Startseite » Allgemein »

Derzeit erhöhtes Risiko

Wildunfälle
Derzeit erhöhtes Risiko

Wegen des heißen Sommers sind Wildtiere im Moment besonders häufig auf den Straßen anzutreffen. Foto: © costadelsol - stock.adobe.com
Anzeige

In diesem Herb­st soll­ten Aut­o­fahrer beson­ders auf­passen: Die Gefahr ein­er Kol­li­sion mit Wild­schweinen und anderen Wald­be­wohn­ern ist im Moment beson­ders hoch, meldet die Deutsche Wildti­er Stiftung. Sie erk­lärt die Gründe dafür und wie Aut­o­fahrer sich bei einem Zusam­men­stoß am besten ver­hal­ten.

2017 kamen auf den hiesi­gen Straßen zehn Men­schen bei Wildun­fällen ums Leben, meldete das  Sta­tis­tis­che Bun­de­samt (Desta­tis) kür­zlich. Weit­ere 606 Per­so­n­en seien schw­er, 2.308 leicht ver­let­zt wor­den bei Unfällen mit Wild. Die meis­ten Unfälle dieser Art passieren laut Desta­tis in den Monat­en Mai (266) und Okto­ber (282 Unfälle). Mehr dazu hier.

Eicheln locken auf die Fahrbahn

Das beson­ders hohe Risiko für Wildun­fälle derzeit hat laut Deutsche Wildti­er Stiftung mehrere Gründe: Grund­sät­zlich lockt im Herb­st Nahrung die Tiere auch auf Straßen, jedoch: „In diesem Jahr ist die Gefahr für Wildun­fälle beson­ders groß, denn nach dem heißen Som­mer tra­gen die Eichen, die häu­fig am Rand von Straßen wach­sen, über­mäßig viele Früchte. Was davon herun­ter­fällt, lockt viele Wildtiere direkt auf die Fahrbahn“, sagt Wildti­er-Experte Andreas Kinser.

Ein weit­er­er aktueller Grund ist die Zei­tum­stel­lung. Der Berufsverkehr fällt nun mit der Däm­merung und zugle­ich mit den beson­ders aktiv­en Phasen des Wildes zusam­men.

Ruhig bleiben und die Polizei verständigen

Kol­li­diert ein Aut­o­fahrer mit einem Tier, rät Dr. Andreas Kinser dazu,

  • den Unfal­lort nicht ver­lassen,
  • im Auto zu bleiben und
  • die Polizei zu benachrichti­gen.

Wer nach einem Zusam­men­stoß mit einem Wildti­er weit­er­fährt, schadet sich unter Umstän­den auch finanziell: Für die Mel­dung eines Fahrzeugschadens an die Ver­sicherung ist die Unfallbescheini­gung der Polizei notwendig.

Unterlassene Hilfeleistung auch bei Wildtieren strafbar

„Ganz abge­se­hen davon, muss man bei einem Wildun­fall davon aus­ge­hen, dass das Wildti­er ver­let­zt ist und Qualen lei­det“, sagt Kinser. Häu­fig ste­hen die Wildtiere ihm zufolge zwar oft unmit­tel­bar nach einem Zusam­men­prall wieder auf und flücht­en in den Wald – sie ste­hen aber meist unter Schock und brechen kurze Zeit später zusam­men und veren­den dann unter Schmerzen. Auch bei einem Wildti­er ist „unter­lassene Hil­feleis­tung“ straf­bar und kann bis zu 50.000 Euro Bußgeld kosten, gibt die Deutsche Wildti­er Stiftung zu bedenken.

Tote Tiere nicht im Kofferraum mitnehmen!

Auch das Gegen­teil von Flucht ist nicht sin­nvoll: „Gehen Sie auf gar keinen Fall zu dem ver­let­zten und noch leben­den Wildti­er“, sagt Kinser. „Wenn Wildtiere einem Men­schen wehr­los gegenüber ste­hen, bedeutet das für sie Tode­sangst.“

Tote Tiere darf man auch nicht etwa im Kof­fer­raum mit nach Hause nehmen, denn dies wäre der Tatbe­stand der Wilderei und kann mit Geld­strafe oder sog­ar Frei­heitsstrafe bis zu drei Jahren belangt wer­den, betont die Deutsche Wildti­er Stiftung. „Ganz neben­bei ist es schon häu­fig vorgekom­men, dass ein ange­fahrenes Tiere nach dem Schock des Zusam­men­pralls im Kof­fer­raum wieder erwacht ist …“, fügt Kinser hinzu.

www.deutschewildtierstiftung.de

© natur.de — Mar­tin Vieweg

Anzeige
Gewinnspiel

Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abon­nieren

Meistgelesen

Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 10
Ausgabe
10.2020
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 10
Ausgabe
10.2020
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de