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EU-Kommission schafft „Plusklassen“ beim Energielabel ab

Elektrogeräte
EU-Kommission schafft „Plusklassen“ beim Energielabel ab

Die EU-Kommission ordnet die Energielabels für energieverbrauchsrelevante Produkte neu. Foto: BAM
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Die EU-Kom­mis­sion ord­net die Energiela­bels für energie­ver­brauch­srel­e­vante Pro­duk­te neu. Mit Inkraft­treten der neuen Rah­men­verord­nung zur Energie­ver­brauchskennze­ich­nung im August 2017 ver­schwinden die „Plusklassen“ zukün­ftig und die Buch­staben A bis G deck­en wieder alle zuläs­si­gen Energieef­fizien­zk­lassen ab. Das berichtet die Bun­de­sanstalt für Mate­ri­al­forschung und ‑prü­fung (BAM).

Wie die Bun­de­sanstalt für Mate­ri­al­forschung und ‑prü­fung (BAM) weit­er mit­teilt, sollen Kun­den mit der Neuord­nung der Energie­ver­brauchskennze­ich­nung Pro­duk­te in Sachen Energieef­fizienz bess­er ver­gle­ichen kön­nen. Und für die Her­steller schafft es Anreize, ihre Pro­duk­te in Punc­to Energieef­fizienz noch weit­er zu verbessern.

Bish­er befan­den sich die besten Geräte in den Effizien­zk­lassen A bis A+++. Doch durch diese „Plusklassen“ geht die Klarheit und Wirk­samkeit der Kennze­ich­nung teil­weise ver­loren, so die BAM. Die EU-Kom­mis­sion hat dies erkan­nt und nun die rechtliche Basis geschaf­fen, um die Effizien­zk­lassen neu zu ordnen.

Geräte mit hohem Energieeinsparpotential zuerst

Haushalt­skühlgeräte, Waschmaschi­nen, Waschtrock­n­er, Geschirrspüler, Fernse­her sowie Lam­p­en und Leucht­en sind die ersten Pro­duk­t­grup­pen, die umgestellt wer­den. Da diese Geräte sich heute zu einem hohen Anteil nur in den höch­sten Effizien­zk­lassen befind­en und tech­nis­che Weit­er­en­twick­lun­gen zeit­nah zu erwarten sind, wer­den durch deren Umstel­lung entsprechende Energieeinspar­po­ten­tiale möglich.

Neue Energielabel voraussichtlich Anfang 2020

Die EU-Kom­mis­sion wird nun die detail­lierten tech­nis­chen Anforderun­gen an diese Geräte, die in soge­nan­nten delegierten Recht­sak­ten beschrieben wer­den, bis zum Jan­u­ar 2019 über­ar­beit­en. Erst danach wer­den die ersten Geräte mit dem neuen Energiela­bel auf den Markt kom­men. Dies wird Anfang 2020 zu erwarten sein.

„Die BAM unter­stützt die Umset­zung dieser jet­zt veröf­fentlicht­en Rah­men­verord­nung. Wir berat­en und informieren all diejeni­gen, die die neuen Regeln ein­hal­ten oder anwen­den müssen, also die Wirtschaft und die Mark­tüberwachungs­be­hör­den“, sagt Dr. Floris Akker­man, Leit­er des BAM-Refer­ats Ökode­sign und Energieverbrauchskennzeichnung.

Farbskala bleibt — Produkte werden Effizienzklassen neu zugeordnet

Die bekan­nte Farb­skala des Energiela­bels von Dunkel­grün bis Rot bleibt. Ver­bi­etet allerd­ings die eng mit der Ver­brauchskennze­ich­nung zusam­men­wirk­ende Ökode­sign-Richtlin­ie (2009/125/EG) bere­its Pro­duk­te in den Klassen „E“, „F“ oder „G“, dann sollen diese Klassen kün­ftig nur in Grau auf dem Energiela­bel zu sehen sein.

Die Effizien­zk­lasse A bleibt zum Zeit­punkt der Ein­führung der neuen Skala oder eines Energiela­bels für eine vorher nicht erfasste Pro­duk­t­gruppe frei. Im Geschäft wird anfänglich dem­nach kein Gerät in dieser Spitzen­klasse erhältlich sein. Auch muss die Kom­mis­sion sich­er­stellen, dass die meis­ten Mod­elle infolge ihrer Weit­er­en­twick­lung Klasse A voraus­sichtlich erst früh­estens 10 Jahre später erre­ichen werden.

Sollte sich die Tech­nik ein­er Pro­duk­t­gruppe aber schneller entwick­eln, müssen bei Ein­führung des neuen Energiela­bels sog­ar die bei­den ober­sten Klassen frei bleiben, also A und B. Ziel ist hier Pla­nungssicher­heit, denn die Regeln sollen nicht nach kurz­er Zeit angepasst wer­den müssen.

Energienachfrage soll gedämpft werden

Für Liefer­an­ten, Her­steller und Impor­teure, Händler und die Mark­tüberwachungs­be­hör­den, aber auch für die EU-Kom­mis­sion ändert sich so einiges mit dieser Rah­men­verord­nung. Mit der neuen Energie­ver­brauchskennze­ich­nung soll die Energien­ach­frage in der europäis­chen Union weit­er gedämpft wer­den – eine der Schlüs­sel­maß­nah­men der europäis­chen Strate­gie für Energiev­er­sorgungssicher­heit sowie für den Umwelt- und Kli­maschutz. Ziel der Europäis­chen Union ist es, bei der weltweit­en Umstel­lung auf saubere Energie eine Führungsrolle zu übernehmen. Daher ste­ht Energieef­fizienz –auch mit Blick auf kün­ftige Gen­er­a­tio­nen – an erster Stelle in der EU.

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