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Digitale Lernprogramme und anderer elektronischer Medien reichen nicht aus

Beschäf­tigte persön­lich unter­wei­sen

Bei Unterweiungen ist der persönliche kontakt unverzichtbar. Foto: © industrieblick - stock.adobe.com
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Um Beschäf­tig­ten zu vermit­teln, worauf es für das sichere und gesunde Arbei­ten im jewei­li­gen Job ankommt, können digi­tale Lern­pro­gramme und andere elek­tro­ni­sche Medien hilf­reich sein. Trotz­dem bleibt der persön­li­che Austausch bei der gesetz­lich vorge­schrie­be­nen Unter­wei­sung auch im digi­ta­len Zeit­al­ter grund­sätz­lich unver­zicht­bar – betont die Berufs­ge­nos­sen­schaft für Gesund­heits­dienst und Wohl­fahrts­pflege (BGW).

Medien allein reichen nicht

Digi­tale Medi­en­an­ge­bote haben auch bei Arbeits­schutz­the­men Hoch­kon­junk­tur. „Sie können dort eini­ges zur Wissens­ver­mitt­lung und ‑prüfung beitra­gen und darüber hinaus moti­vie­rend wirken“, erklärt Bernd Fischer, Präven­ti­ons­ex­perte der BGW.

Auch bei der Unter­wei­sung lassen sich digi­tale Elemente mit einset­zen“, so Fischer. Aber in der Regel behan­deln Videos, Lern­pro­gramme und andere elek­tro­ni­sche Medien die jewei­li­gen Themen unab­hän­gig von der indi­vi­du­el­len Situa­tion im einzel­nen Betrieb. „Deshalb reichen sie als allei­nige Mittel für die Unter­wei­sung nicht aus“, erläu­tert der Experte.

Persön­li­cher Austausch unver­zicht­bar

Nach dem Arbeits­schutz­ge­setz muss die Unter­wei­sung eigens auf den konkre­ten Arbeits­platz oder Aufga­ben­be­reich zuge­schnit­tene Anwei­sun­gen und Erläu­te­run­gen umfas­sen. Das können digi­tale Ange­bote kaum leis­ten.

Die Unter­wei­sung lebt vom persön­li­chen Austausch, wie Fischer betont: „Dort kann man Dinge vor Ort zeigen und gege­be­nen­falls gemein­sam auspro­bie­ren, auf Beson­der­hei­ten hinwei­sen und Fragen der Beschäf­tig­ten klären.“ Für manche Themen ist die Pflicht zur münd­li­chen Unter­wei­sung sogar in Verord­nun­gen fest­ge­schrie­ben. Das betrifft beispiels­weise den Umgang mit biolo­gi­schen Arbeits­stof­fen und mit Gefahr­stof­fen.

Nach der Unter­wei­sung muss der Arbeit­ge­ber oder die Arbeit­ge­be­rin darauf achten, dass die Anwei­sun­gen tatsäch­lich verstan­den wurden und umge­setzt werden. Auch das lässt sich nicht online erle­di­gen.

Weitere Infos

Das Themen­spek­trum für Unter­wei­sun­gen ist so breit wie das Spek­trum der verschie­de­nen Aufga­ben in der Arbeits­welt. Eine erste Unter­wei­sung muss grund­sätz­lich immer dann statt­fin­den, wenn etwas neu ist: Das kann beispiels­weise eine Tätig­keit, ein einge­setz­tes Gerät oder ein Arbeits­ab­lauf sein. Zu den weite­ren Anläs­sen gehö­ren Unfälle oder Beina­he­un­fälle. Außer­dem müssen Unter­wei­sun­gen regel­mä­ßig wieder­holt werden.

Nach der DGUV Vorschrift 1 sind die Beschäf­tig­ten mindes­tens einmal jähr­lich zu unter­wei­sen, Jugend­li­che nach dem Jugend­ar­beits­schutz­ge­setz sogar mindes­tens halb­jähr­lich. Dabei können verschie­dene Metho­den kombi­niert und zum Teil abge­wech­selt werden. Eben­falls wich­tig: Die Unter­wei­sun­gen müssen im Betrieb doku­men­tiert werden.

Zur Unter­stüt­zung ihrer Mitglieds­un­ter­neh­men hält die BGW beispiels­weise den Leit­fa­den „Unter­wei­sen im Betrieb“ bereit.

www.bgw-online.de

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