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In der EU

Die TOP 5 der gefähr­li­chen Stoffe

Asbest gehört auch in der EU zu den wichtigsten gefährlichen Stoffen (Foto: © viappy – stock.adobe.com)
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Eine von der EU‐OSHA in Auftrag gege­bene und vom Insti­tut für Arbeits­me­di­zin durch­ge­führte Studie ermit­telte die Gefahr­stoffe und Sekto­ren, die das größte Risiko für die Arbeit­neh­mer in der EU darstel­len.

Die Studie sammelte Daten aus einer Reihe öffent­lich zugäng­li­cher Quel­len. Anschlie­ßend wurden die Daten mit den Erkennt­nis­sen von Exper­ten zusam­men­ge­führt, um eine weitere Unter­aus­wahl und Analyse zu ermög­li­chen.

Basie­rend auf der Vertei­lung von 319 wich­ti­gen Gefahr­stof­fen wurden bei der Unter­su­chung die fünf Sekto­ren ermit­telt, in denen das größte Risiko besteht:

1. Handel und Repa­ra­tur von Kraft­fahr­zeu­gen und Motor­rä­dern

2. Herstel­lung von Chemi­ka­lien und ande­ren chemi­schen Produk­ten

3. Haus­meis­ter­dienste und Land­schafts­bau

4. Herstel­lung von Gummi‐ und Kunst­stoff­pro­duk­ten

5. Spezia­li­sierte Bautä­tig­kei­ten

Die Liste sollte aller­dings nicht als endgül­tig betrach­tet werden. Es gibt eindeu­tig keine Bran­chen, in denen die Expo­si­tion gegen­über Gefahr­stof­fen gut doku­men­tiert ist. Dies ist zum Teil auf die geringe Doku­men­ta­tion in bestimm­ten Bran­chen wie der Land‐ oder Forst­wirt­schaft zurück­zu­füh­ren. In eini­gen Sekto­ren besteht auch ein Problem der Bewusst­seins­bil­dung bei den Arbeit­neh­mern.

Die Forschung iden­ti­fi­zierte auch die wich­tigs­ten gefähr­li­chen Stoffe, wobei Exper­ten die folgen­den Top 5 auswähl­ten:

  • Kiesel­säure: betrifft eine breite Palette von Indus­trien und betrifft eine große Anzahl von Arbeit­neh­mern, einschließ­lich derje­ni­gen, die im Bauge­werbe, Berg­bau und im verar­bei­ten­den Gewerbe tätig sind.
  • Asbest: Gefähr­det Bauar­bei­ter. Obwohl es in neuen Baustof­fen verbo­ten ist, ist Asbest immer noch in bestehen­den Mate­ria­lien vorhan­den, und die Beschäf­tig­ten sind sich dessen mögli­cher­weise nicht bewusst.
  • Lösungs­mit­tel: In vielen Bran­chen besteht für Arbei­ter die Gefahr, dass sie Lösungs­mit­teln und Emis­sio­nen ausge­setzt sind.
  • Nicht infek­tiöse biolo­gi­sche Arbeits­stoffe: Expo­si­tio­nen treten beson­ders in der Abfall­ver­wer­tungs­in­dus­trie auf. Die Expo­si­tion ist schwer zu kontrol­lie­ren und derzeit gibt es keine fest­ge­leg­ten Grenz­werte für die Expo­si­tion am Arbeits­platz.
  • Holz­staub: Eine vom Prozess erzeugte Substanz, die als krebs­er­re­gend einge­stuft wird. Holz­staub beein­flusst eine große Anzahl von Arbei­tern, die mit dem Umgang oder der Verar­bei­tung befasst sind.

In der EU waren Gesund­heits­per­so­nal, Bauar­bei­ter, Pfle­ge­per­so­nal, Wartungs­ar­bei­ter und Mecha­ni­ker am häufigs­ten gefähr­li­chen Stof­fen ausge­setzt.

Was können Unter­neh­men tun, wenn ihre Beschäf­tig­ten durch gefähr­li­che Stoffe gefähr­det sind? Zuerst soll­ten sie über­prü­fen, ob Sie die gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen des Arbeits­schut­zes einhal­ten. Sie können auch die in der Studie erstell­ten Check­lis­ten für jeden gefähr­li­chen Stoff verwen­den und diese Infor­ma­tio­nen in die Risi­ko­be­wer­tun­gen und Präven­ti­ons­stra­te­gien ihres Unter­neh­mens einspei­sen.

Die voll­stän­dige Studie ist, auf Englisch, hier verfüg­bar. Auf der Website der Kampa­gne Healthy Work­pla­ces gibt es auch verschie­dene prak­ti­sche Tools und Veröf­fent­li­chun­gen.

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