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VDI Corona-FAQ

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Corona-Virus
Das Corona-FAQ

Foto: © MH - stock.adobe.com
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Der Vere­in Deutsch­er Inge­nieure e.V. (VDI) hat am 21. Okto­ber 2020 ein umfan­gre­ich­es Coro­na-FAQ veröf­fentlicht. Dieses wurde von unserem Autor Dipl.-Phys. Thomas Woll­stein (VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäude­tech­nik) aus Sicher­heitsin­ge­nieur 9/2020 (Raum­luft­tech­nik: Kli­maan­la­gen“- Fluch oder Segen in Zeit­en von Coro­na?) erstellt. Wir stellen Ihnen die Fra­gen und Antworten mit Genehmi­gung des VDI hier zu Verfügung.

Inhaltsverzeichnis


Wege der Infektion

  1. Wie bekomme ich Corona?

Nach gegen­wär­tigem Wis­sens­stand sind i.W. drei Infek­tion­swege relevant:

a) Kon­tak­t­in­fek­tion über kon­t­a­minierte Flächen
Die Infek­tion erfol­gt bspw. durch Berühren von Mund, Nase oder Augen nach Berühren der der kon­t­a­minierten Fläche. Beispiele: Tür­griffe, Lichtschal­ter, Hän­de­schüt­teln Schutz: häu­figes Hän­de­waschen, Händ­edesin­fek­tion, Handschuhe

b) „Bal­lis­tis­che“ Infek­tion über große Tröpfchen
Die Infek­tion geschieht durch Spe­ichel- oder Schleimtröpfchen von mehr als 100 μm [a] Durchmess­er. Diese fliegen „bal­lis­tisch“, d. h. wie kleine Geschosse durch die Luft und infizieren über Mund, Nase, Augen oder indi­rekt über Kon­tak­t­in­fek­tion. Tröpfchen dieser Größe fall­en in 1–2 m Abstand vom Absender auf den Boden.
Beispiel: Hus­ten, Niesen, feuchte Aussprache
Schutz: Mund-Nasen­schutz (MNS), bei geringem Abstand zusät­zlich Schutzbrille oder Gesichtss­child, Abstand

c) Aerosolin­fek­tion über feine Tröpfchen
Die Infek­tion geschieht eben­falls über Spe­ichel- oder Schleimtröpfchen, deren Durchmess­er jedoch klein­er als 100 μm ist. Abhängig von der Tröpfchen­größe kön­nen diese Tröpfchen länger in der Luft bleiben, teil­weise bis zu mehreren Stunden.


  1. Wie wichtig ist welcher Infektionsweg?

Die Wis­senschaft ist sich hier noch (?) nicht einig. Die WHO bew­erte bal­lis­tis­che und Kon­tak­t­in­fek­tion als dom­i­nant, jedoch mehren sich in let­zter Zeit Stim­men, die die Wichtigkeit, wenn nicht gar Dom­i­nanz des Aerosol­wegs beto­nen. Für alle drei Wege liegen nachgewiesene Infek­tio­nen vor. Gegen Kon­takt- und bal­lis­tis­che Infek­tion kann man sich rel­a­tiv gut durch Vor­sicht bzw. MNS und Abstand schützen.

Das Virus lagert sich nach gegen­wär­tigem Ken­nt­nis­stand an die soge­nan­nten ACE2-Rezep­toren des Men­schen an. Diese Rezep­toren kom­men beim Men­schen ver­mut­lich in fast allen Orga­nen und im Blut vor, in beson­ders großer Dichte aber wohl in der Nase, in der Mundhöhle.

Daher ist es wichtig, Mund-Nasen-Bedeck­un­gen über Mund und Nase zu tra­gen. Da auch in den Augen ACE2-Rezep­toren vorhan­den sind, sind bei ver­ringertem Abstand (z. B. bei ärztlichen Unter­suchun­gen) Schutzbrillen und Gesichtss­childe ergänzend zu Masken erforderlich.


  1. Sind alle Infizierten gleichermaßen ansteckend für andere?

Keineswegs. Manche Men­schen set­zen beim Sprechen das Zehn­fache [b] der Aerosol­menge frei, die andere freiset­zen. Zudem hängt die Ansteck­ungs­ge­fahr bei ein­er gegebe­nen Per­son vom Zeit­punkt der Ansteck­ung dieser Per­son ab. Es ist bekan­nt, dass die Ansteck­ungs­ge­fahr wenige Tage vor dem und beim Auftreten der ersten, zumeist noch schwachen Symp­tome am größten ist [c]. Zu dem Zeit­punkt, da die meis­ten Infizierten so beein­trächtigt sind, dass sie sich zum Arzt oder in ein Kranken­haus begeben, sind viele nicht mehr infek­tiös. Men­schen set­zen Viren auch nicht gle­ich­mäßig frei, son­dern spo­radisch [d].


  1. Wovon hängt es ab, wieviel infektiöses Aerosol Menschen ausstoßen?

Abge­se­hen von indi­vidu­ellen Unter­schieden hängt der Ausstoß v. a. von der Aktiv­ität ab: Der Ausstoß nimmt zu von

  • Atmen in Ruhe
  • Sprechen (je lauter, desto mehr)
  • Sin­gen (je lauter, desto mehr)
  • kör­per­liche Anstren­gung mit ver­stärk­tem Atmen

  1. Sollte man bei Lichtschaltern, Türgriffen und anderen Kontaktflächen vorsichtig sein?

Defin­i­tiv! Wiewohl nach Mei­n­ung viel­er Wis­senschaftlich­er die Über­tra­gung über luft­ge­tra­gene Aerosole am größten ist, spielt Kon­tak­t­in­fek­tion eine Rolle. Mit poten­ziell verun­reinigten Hän­den soll­ten Sie daher v.a. nicht Mund, Nase oder Augen berühren, da genau dort die Rezep­toren vorhan­den sind, an denen das Virus „andockt“ (siehe Frage 2).


Aerosole und ihr Verhalten

  1. Wie groß sind die Viren und die Aerosoltröpfchen?

Das SARS-CoV-2-Virus selb­st ist mit einem Durchmess­er von 120 nm (oder 0,12 μm) sehr klein. Das Virus ist nicht „nackt“ unter­wegs. Die Aerosoltröpfchen, in denen es trans­portiert wird, sind jedoch größer, aber immer noch klein genug, um lange in der Luft zu bleiben. Die Tröpfchen­größe ist wichtig, um abschätzen zu kön­nen, welche Fil­ter- und Masken­ma­te­ri­alien schützen kön­nen. Sie entschei­det eben­falls, wie schnell Tröpfchen auf den Boden fall­en oder wie lange sie in der Luft bleiben, und tief Tröpfchen in die Atemwege eindringen.

Die Zusam­menset­zung ist indessen wichtig, da durch das Ver­dun­sten des Wassers kleinere Tröpfchen entste­hen, die länger in der Luft bleiben und feinere Fil­ter durch­drin­gen kön­nen. Dadurch bleiben sie länger in der Schwebe. Masken sind am wenig­sten wirk­sam gegen Aerosole um 0,3 μm.

Für die Verteilung gibt es ver­schiedene Mod­elle, die die Verteilun­gen bei ver­schiede­nen „Ausstoß­mo­di“ (grob vere­in­facht: Ausstoß von Bronchialschleim, Kehlkopf­schwingun­gen, Sprechen) beschreiben [e].

Große Tröpfchen von 300 μm kön­nen den bei Gesprächen üblichen Abstand von 0,5 bis 1 m „bal­lis­tisch“, also wie kleine Geschosse über­winden. Sie sind zwar nicht beson­ders häu­fig, doch ist wichtig zu beacht­en, dass zwar von diesen „riesi­gen“ Tropfen beim Sprechen nur wenige aus­gestoßen wer­den, doch enthält ein 300-μm-Tröpfchen das Tausend­fache der Menge an kon­t­a­miniertem Spe­ichel wie ein 30-μm-Tröpfchen!

Hin­sichtlich der Rel­e­vanz für Luft­fil­ter siehe Frage 36.


  1. Wie tief dringen Aerosole in die Atemwege ein?

Teilchen und Tröpfchen klein­er als 100 μm kön­nen eingeat­met wer­den. Die größeren lagern sich im Bere­ich von Nase und Mund ab. Solche unter 10 μm kön­nen – müssen aber nicht – tiefer in die Atemwege ein­drin­gen. Die Frage ist allerd­ings mit Blick auf SARS-CoV­‑2 weniger inter­es­sant, da die Infek­tion an jed­er Stelle der Atemwege und über die Augen erfol­gen kann (siehe auch Frage 2).


  1. Wie lange bleibt das Virus in einem Aerosol infektiös?

Mehrere Stu­di­en haben diese Frage im Labor unter­sucht [f, g, h]. Ins­ge­samt scheint es, dass die Lebens­dauer bei typ­is­ch­er Raumtem­per­atur (20 °C) etwa 1–2 Stun­den betra­gen kann. Wenn man mor­gens um 8 Uhr in ein Büro kommt und die Kolleg*innen am Vortag um 17 Uhr gegan­gen sind, sind alle Viren in der Luft durch Lüf­tung oder Sed­i­men­ta­tion aus der Luft ent­fer­nt oder haben ihre Infek­tiosität ver­loren. Aus diesem Grund ist es für Men­schen mit hohem Risiko rat­sam, öffentliche Räume mor­gens, gle­ich nach Beginn der Öff­nungszeit, aufzusuchen.


  1. Beeinflusst die Raumtemperatur die Lebensdauer des Virus?

Bei niedri­gen Tem­per­a­turen über­lebt das Virus deut­lich länger [i], bei hohen ver­liert es seine Infek­tiosität schneller [j]. Es wird ver­mutet, dass die Super­spread­ing-Ereignisse in Fleis­chver­ar­beitungs­be­trieben u. a. durch län­geres Über­leben des Virus in der Luft bei niedri­gen Tem­per­a­turen begün­stigt wur­den. Luft­feuchte hat auch einen Effekt, der nicht leicht von der Tem­per­atur zu tren­nen ist (siehe Frage 10).

Wichtig ist aber auch, dass käl­tere Luft für den Men­schen auch trock­enere Luft ist und zur Aus­trock­nung der Atemwegss­chleimhäute führen kann. Dadurch nimmt die Infek­tion­swahrschein­lichkeit zu [k].


  1. Beeinflusst die Luftfeuchte die Lebensdauer des Virus?

Zu geringe Feuchte hat mehrere Effek­te: Lipidumhüllte Viren, darunter SARS-CoV­‑2, über­leben anscheinend in trock­ener­er Luft länger [l]. Man ver­mutet, dass dies ein wichtiger Grund für die Grippe­sai­son im Win­ter ist: Die Raum­luft ist trockener.

Trock­ene Luft kann Men­schen auch anfäl­liger für Infek­tio­nen machen (siehe auch Frage 9).

Atmungspar­tikel enthal­ten Wass­er. Die Menge hängt von der rel­a­tiv­en Luft­feuchte ab. Wenn die Luft­feuchte größer ist, sind die Aerosole größer als bei niedriger­er Luft­feuchte, so dass sie sich durch das Wach­s­tum auf­grund der Wasser­auf­nahme schneller am Boden abset­zen. Allerd­ings trock­nen Aerosole auch. Bere­its 1934 wurde dargestellt, dass unter son­st gle­ichen Bedin­gun­gen ein Regen­tropfen mit einem Durchmess­er von 2 mm kilo­me­ter­weit fall­en kann, ohne voll­ständig zu ver­dun­sten, während ein 0,2 mm [= 200 μm] großer Tropfen ver­dun­stet, bevor er 2 m gefall­en ist [m].

Das ist wichtig für die Aerosolüber­tra­gung über lange Streck­en, also bspw. in gemein­sam genutzten Räu­men. Die bal­lis­tis­che Über­tra­gung bei fehlen­dem Abstand wird nicht durch Feuchte oder Tem­per­atur beeinflusst.

Auf Grund­lage früher­er Stu­di­en mit anderen Viren wird auch disku­tiert, dass eine mit­tlere Luft­feuchte im Bere­ich von 40–60 %, die auch als vorteil­haft gilt, um die Aus­trock­nung von Schleimhäuten zu ver­hin­dern, auch gün­stig sein kön­nte, um die Lebens­fähigkeit der Viren zu verringern9). [n] (siehe auch Frage 9).


  1. Kann Rauchen zur Verbreitung des Virus beitragen?

Rauchen kann die Abgabe von Viren in die Luft erhöhen, weil Rauch­er zum Rauchen ihre Maske abnehmen müssen, weil sie möglicher­weise stärk­er atmen und weil sie möglicher­weise husten.

Eine Über­tra­gung des Virus über Rauch­par­tikel darf als sehr unwahrschein­lich gelten.

Rauchen zer­stören jedoch die Flim­mer­härchen in den Atemwe­gen. Diese sind dafür ver­ant­wortlich, Viren aus Ihrem Sys­tem zu ent­fer­nen und Sie vor ein­er Infek­tion zu schützen. Sie sind aber auch der Ort, an dem sich die Rezep­toren befind­en, die das Virus zur Infek­tion ver­wen­det. Das erk­lärt die Beobach­tung, dass Rauch­er eine gerin­gere Ansteck­ungswahrschein­lichkeit für COVID-19 zu haben scheinen [o]. Wenn sie jedoch infiziert sind, haben Rauch­er laut der amerikanis­chen Cen­ters for Desease Con­trol and Pre­ven­tion (CDC) ein höheres Risiko für einen schw­eren Krankheitsver­lauf [p].


  1. Kann Luftverschmutzung durch Aerosole und Feinstaub die Virenausbreitung begünstigen?

Es liegen keine Hin­weise darauf vor. Diese These wurde in einem Fachar­tikel aus Ital­ien [q] vertreten, der jedoch auf der fehler­haften Annahme basierte, das Virus sei „nackt“ in der Luft unter­wegs (siehe Frage 6). Die Pan­demie schien sich in Gegen­den mit stark­er Luftver­schmutzung, bspw. der Lom­bardei oder in Spanien in Madrid, früher auszubre­it­en. Diese Orte haben jedoch nicht nur stärkere Luftver­schmutzung, son­dern auch ein höheres Reiseaufkom­men von und nach Chi­na und in andere inter­na­tionale Zielorte. Das Virus hat sich bekan­nter­maßen auch in ländlichen Gegen­den ver­bre­it­et, nur halt später. Was auch dage­gen spricht, ist die Größe der für Luftver­schmutzung typ­is­chen Aerosole: diese sind mit ein­er Größe von rund 0,3 μm deut­lich klein­er als diejeni­gen, von denen man annimmt, dass sie haupt­säch­lich für die Ver­bre­itung des Virus ver­ant­wortlich sind. Man kann sich das wie eine Maus und einen Ele­fan­ten vorstellen: Wenn die Maus auf den Ele­fan­ten springt, merkt der das nicht und wan­dert weit­er wie bisher.


Schutz vor Infektionen

  1. In welcher Entfernung von einer infizierten Person kann ich mich infizieren?

Es gibt drei Abstands­bere­iche, die allerd­ings nicht ein­heitlich von allen Autoren so ver­wen­det werden.

  • Nähe < 1–2 m
    Es gibt viele COVID-19-Über­tra­gun­gen in Nah­bere­ichssi­t­u­a­tio­nen. Aber nicht jed­er Nahkon­takt führt zu ein­er Infektion.
  • Gle­ich­er Raum, das gle­ichzeit­ige Teilen der Luft des­sel­ben Raumes
    Die meis­ten Infek­tio­nen entste­hen durch Aerosolüber­tra­gung in gemein­schaftlich genutzten Räu­men. Es zeich­net sich ein sehr klares Muster ab, dass Super­spread­ing in Innen­räu­men durch lan­gen Aufen­thalt, Gedränge, schlechte Belüf­tung, fehlende MNS-Nutzung, viel und lautes Reden und vor allem Sin­gen gefördert wird. Über­tra­gun­gen in Japans U‑Bahnen oder in Kinosälen wur­den hinge­gen nicht gemeldet; kein Wun­der: Dort wird prak­tisch nicht gesprochen, und es gibt eine wirk­same Belüf­tung. Diesel­ben Aus­sagen würde man aus Sim­u­la­tio­nen ableiten.
  • Fer­nüber­tra­gung, nicht im sel­ben Raum
    Beispiele:
    • ver­schiedene Räume im sel­ben Gebäude mit Belüf­tung mit Umluftanteil,
    • das Betreten eines Raumes bin­nen zwei Stun­den, nach­dem jemand Infek­tiös­es dort gewesen
      Solche Fälle sind bish­er nicht dokumentiert.
      Bei den bekan­nten Fällen von Fer­nüber­tra­gung von COVID-19 scheint es sich um fäkale Aerosole zu han­deln, die über die Abwasser­leitun­gen von Hochhäusern in Hongkong und Chi­na über­tra­gen wer­den, und nicht um Aerosole, wie sie beim Atmen oder Sprechen entstehen.

  1. Garantiert die Einhaltung des Abstands in Innenräumen Sicherheit vor Infektion?

Lei­der nein. Sie reduziert das Risiko deut­lich. Die großen Tröpfchen (s.o.) fall­en inner­halb 1–2 m auf den Boden, und auch die feinen Aerosole sind außer­halb des direk­ten „Dun­stkreis­es“ schon stark verdün­nt. Aber wo bleiben die Aerosole, die nicht sed­i­men­tieren? Das ist fast unmöglich zu sagen. Die Luft in einem Raum bewegt sich ständig, auch wenn man es nicht spürt: Luft­be­we­gun­gen typ­is­cher­weise zwis­chen 0,05 und 0,1 m/s entste­hen bspw. durch

  • Kör­per­wärme (Erwach­sene geben typ­is­cher­weise so viel Wärme ab wie eine alte Glüh­birne, 75 bis 100 W bei sitzen­der Tätigkeit.),
  • Wärme abgebende Geräte,
  • Son­nen­licht, das Ober­flächen erwärmt und so Ther­mik erzeugt
  • Men­schen, die sich bewe­gen, atmen, sprechen,
  • Ven­ti­la­toren,
  • maschinelle Lüf­tung.

Den Effekt kann man an Staubteilchen beobacht­en, die im Son­nen­licht tanzen. Die Luft­be­we­gun­gen sind nicht alle gle­ichgerichtet, son­dern über­lagern sich. Diese sich ständig verän­dernde Umge­bung verdün­nt die Aerosolschwaden. Die Verdün­nung wird mit mehr Zeit und Raum größer wer­den. Je weit­er Sie also von anderen Per­so­n­en in Innen­räu­men ent­fer­nt sein kön­nen, desto besser.


  1. Wie lange muss man infektiöses Aerosol einatmen, um sich zu infizieren?

Auch hier gilt wahrschein­lich „Die Dosis macht das Gift.“, und dieselbe Dosis muss nicht für zwei Per­so­n­en gle­icher­maßen giftig sein. Es wird als sehr unwahrschein­lich ange­se­hen, dass hier oder dort ein Hauch von kon­t­a­miniert­er Ausatem­luft zu ein­er Infek­tion führt. Mehr Zeit in der Nähe ein­er Per­son bedeutet, dass Sie mehr von deren Ausatem­luft einat­men. Eine scharfe Abgren­zung ist jedoch nicht möglich, weil ein­er­seits die infek­tiöse Dosis Viren noch nicht bekan­nt ist und ander­er­seits die Konzen­tra­tion der Viren in der Luft (s.o.) nicht klar festzustellen ist. Die Gren­ze für die Unter­schei­dung hohes/niedriges Risiko von 15 min ist willkür­lich. Es ist falsch, sie in dem Sinne zu inter­pretieren, dass Begeg­nun­gen unter 15 min „sich­er“ wären.


  1. Wie lange kann das Virus in Innenräumen in der Luft bleiben?

Wie lange das Virus infek­tiös in der Luft bleibt, hängt von drei Prozessen ab.

Die Ablagerung hängt von der Tröpfchen­größe und der Luft­be­we­gung im Raum ab. Das Virus wurde in winzi­gen Aerosolen gefun­den, die klein­er als 1 μm sind und mehr als 12 Stun­den in der Luft schweben kön­nen. Bin­nen dieser Zeit kann die Luft den Raum oder gar das Gebäude durch Lüf­tung ver­lassen und das Virus zerfallen.

Wie schnell ver­lässt die Luft einen Raum? Das ist ein wenig kom­pliziert. Stellen Sie sich eine Tasse schwarzen Kaf­fee vor.

Sie geben Milch zu, trinken etwas, geben wieder Milch zu, trinken etwas, usf. Let­z­tendlich wird der Kaf­fee aber so immer nur verdün­nt, Sie bekom­men nie 100 % Milch. Die Raum­luft ver­hält sich genau­so. Wie lange ein Virus in der Raum­luft bleiben kann, hängt also stark von der Lüf­tung in Innen­räu­men ab.


  1. Wie kann ich mich vor der Übertragung in Innenräumen schützen?

Wir kön­nen nie vol­lkom­men sich­er sein, nur sicher­er. Ver­min­dern Sie also die Expo­si­tion, d. h. mei­den Sie:

  • Räume, in denen sich viele Per­so­n­en aufhalten
  • räum­liche Nähe zu anderen
  • geringe Belüf­tung
  • lan­gen Aufen­thalt in Räumen
  • Orte, an denen Men­schen keine Masken tragen
  • Sprechen (ins­beson­dere laut) und Singen
  • hohe Atem­fre­quen­zen (z.B. Aer­o­bic-Übun­gen oder kör­per­lich anstren­gende Tätigkeit­en in geschlosse­nen Räumen)

  1. Besteht ein Risiko der Aerosolübertragung im Freien?

Alle Dat­en zeigen, dass der Außen­bere­ich bei gle­ich­er Aktiv­ität und Ent­fer­nung weitaus sicher­er ist als der Innen­bere­ich. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Außen­bere­ich zu 100% sich­er ist [r, s] . Es gibt Fälle, die auf Gespräche im Freien zurück­ge­führt wer­den. Das Über­tra­gungsrisiko ist im Freien viel geringer als im Inneren, da Viren, die in die Luft freige­set­zt wer­den, schnell durch die Atmo­sphäre verdün­nt oder die Sonne inak­tiviert wer­den kön­nen. Aber auch im Freien beste­ht ein Risiko, v. a. in Men­schenansamm­lun­gen sowie in windgeschützten und von Son­nen­licht abgeschirmten Bere­ichen (z.B. zwis­chen zwei hohen Gebäu­den), v. a. bei Windstille.


  1. Ist es sicher, im Freien in einem Restaurant zu essen?

Es ist sicher­er, in der Außen­gas­tronomie zu essen als in Innen­räu­men, aber zwis­chen den Per­so­n­en aus ver­schiede­nen Haushal­ten sollte den­noch genü­gend Abstand liegen. Wenn Men­schen aus anderen Haushal­ten (z. B. die Bedi­enung) in der Nähe sind, soll­ten Sie und diese Men­schen Masken tra­gen, wenn Sie nicht aktiv essen oder trinken. Mei­den Sie Tis­che, die direkt neben beset­zten Tis­chen stehen.


  1. Wie sieht’s im Schwimmbad, am Strand oder im Park aus?

Solange es nicht über­füllt ist und der Abstand einge­hal­ten wird, Masken getra­gen wer­den, wenn andere Leute in der Nähe sind, ist die Erhol­ung im Freien eine Aktiv­ität mit geringem Risiko. Eine Über­tra­gung des Virus durch Wass­er ist nicht bekannt.


  1. Ist es sicher, ein Taxi, eine Mitfahrgelegenheit oder den ÖPNV zu nutzen?

Der Aufen­thalt in ein­er kleinen, geschlosse­nen Umge­bung wie einem Auto kann zu einem hohen Infek­tion­srisiko führen, wenn eine der Per­so­n­en mit COVID-19 infiziert ist. Das Risiko ver­min­dert sich erhe­blich, wenn alle Per­so­n­en Masken tra­gen, und wenn während der Fahrt min­destens zwei Fen­ster zumin­d­est teil­weise geöffnet bleiben. Der Luftwech­sel nimmt mit steigen­der Geschwindigkeit zu. Fahren Sie daher möglichst außer­halb der Stoßzeit­en. Wenn die maschinelle Lüf­tung („Kli­maan­lage“) des Autos ver­wen­det wird, stellen Sie sich­er, dass sie auf Außen­luft eingestellt ist und nicht auf Umluft­be­trieb. Kürzere Reisen sind weniger riskant als län­gere. Nutzen Sie den ÖPNV möglichst außer­halb der Stoßzeit­en und immer mit Maske. Mei­den Sie die Nähe zu Per­so­n­en ohne Maske und Per­so­n­en, die die Maske nicht über Mund und Nase tra­gen.


  1. Wie sicher sind Flugreisen?

Mod­erne, große Flugzeuge haben eine sehr gute Belüf­tung und Fil­terung. Beim Ein- und Aussteigen wird jedoch in der Regel weniger oder gar nicht belüftet. Das Risiko ein­er Über­tra­gung während des Flugs geht vor allem von nahen Begeg­nun­gen beim Ein- und Aussteigen und Ihren Sitz­nach­barn (auch in den Rei­hen vor und hin­ter Ihnen!) aus. Es kann durch das Tra­gen von MNS und möglichst wenig Sprechen reduziert wer­den. Wir empfehlen Flugge­sellschaften, das Tra­gen von MNS strikt durchzuset­zen und Sitze und Sitzrei­hen frei zu lassen.

Kleinere Flugzeuge, die für Kurzstreck­en­flüge einge­set­zt wer­den, sind sehr unter­schiedlich aus­ges­tat­tet; all­ge­meine Aus­sagen sind daher nicht möglich.

Häu­fig ist ein erhe­blich­er Teil des mit Flü­gen ver­bun­de­nen Risikos auf die Wartezeit­en im Flughafen, den Bus­trans­fer sowie das Ein- und Aussteigen (zu geringer Abstand, Lüf­tung abgeschal­tet) zurückzuführen.


  1. Wie groß ist das Risiko in Schulen?

Lei­der erfüllen Schulen in der Regel viele der Anforderun­gen für eine effiziente Virusüber­tra­gung [t]: Innen­raum, Abstand­shal­tung schwierig, keine oder wenig Belüf­tung, langer Aufen­thalt, lautes Sprechen/Singen/Gelächter/Atmung. Die Belüf­tungsrat­en sind oft niedrig, Fen­ster kön­nen aus Sicher­heits­grün­den häu­fig nicht oder nicht voll­ständig geöffnet wer­den. Dass jün­gere Kinder (Grund­schu­lal­ter) das Virus weniger wirk­sam über­tra­gen als Erwach­sene scheint inzwis­chen wider­legt. Nach dem Vor­sorgeprinzip soll­ten Schulen nur dann geöffnet sein, wenn die Infek­tion­srat­en im Einzugs­bere­ich niedrig sind. Für den Unter­richt in Innen­räu­men sind Lüf­tung (v. a. maschinelle Lüf­tung, ggf. Umluftreini­gung, siehe Frage 36f), Masken, Abstand­shal­tung, Ver­ringerung der Sprech­laut­stärke, Ver­ringerung der Raum­bele­gung (z. B. durch Aufteilung der Klassen im Schicht­sysstem) sowie Kohort­en­regelun­gen alle­samt wichtige Maß­nah­men. Einen guten (indi­rek­ten) Anhalt­spunkt für die Raum­luftqual­ität bietet die Überwachung der CO2-Konzen­tra­tion mit­tels CO2-Ampeln. Spätestens beim Erre­ichen ein­er Konzen­tra­tion in der Nähe von 1000 ppm sollte der Unter­richt unter­brochen und die Luft im Raum aus­ge­tauscht wer­den (siehe dazu auch VDI 6040 Blatt 1).


  1. Was ist für Zahnarztpraxen zu empfehlen?

Bei vie­len zah­närztlichen Ein­grif­f­en kommt es zu stark­er Aerosol­erzeu­gung, bei der Spe­ichel des Patien­ten fein verteilt wird. Daher beste­ht ein Risiko für das zah­närztliche Per­son­al. Ein Risiko für den Patien­ten beste­ht, weil Abstand­shal­tung nicht möglich ist. Das wichtig­ste Prinzip der Raum­luftqual­ität ist die Min­derung an der Quelle. D.h. die Verun­reini­gung dort zu ent­fer­nen, wo sie pro­duziert wird. „Wenn sich in einem Raum ein Mis­thaufen befind­et, ver­suchen Sie nicht, den Geruch durch Lüf­tung zu ent­fer­nen. Ent­fer­nen Sie den Mis­thaufen.“ (Max von Pet­tenkofer, 1858).

In der Zah­n­medi­zin kann dies durch örtlich begren­ztes Absaugen der Luft erfol­gen. Dies ist die bei weit­em wirk­sam­ste Lösung. Die Luft wird in der Nähe des Mundes des Patien­ten abge­saugt und entwed­er ins Freie abge­saugt oder HEPA-gefiltert. Eine lokale Absaugung kann schnell pro­vi­sorisch und mit begren­zten Kosten durchge­führt imple­men­tiert werden.


  1. Was ist mit Aufzügen?

Haupt­prob­leme bei Aufzü­gen sind der geringe Abstand und kon­t­a­minierte Ober­flächen, z. B. Ruf­tas­ten und Zieltas­ten. Aufzüge soll­ten daher möglichst nur von ein­er Per­son benutzt wer­den, die Hände vor und nach der Benutzung desin­fiziert oder gewaschen wer­den. Schutz bietet auch die Betä­ti­gung der Tas­ten Ein­wegtüch­ern. Acht­en Sie beim Warten vor dem Aufzug auf Abstandshaltung.

Weichen Sie nach Möglichkeit auf Trep­pen aus. Trep­pen­häuser soll­ten als Ein­bahn­straßen genutzt wer­den. Beim Trep­pen­steigen soll­ten Masken getra­gen wer­den, da die Anstren­gung zu ver­stärk­ter Atmung und damit erhöhtem Aeroso­lausstoß führt.


Masken und Gesichtsschilde/Visiere

  1. Bringen Masken etwas?

Ja! Die Physik ist gut verstanden.

„Masken funk­tion­ieren nicht, weil das Virus/die Tröpfchen klein­er ist als die Poren der Maske.“ Das ist falsch! Das Virus ist nicht nackt unter­wegs (siehe Frage 6). Masken wirken als Fil­ter. Aerosolfil­tra­tion funk­tion­iert nicht auf dieselbe Weise wie ein Sieb. Fil­ter kön­nen Aerosole abschei­den, die viel klein­er als die Poren­größe sind [u]. Eine Maske min­dert den Fluss von Par­tikeln durch sie hin­durch, indem sie viele von ihnen ein­fängt. Es gibt keine andere Möglichkeit. Natür­lich hängt die tat­säch­liche Effizienz davon ab, wie gut das Masken­ma­te­r­i­al als Fil­ter geeignet ist und wie gut die Maske sitzt.


  1. Welche Maske ist die beste?

Die Wirk­samkeit ein­er Maske hängt von zwei Haupt­fak­toren ab: wie gut sie sitzt und wie gut das Mate­r­i­al Aerosole unter­schiedlich­er Größe her­aus­fil­tert. Eine pass­ge­nau sitzende N95-Atem­schutz­maske fil­tert für den Träger min­destens 95 % der Aerosole aller Größen her­aus. N95-Atem­schutz­masken und andere Arten von Masken mit Ven­tilen lassen Aerosole unge­filtert entwe­ichen. Sie schützen daher andere nicht; ver­wen­den Sie sie nicht oder ver­schließen Sie das Ven­til mit Kle­be­band. Chirur­gis­che Masken sind eine aus­geze­ich­nete Option, da sie einen Schutz im Bere­ich von 70–80 % [v] bieten, obwohl es eine große Vari­abil­ität zwis­chen den ver­schiede­nen Marken gibt. Beson­ders wirk­sam kön­nen Tuch­masken mit Fil­ter­taschen sein, die Fil­ter aufnehmen kön­nen. Mate­ri­alien wie Staub­sauger­beu­tel oder HEPA-Fil­ter leis­ten gute Dien­ste. Stu­di­en haben ergeben, dass haus­gemachte Masken aus Küchen­handtüch­ern oder Baum­woll­jer­sey (T‑Shirt-Mate­r­i­al) etwa 50 % [w] Schutzwirkung bieten. Unveröf­fentlichte Stu­di­en von Lin­sey Marr von der Vir­ginia Tech, John Vol­ck­ens von der Col­orado State Uni­ver­si­ty und Carl Wang von Mis­souri Sci­ence and Tech­nol­o­gy deuten darauf hin, dass einzelne Lagen üblich­er Gewebe eine niedrige Fil­tra­tionsef­fizienz für 0,3‑μm-Aerosole aufweisen, aber etwa 50 % der 2‑μm-Aerosole und 80 % oder mehr der 5‑μm-Aerosole und größere Aerosole block­ieren. Wenn Sie zwei oder mehr Gewe­be­la­gen ver­wen­den, kann die Gesamt­ef­fizienz auf 90 % oder mehr bei allen Aerosol­größen über 0,5 μm steigen. Das Virus kommt in Tröpfchen aller Größen vor, aber diejeni­gen, die größer als 1 μm sind, sind wahrschein­lich am wichtig­sten für die Übertragung.

Die Maske sollte stets über Nase und Mund getra­gen werden.

Wichtig ist, dass möglichst alle Beteiligten Masken tra­gen. Stellen Sie sich vor, Sie und ein Gegenüber tra­gen bei­de Masken, die 50 % aller Aerosole abschei­den. Dann wer­den 50 % des Aerosols, das Ihr Gegenüber ausat­met, in dessen Maske abgeschieden, weit­ere 50 % des noch übri­gen Aerosols in Ihrer Maske. Ihre Atem­luft enthält dann noch 25 % des ursprünglichen Aerosols – dreivier­tel wer­den in den Masken abgeschieden!


  1. Ist es in Ordnung, die Maske einfach über dem Mund zu tragen und die Nase freizulassen?

Nein, die Maske muss Ihre Nase bedeck­en. Im Nor­mal­fall atmen Men­schen eher durch die Nase als durch den Mund. Die Nase freizu­lassen ist also nahezu gle­ich­w­er­tig damit, gar keine Maske zu tra­gen. (Das gilt für den Fremd­schutz, aber beson­ders auch für den Eigenschutz.)


  1. Wie wichtig ist dichter Sitz der Maske?

Dichter Sitz der Maske ist sehr wichtig. Schlupf, also Luft, die durch Zwis­chen­räume zwis­chen Maske und Gesicht strömt, bleibt unge­filtert [x]. Wenn Lück­en vorhan­den sind, strömt ein großer Teil der Luft durch diese Lück­en, weil dort der Strö­mungswider­stand geringer ist. Wenn Ihre Maske gut sitzt, soll­ten Sie beim Einat­men spüren, wie sich das Mate­r­i­al an Nase und Mund fest­saugt. Dicht­sitz, z.B. auch durch einen Nasen­bügel, ist ins­beson­dere für Bril­len­träger wichtig.


  1. Ist es in Ordnung, die Maske zum Sprechen abzunehmen?

Nur bei aus­re­ichen­dem Abstand im Freien. Beim Sprechen wird etwa 10-mal mehr Aerosol abgegeben als beim Atmen. Beim Sin­gen oder Schreien kann der Ausstoß etwa 50-mal so hoch sein [y]. Bal­lis­tis­che Tröpfchen wer­den beim Atmen über­haupt nicht aus­geat­met. Sie soll­ten auch nicht zulassen, dass andere aus der Nähe ohne Maske mit Ihnen sprechen.


  1. Brauche ich einen Augenschutz?

Man geht davon aus, dass die Augen ein möglich­er, aber nicht der Haup­tüber­tra­gungsweg für Aerosole sind (siehe auch Frage 2). Es wird viel mehr Luft in unsere Lun­gen gesaugt, als unsere Augen berührt. Wenn allerd­ings jemand Sie anhus­tet oder ‑niest, ist das Risiko, dass bal­lis­tis­che Tröpfchen auf die Augen tre­f­fen, erhe­blich (siehe dazu auch Frage 6). Ein Augen­schutz kann nüt­zlich sein, um Ihre Augen vor bal­lis­tis­chen Tröpfchen und Aerosolen zu schützen, aber auch um zu ver­hin­dern, dass Sie Ihre Augen unbe­wusst mit den Fin­gern berühren. Eine nor­male Brille schützt vor bal­lis­tis­chen Tröpfchen, eine Schutzbrille mit seitlichen Schürzen schützt bess­er. Eine erste Studie hat eine gerin­gere Infek­tion­srate bei Bril­len­trägern aufgezeigt, doch war die Stich­probe noch zu klein, um die Aus­sage als gesichert gel­ten zu lassen.


  1. Können Gesichtsschilde Masken ersetzen?

Nein, Gesichtss­chutzschilde bieten nicht viel Schutz gegen Aerosole [z], Masken hinge­gen schon. Gesichtss­childe sind gut geeignet, um bal­lis­tis­che Tröpfchen abz­u­fan­gen. Gesichtss­chutzschilde gel­ten wie Schutzbrillen als sin­nvolle Ergänzung zu Masken für den teil­weisen Augen­schutz. Die Ver­wen­dung von Gesichtss­childen als Ersatz für Masken ist ins­beson­dere dort frag­würdig, wo mit Lebens­mit­teln hantiert wird: Gesichtss­childe lassen Tröpfchen unge­hin­dert nach unten aus­treten; genau dort – auf ein­er Arbeits­fläche, einem Tablett oder dem Tisch in einem Restau­rant – befind­en sich aber die Nahrungsmittel.


  1. Was bringen Plexiglas- und andere Barrieren?

Plex­i­glas­bar­ri­eren sind im All­ge­meinen nüt­zlich, um eine direk­te (bal­lis­tis­che) Tröpfchen­in­fek­tion zu ver­mei­den, wenn Men­schen in unmit­tel­bar­er Nähe sind und der Abstand nicht einge­hal­ten wer­den kann. Daher wird emp­fohlen, sie an solchen Orten, wie z.B. ein­er Super­mark­tkasse, als Mit­tel zur Unter­drück­ung der direk­ten Über­tra­gung einzuset­zen. Da Aerosole jedoch den Luft­be­we­gun­gen in Innen­räu­men fol­gen, wird die Schutzwirkung der Plex­i­glas­bar­ri­eren gegen Aerosole sehr begren­zt und schw­er vorher­sag­bar sein. Plex­i­glas­bar­ri­eren allein sind kein aus­re­ichen­der Ansatz zum Schutz gegen die Über­tra­gung von Aerosolen.


  1. Ist die CO2-Konzentration unter einer Maske nicht gefährlich hoch? Wie ist es mit dem Atemwiderstand?

Selb­st pro­fes­sionelle FFP2- und FFP3-Masken oder KN95-Masken, noch mehr aber die dün­neren chirur­gis­chen Masken und Do-it-your­self-Masken sind für Gase so gut durch­läs­sig, dass sie auch von Men­schen mit eingeschränk­ter Lun­gen­funk­tion prob­lem­los getra­gen wer­den kön­nen. Zudem ist das Luftvol­u­men zwis­chen Maske und Gesicht ger­ing. Sie wird beim Einat­men sofort durch eine wesentlich größere Menge Raum­luft verdün­nt. Soll­ten Sie das Gefühl haben, durch die Nutzung ein­er Maske zu stark eingeschränkt zu ein, emp­fiehlt sich eine Über­prü­fung bei einem Lun­gen­facharzt. Ins­beson­dere eine Blut­gas­analyse kann Klarheit ver­schaf­fen, ob das Tra­gen ein­er Maske für Sie ein Prob­lem darstellen könnte.

Die Luft im Freien enthält unge­fähr 400 ppm CO2. Konzen­tra­tio­nen in der Einatem­luft über 1000 ppm über län­gere Zeit wer­den als der Gesund­heit abträglich ange­se­hen, solche über 5000 ppm gel­ten als tox­isch. Im Inter­net kur­sieren viele Videos, in denen anhand ein­er Mes­sung mit einem CO2-Mess­gerät unter der Maske nachgewiesen wer­den soll, dass dort ange­blich gefährlich hohe CO2-Konzen­tra­tio­nen herrscht­en. Bei der Durch­führung solch­er Mes­sun­gen muss darauf geachtet wer­den, geeignete Mess­geräte zu ver­wen­den. Die Ausatem­luft weist eine CO2-Konzen­tra­tion von in der Regel 40000 ppm auf. Die Sen­soren von Mess­geräten, wie sie für Raum­luftmes­sun­gen ver­wen­det wer­den, messen bis 1000 ppm oder 5000 ppm. Häu­fig han­delt es sich um pas­sive Mess­geräte, d. h. Mess­geräte, bei denen die Mess­luft allein durch Dif­fu­sion in die Messkam­mer gelangt. Dieser Prozess ist langsam, reicht jedoch für Mes­sun­gen in der Raum­luft i.d.R. aus. Um die CO2-Konzen­tra­tion hin­ter ein­er Maske zu messen, wo die Luft durch Atemzüge inner­halb weniger Sekun­den voll­ständig aus­ge­tauscht wird, sind solche Mess­geräte zu langsam. Der Sen­sor wird gle­ich beim ersten Ausat­men mit CO2 über­sät­tigt (40000 ppm Aus­tam­luft, Mess­bere­ich bis 5000 ppm). Neben dem langsamen, dif­fu­sion­skon­trol­lierten Gasaus­tausch in der Messkam­mer und der Mess­bere­ich­süber­schre­itung ist auch zu beacht­en, dass die Luft hin­ter der Maske mit Wasser­dampf über­sät­tigt ist. Dies ist rel­e­vant, da die Mes­sung durch Infrarot-Absorp­tion­s­mes­sung geschieht: Wasser­dampf absorbiert äußerst stark im infraroten Bere­ich. Keines der Videos, die dem Autoren bekan­nt sind, hat­te daher irgen­deine Aussagekraft.

 

Lüftung

  1. Kann man aus der CO2-Konzentration in einem Raum das Infektionsrisiko abschätzen?

Ja, aber nur indi­rekt und mit Ein­schränkun­gen. Wo viel aus­geat­met wird, gibt es viel CO2 und auch viel Aerosol. Die Menge der aus­geat­meten Atemaerosole nimmt beim Sprechen, laut­en Sprechen und Sin­gen stärk­er zu als der CO2-Ausstoß. Der Umkehrschluss: „Wenig CO2, also alles gut!“ ist jedoch nicht ohne Weit­eres richtig.


  1. Welche Filter brauche ich, um die Viren aus der Luft zu filtern?

Das Virus selb­st ist mit 0,12 μm sehr klein, aber eben nicht nackt unter­wegs. Hil­fre­ich zur Min­derung des Infek­tion­srisikos sind Fil­ter, die Par­tikel im Größen­bere­ich von 10 μm und klein­er abschei­den. Grund­sät­zlich arbeit­en Fil­ter anders als Siebe: Alle Fil­ter tra­gen dazu bei, Aerosolkonzen­tra­tio­nen zu reduzieren. D. h., schon F7/F9-Fil­ter (neu: ePM10) bewirken eine deut­liche Reduk­tion der Aerosolkonzen­tra­tion. Feinere Fil­ter erre­ichen aber vielfach höhere Abschei­de­grade. Da das Infek­tion­ss­chutzge­setz das Vor­sorgeprinzip zugrun­delegt, soll­ten also vorzugsweise HEPA-Fil­ter, opti­maler­weise H13/H14 (neu: ePM1) ver­wen­det wer­den. (Siehe aber dazu auch Frage 38.)

Nicht alle Bestands­geräte und ‑anla­gen eignen sich zum Ein­bau von HEPA-Fil­tern, da sich ein höher­er Druck­ab­fall auf die Sys­tem­leis­tung auswirkt; der Ven­ti­la­tor ist evtl. nicht für den höheren Druck­ab­fall an einem feineren Fil­ter aus­gelegt, sodass die Anlage nicht mehr genug Luft fördert.

Der Ein­satz mobil­er Luftreiniger mit hoher Effizienz – vorzugsweise mit HEPA-Fil­tern – ist eine weit­ere Alter­na­tive, wenn die Nachrüst­barkeit vorhan­den­er Fil­ter begren­zt ist (siehe Frage 37 und Frage 38).

Wichtig ist, dass die Fil­ter ord­nungs­gemäß instal­liert sind. Sie müssen dicht sitzen und dür­fen keine Luft – und Par­tikel – durch Spalte zwis­chen dem Fil­ter und dem Fil­ter­hal­ter durchtreten lassen. Ein­bau und Wartung müssen also fachgerecht erfol­gen, vorzugsweise durch Per­so­n­en mit ein­er ein­er VDI-Urkunde zu ein­er Schu­lung nach VDI 6022, Kat­e­gorie B, oder besser.


  1. Was ist von mobilen Umluftreinigungsgeräten zu halten? Was muss ich beachten?

Ja, solche Geräte kön­nen nüt­zlich sein. Es liegen lei­der noch nicht viele Stu­di­en zur Wirk­samkeit vor. Ganz aktuell ist die Do-it-your­self-Unter­suchung von Prof. Cur­tius von der Frank­furter Goethe-Uni­ver­sität [aa], der mit seinem Team Unter­suchun­gen zur Luftreini­gung durch han­del­sübliche Umluftreini­gungs­geräte in Unter­richt­sräu­men durchge­führt hat. Dabei wurde eine Senkung der Par­tikelkonzen­tra­tion im Raum um 90 % beobachtet. Das Risiko ein­er Infek­tion nimmt mit steigen­der Konzen­tra­tion der Viren in der Luft und län­ger­er Expo­si­tion­szeit zu. In Umge­bun­gen, in denen man die Expo­si­tion­szeit nicht reduzieren kann, muss man also die Konzen­tra­tion ver­ringern. Trag­bare Luftreiniger kön­nen Aerosole im rel­e­van­ten Größen­bere­ich in Innen­räu­men wirk­sam reduzieren. Befol­gen Sie die Her­steller­an­weisun­gen hin­sichtlich Häu­figkeit des Fil­ter­wech­sels (siehe auch Frage

Wichtig ist, dass das Gerät die gesamte Raum­luft „zu pack­en bekommt“. Dies ist am ehesten bei solchen Geräten gegeben, die in Boden­nähe ansaugen und die gefilterte Luft unter der Decke mit hoher Geschwindigkeit ausstoßen. So bildet sich eine Luft­walze im Raum aus, und die hohe Ausstoßgeschwindigkeit sorgt für eine wirk­same Durch­mis­chung der Raum­luft. Es kön­nen im Ansaug­bere­ich leichte Zuger­schei­n­un­gen auftreten, die jedoch meist kein Prob­lem sind. Unter der Decke stört die hohe Ausstoßgeschwindigkeit niemanden.

Bei Geräten, die in geringer Höhe, z. B. 1,2 m, aus­blasen, beste­ht eher das Risiko eines stören­den Luftzugs. Schlim­mer ist jedoch, dass bei dieser Ausstoßhöhe eine kom­plette Durch­mis­chung der Luft schwieriger sicherzustellen ist.


  1. Wie wichtig ist bei Umluftreinigungsgeräten die Filterklasse?

Opti­mal sind Geräte mit soge­nan­nten HEPA- oder Schweb­stoff­fil­tern (Fil­terk­lassen H13/H14 bzw. ePM1). Die Raum­luft durch­läuft die Fil­ter jedoch mehrfach. Daher ist entschei­dend das Pro­dukt Fil­ter­ef­fizienz × Vol­u­men­strom, die soge­nan­nte Clean Air Deliv­ery Rate (CADR). Ein Richtwert für eine geeignete Leis­tung ist eine CADR von 100 m3/h je 10 m2 Raum­grund­fläche bei ein­er Deck­en­höhe von 2,5 m. Für einen höheren Raum oder bei dichter Bele­gung sollte der Wert erhöht werden.

Zu beacht­en ist, dass jede Reduk­tion der Konzen­tra­tion luft­ge­tra­gen­er Viren das Risiko senkt; es geht nicht darum, auch das let­zte Virus aus der Luft zu fil­tern. (Das ist prak­tisch unmöglich.) Umluftreini­gungs­geräte sind – wie Masken – kein Ersatz für zu geringe Abstände, da sie eine bal­lis­tis­che Infek­tion (siehe Frage 1) nicht ver­hin­dern. Diese Geräte kön­nen auch nicht den CO2-Gehalt der Luft senken (siehe Frage 35), son­dern auss­chließlich Par­tikel und Tröpfchen aus der Luft filtern.


  1. Wann und wie sollten Filter gewechselt werden?

Mit fortschre­i­t­en­der Nutzungszeit des Fil­ters set­zen sich die Poren zu. Der Druck­ab­fall über den Fil­ter nimmt zu. Damit wird es für das Gebläse immer schwieriger, Luft durch den Fil­ter zu drück­en oder ziehen. Hier unter­schei­den sich soge­nan­nte Kon­stantvol­u­men­strom-Geräte von ungeregel­ten Geräten: Bei Kon­stantvol­u­men­strom-Geräten wird der Vol­u­men­strom nachgeregelt; das Gerät ver­braucht aber mehr Energie je Kubik­me­ter Luft. Bei ein­fachen, ungeregel­ten Geräten nimmt der Vol­u­men­strom ab: Gerin­gere Strö­mung bedeutet gerin­gere Reduk­tion der Aerosollast.

Beacht­en Sie auf jeden Fall die Her­steller­an­weisun­gen zum Fil­ter­wech­sel. Über­lassen Sie bei maschinellen Lüf­tungsan­la­gen den Fil­ter­wech­sel vorzugsweise aus­ge­bilde­tem Per­son­al, z.B. mit ein­er Schu­lung nach VDI 6022, Kat­e­gorie B oder bess­er. Falls Sie Laie als Laie selb­st die Fil­ter eines mobilen Umluftreini­gungs­geräts wech­seln möcht­en, tra­gen Sie beim Fil­ter­wech­sel eine Maske und Handschuhe.


  1. Welche Lüftungstechnische Maßnahme ist die effektivste zur Minderung des Infektionsrisikos?

Die beste Möglichkeit sind maschinelle Lüf­tungsan­la­gen mit ein­er Leis­tung von 30 bis 50 m3/h Luft pro Per­son im Raum, vorzugsweise ohne Umluftan­teil. Kommt nur Fen­ster­lüf­tung infrage, dann sollte regelmäßig eine Stoßlüf­tung durchge­führt wer­den: alle ver­füg­baren Fen­ster und Türen so weit wie möglich öff­nen, wenn möglich, quer­lüften, d. h. Fen­ster auf gegenüber­liegen­den Seit­en des Raums öff­nen. Stoßlüf­tung funk­tion­iert nur effek­tiv bei Wind bzw. größeren Tem­per­atu­run­ter­schieden und ist ger­ade im Win­ter mit hohem Heizen­ergieaufwand und Behaglichkeit­sein­schränkun­gen ver­bun­den. In ein­er aktuellen gemein­samen Pressemel­dung von Umwelt­bun­de­samt und Kul­tus­min­is­terkon­ferenz wird bei Unter­richt­sräu­men eine 5‑minütige Stoßlüf­tung alle 20 min gefordert [bb]. Umluftreini­gungs­geräte kön­nen bei nicht aus­re­ichen­der Frischluft­menge eine sehr wirk­same Ergänzung/Alternative sein.


  1. Können sich Viren in RLT-Anlagen oder Umluftreinigungsgeräten vermehren?

Nein. Defin­i­tiv nicht. Viren brauchen zur Ver­mehrung einen Wirt. Bak­te­rien kön­nen sich ohne Wirt ver­mehren, wenn sie Nahrung, Wass­er und Wärme haben, Viren jedoch nicht.


  1. UV-Strahlung kann Viren töten. Kann man das nutzen?

Ja, ultra­vi­o­lette Strahlung im Wellen­län­gen­bere­ich des soge­nan­nten UV‑C kann Viren abtöten. Dafür müssen die Viren ein­er hin­re­ichen­den Strahlungs­do­sis aus­ge­set­zt sein. UV-C-Ein­heit­en zum Ein­bau in raum­luft­tech­nis­che Anla­gen gibt es seit vie­len Jahren. Ihre Wirk­samkeit ist nachgewiesen. Da die zur Abtö­tung des SARS-CoV-2-Virus bekan­nt sind, kön­nen die Geräte geeignet kon­fig­uri­ert wer­den, um eine hohe Abtö­tungsrate zu erzie­len. Die ver­wen­de­ten Strahler emit­tieren Strahlung im Bere­ich von unge­fähr 180 nm bzw. 250 nm Wellen­länge. Bei den Geräten, die die kürzere Wellen­länge (~ 180 nm) nutzen, wird neben der direk­ten Wirkung der Strahlung auf die Viren in der strö­menden Luft auch Ozon erzeugt, dass sein­er­seits auch entkeimende Wirkung hat. Dieses Ozon muss vor Zufuhr der Luft in Aufen­thalts­bere­iche ent­fer­nt wer­den; dies kann durch Aktivkohle­filter geschehen. Geräte, die die Emis­sion bei ~ 250 nm ver­wen­den, gel­ten als ozonfrei.


  1. Was ist von Sterilisationslampen für Räume zu halten?

UV-C-Strahlung schadet nicht nur Viren. Sie schädigt auch das Erbgut von men­schlichen Zellen und führt zu Schä­den an den Augen. Der Aufen­thalt im Ein­wirk­bere­ich von Strahlungsquellen, die hin­re­ichend stark wären, um Viren abzutöten ist für Men­schen nicht möglich. Soge­nan­nte gUV-Leucht­en (ger­mi­ci­dal UV) müssen daher ober­halb des Aufen­thalts­bere­ichs mit Strahlrich­tung zur Decke einge­baut wer­den. Der Aufen­thalts­bere­ich von Men­schen muss durch Blenden gegen die Ein­wirkung des Lichts geschützt wer­den. Solche Lösun­gen kön­nen unter­stützend einge­set­zt wer­den, um bei Umluft­nutzung die Konzen­tra­tion lebens­fähiger luft­ge­tra­gen­er zu reduzieren.
Soge­nan­nte Ster­il­i­sa­tion­slam­p­en für Wohn­räume in Form von Stehlam­p­en mit UV-LEDs sind wirkungslos.


Fußnoten:

[a] https://docs.google.com/document/d/1fB5pysccOHvxphpTmCG_TGdytavMmc1cUumn8m0pwzo/edit#heading=h.sr044a25fuff [b] https://www.nature.com/articles/s41598-019–38808‑z [c] https://twitter.com/DiseaseEcology/status/1271281853391966213 [d] https://academic.oup.com/cid/advance-article/doi/10.1093/cid/ciaa1283/5898624 [e] https://www.nationalacademies.org/event/08–26-2020/airborne-transmission-of-sars-cov-2-a-virtual-workshop [f] https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/nejmc2004973 [g] https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/22221751.2020.1777906 [h] https://academic.oup.com/jid/advance-article/doi/10.1093/infdis/jiaa334/5856149 [i] https://www.dhs.gov/science-and-technology/sars-airborne-calculator [j] https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rsif.2009.0227.focus [k] https://www.annualreviews.org/doi/10.1146/annurev-virology-012420–022445 [l] https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rsif.2009.0227.focus [m] https://academic.oup.com/aje/article-abstract/20/3/611/280025?redirectedFrom=fulltext [n] https://aaqr.org/articles/aaqr-20–06-covid-0302 [o] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32788164/ [p] https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/need-extra-precautions/people-with-medical-conditions.html [q] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0013935120306472?via%3Dihub [r] https://t.co/JJiD20hSgz?amp=1 [s] https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.02.28.20029272v2 [t] https://docs.google.com/document/d/1fB5pysccOHvxphpTmCG_TGdytavMmc1cUumn8m0pwzo/edit#heading=h.fzxwlmw66607 [u] https://www.youtube.com/watch?v=eAdanPfQdCA [v] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23498357/ [w] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7108646/ [x] https://youtu.be/mJ81IBTMvcU [y] https://twitter.com/quarkswdr/status/1316260212664414214 [z] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4734356/ [aa] https://www.hessenschau.de/gesellschaft/luftfilter-im-klassenraum-senken-virenlast-um-bis-zu-90-prozent,corona-schulen-luftfilter-100.html [bb] https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/coronaschutz-in-schulen-alle-20-minuten-fuenf

Diese zusam­men­fassende Darstel­lung basiert zu weit­en Teilen auf dem Aerosol-FAQ tinyurl.com/FAQ-Aerosols, Ver­sion 1,78, 2020-10-01.


Ansprech­part­ner im VDI 

Dipl.-Phys. Thomas Woll­stein VDI VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäude­tech­nik (VDI-GBG) Tele­fon: +49 211 6214–500 E‑Mail: wollstein@vdi.de

Links abgerufen am 21.10.2020

© VDI e.V., Okto­ber 2020

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