ins­beson­dere im Hin­blick auf die mit ihrem Ein­satz ver­bun­de­nen rechtlichen Fragen.

In dem Pro­jekt “Rechtliche Rah­menbe­din­gun­gen für die Bere­it­stel­lung autonomer und KI-Sys­teme” hat die Bun­de­sanstalt für Arbeitss­chutz und Arbeitsmedi­zin (BAuA) her­ausar­beit­en lassen, ob und inwieweit der Ein­satz dieser neuen Tech­nolo­gien Änderun­gen am beste­hen­den Recht­srah­men erforder­lich macht. Hier­bei ste­hen das Pro­duk­t­sicher­heits- und Betrieb­ssicher­heit­srecht im Mittelpunkt.

Dreh- und Angelpunkt der Über­legun­gen ist der Begriff des “Pro­duk­ts”. Nach dem Pro­duk­t­sicher­heits­ge­setz erfol­gt eine Beurteilung der von einem Pro­dukt, etwa ein­er Mas­chine, aus­ge­hen­den Risiken im Zeitraum vor sein­er Inbe­trieb­nahme. Ler­nende Sys­teme — also solche, die sich im Betrieb auf Basis neuer Dat­en verän­dern — müssen weit­erge­hende Anforderun­gen erfüllen. Durch die Verän­derun­gen entste­ht rechtlich gese­hen ein neues Produkt.

Zudem ergeben sich aus der Ver­wen­dung datengetrieben­er Algo­rith­men, auch weit­ere Beson­der­heit­en gegenüber herkömm­lich­er Soft­ware. Diese betr­e­f­fen unter anderem die für die Betrieb­ssicher­heit zen­tralen Aspek­te der Gefährdungs­beurteilung, wie Ver­net­zung, Kon­trol­lier­barkeit, Wider­stand­fähigkeit oder Transparenz.

Ein zen­trales Ergeb­nis der Studie ist die Entwick­lung eines Kat­e­gorien­sys­tems (Tax­onomie), mit dem sicher­heit­srel­e­vante Fak­toren in soft­ware-physis­chen (KI-) Sys­te­men bew­ert­bar gemacht und über­sichtlich dargestellt wer­den. Die Grund­lage hier­für bilden umfan­gre­iche Experten­be­fra­gun­gen und ergänzende Auswer­tun­gen der ver­füg­baren Literatur.

Rechtsrahmen weiterentwickeln

Auf dieser Basis wer­den unter­schiedliche Vorschläge zur Weit­er­en­twick­lung des Pro­duk­t­sicher­heit­srechts gemacht. So kann durch die Ein­führung rechtlich­er Kon­struk­te wie der “bes­tim­mungs­gemäßen Verän­der­barkeit” oder der “Wan­del­barkeit” der Pro­duk­t­be­griff so angepasst und erweit­ert wer­den, dass er den spez­i­fis­chen Eigen­schaften von soft­ware-physis­chen (KI-) Sys­te­men gerecht wird.

Als Kon­se­quenz hier­aus ist ein angepasstes “Pro­duk­t­be­gleitungskonzept” notwendig, mit dem Her­steller zur Gewährleis­tung der Pro­duk­t­sicher­heit über den gesamten Pro­duk­tleben­szyk­lus verpflichtet wer­den könnten.

Den baua: Bericht “Rechtliche Rah­menbe­din­gun­gen für die Bere­it­stel­lung autonomer und KI-Sys­teme” gibt es im PDF-For­mat zum Herun­ter­laden im Inter­ne­tange­bot der BAuA unter www.baua.de/dok/8859246

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