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Verkehrssicherheit

Die im Dunkeln leben gefähr­lich

Gute Sichtbarkeit ist das A und O in der dunklen Jahreszeit. Darauf weist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hin. Foto: Deutscher Verkehrssicherheitsrat
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Die Tage werden kürzer und die früher einset­zende Dämme­rung und Dunkel­heit bedeu­ten für Fußgän­ger, Rad- und Auto­fah­rer ein erhöh­tes Risiko im Stra­ßen­ver­kehr. Der Deut­sche Verkehrs­si­cher­heits­rat (DVR) gibt Tipps für mehr Sicher­heit im Herbst und Winter.

Das Unfall­ri­siko Dunkel­heit wird immer noch von vielen Verkehrs­teil­neh­mern unter­schätzt“, sagt der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Deut­schen Verkehrs­si­cher­heits­ra­tes (DVR) Chris­tian Kell­ner. So seien viele Fußgän­ger mit dunk­ler Klei­dung unter­wegs. „Ihnen ist offen­bar nicht bewusst, wie spät sie damit erst von ande­ren Verkehrs­teil­neh­mern wahr­ge­nom­men werden“, beschreibt Kell­ner die Gefahr. Ein dunkel geklei­de­ter Fußgän­ger sei von einem Auto­fah­rer bei schlech­ten Sicht­ver­hält­nis­sen erst aus rund 25 Metern Entfer­nung zu erken­nen. „Der Anhal­te­weg eines Autos beträgt bei einer Gefahr­brem­sung nach gängi­ger Faust­re­gel bei Tempo 50 rund 28 Meter. Somit kann das Fahr­zeug nicht mehr recht­zei­tig zum Stehen gebracht werden, wenn der Passant die Fahr­bahn betritt“, erläu­tert der DVR-Hauptgeschäftsführer. Trägt ein Fußgän­ger jedoch Klei­dung mit reflek­tie­ren­den Mate­ria­lien, verbes­sert sich seine Sicht­bar­keit auf bis zu 140 Meter.

Nicht nur für Kinder, auch für Erwach­sene sind daher Klei­dung oder Taschen mit reflek­tie­ren­den Mate­ria­lien ein Sicher­heits­ge­winn in der Dunkel­heit. Sie werfen das Schein­wer­fer­licht von Kraft­fahr­zeu­gen oder Fahr­rä­dern direkt zurück und erhö­hen die Sicht­bar­keit. „Sicher­heits­zu­be­hör und Klei­dung aus retro­re­flek­tie­ren­dem Mate­rial erken­nen Verbrau­cher an der Bezeich­nung DIN EN 13356. Leucht­flä­chen auf Schul­ta­schen tragen das Kenn­zei­chen DIN 58124“, erklärt Kell­ner.

Auf eine gute Sicht­bar­keit kommt es auch bei Fahr­rad­fah­rern an. Hier kann zum Beispiel eine über der Klei­dung getra­gene Sicher­heits­weste die Sicher­heit deut­lich erhö­hen. Die Weste sollte die Norm EN ISO 20471 erfül­len. Radfah­rer soll­ten zudem die Beleuch­tung am Fahr­rad über­prü­fen. Sind alle Reflek­to­ren vorhan­den und ist die Licht­an­lage funk­ti­ons­be­reit?

Auch Auto­fah­rer können zur Verbes­se­rung der Verkehrs­si­cher­heit beitra­gen, indem sie ihre Fahr­weise den Sicht­ver­hält­nis­sen anpas­sen und lang­sa­mer unter­wegs sind. Vor Fahrt­be­ginn soll­ten Auto­fah­rer für eine gute Rund­um­sicht sorgen und beschla­gene oder vereiste Fens­ter­schei­ben voll­stän­dig frei­krat­zen. Eine kleine Frei­flä­che schafft nur ein sehr beeng­tes Blick­feld oder vergrö­ßert in Kurven das Risiko des „toten Winkels“. Eben­falls wich­tig sind Frost­schutz­mit­tel in der Schei­ben­wasch­an­lage und Wischer, die keine Schlie­ren hinter­las­sen. „Die Schein­wer­fer müssen frei von Schmutz sein und ordnungs­ge­mäß funk­tio­nie­ren“, unter­streicht Kell­ner.

Grund­sätz­lich gilt für Auto- und Motor­rad­fah­rer, dass größe­rer Abstand zum voraus­fah­ren­den Fahr­zeug und eine den schlech­te­ren Sicht­ver­hält­nis­sen ange­passte Geschwin­dig­keit wich­tig sind. Herbst­laub und Regen verwan­deln die Straße in eine Rutsch­bahn mit verlän­ger­tem Brems­weg. Erhöhte Glät­te­ge­fahr durch Nacht­frost besteht in den frühen Morgen­stun­den beson­ders unter Brücken und auf schat­ti­gen Abschnit­ten.

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