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Corona-Pandemie: Desinfektion mit UV‑C Strahlung

BfR: Schutz des Menschen vor Strahlung entscheidend
Corona-Pandemie: Desinfektion mit UV‑C Strahlung

UV-C Strahlung, Desinfektion, Corona
Derzeit wird diskutiert, ob kurzwelligere UV-C-Strahlung (FAR-UVC) die gesundheitlichen Risiken der Strahlung verringert. Foto: © hunterpic2013 - stock.adobe.com
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Zur Desin­fek­tion von Luft, Wass­er und Ober­flächen oder Lebens­mit­teln wird UV-C-Strahlung schon länger einge­set­zt – derzeit auch zur Bekämp­fung des Coro­na-Virus. Disku­tiert wir aktuell, ob kurzwelligere UV-C-Strahlung im Bere­ich um 222 Nanome­ter (FAR-UVC) die gesund­heitlichen Risiken ver­ringern kön­nte. Das Bun­de­samt für Strahlen­schutz (BfS) rät zu Vorsicht.

Da UV-Strahlung Haut und Augen schädi­gen kann und nachgewiesen­er­maßen kreb­ser­re­gend ist, soll­ten UV-C-Desin­fek­tion­s­geräte grund­sät­zlich nur so ange­wandt wer­den, dass keine Men­schen der Strahlung aus­ge­set­zt sind, erk­lärt das Bun­de­samt für Strahlen­schutz (BfS). Dies gelte auch für Geräte, die kurzwelliges UV‑C, auch „FAR-UVC” genan­nt, abgeben.

Aktuelle Diskussionen zu kurzwelliger UV-C-Strahlung 

Auf­grund aktueller wis­senschaftlich­er Veröf­fentlichun­gen wird derzeit disku­tiert, ob Desin­fek­tion­s­geräte, die kurzwellige UV-C-Strahlung im Bere­ich um 222 Nanome­ter abgeben, weniger Risiken mit sich brin­gen als die derzeit auf dem Markt befind­lichen Geräte mit Wellen­län­gen um 254 Nanome­ter. Begrün­det wird dies mit der gerin­geren Ein­dringtiefe der 222-Nanome­ter-Wellen­län­gen in Auge und Haut.

Das BfR macht jedoch klar: Die wis­senschaftliche Bew­er­tung über mögliche gesund­heitliche Kon­se­quen­zen ste­ht hier allerd­ings noch am Anfang.

BfR-Präsi­dentin Inge Pauli­ni: „Die vor­liegen­den Forschungsergeb­nisse lassen derzeit noch keine belast­bare Ein­schätzung zu, inwiefern kurzwelligere UV-C-Strahlung ein gerin­geres Risiko darstellt. Auch ist unklar, ob die auf dem Markt befind­lichen Geräte tat­säch­lich auss­chließlich der­art kurzwelligere UV-C-Strahlung um 222 Nanome­ter Wellen­länge nutzen.”

UV-C-Strahlung

Die natür­liche Quelle von UV-C-Strahlung ist die Sonne. UV-C-Strahlung wird von der Erdat­mo­sphäre voll­ständig aus­ge­filtert, sodass natür­liche UV-C-Strahlung die Erdober­fläche nicht erreicht.

Zur Desin­fek­tion von Luft, Wass­er und Ober­flächen sowie zur Desin­fek­tion von Lebens­mit­teln wird UV-C-Strahlung schon seit län­gerem einge­set­zt. Üblicher­weise kommt diese Form der Desin­fek­tion dann zum Ein­satz, wenn sich keine Per­so­n­en im Raum aufhal­ten oder die Quelle so ver­baut ist, dass anwe­sende Per­so­n­en kein­er Strahlung aus­ge­set­zt sind. Diese Anwen­dungs­fälle sind aus Sicht des Strahlen­schutzes unproblematisch.

Kein Einsatz von UV‑C am Körper

Pauli­ni ver­wies jedoch darauf, dass UV-C-Strahlung keines­falls zur Desin­fek­tion am Kör­p­er einge­set­zt wer­den sollte. Bei der Desin­fek­tion von Luft und Ober­flächen gelte: “Wenn auf den Ein­satz von UV-C-Geräten nicht verzichtet wer­den kann, sollte unbe­d­ingt darauf geachtet wer­den, dass Haut und Augen vor Strahlung geschützt sind.”

Empfehlungen

Das BfS rät Käufern eines UV-C-Desin­fek­tion­s­geräts, die Her­stellerangaben zu beacht­en. Diese soll­ten möglichst voll­ständig und konkret sein. Dazu gehören beispiel­sweise Angaben über die Wirk­samkeit, also wie lange und aus welchem Abstand bestrahlt wer­den muss, um aktive Mikroor­gan­is­men tat­säch­lich zu reduzieren. Auch soll­ten Infor­ma­tio­nen zu den Wellen­län­gen und zur Bestrahlungsstärke der abgegebe­nen UV-Strahlung vorhan­den sein. Ver­sprechen zur Wirk­samkeit soll­ten vom Her­steller darüber hin­aus nachvol­lziehbar belegt werden.

www.bfs.de

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