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Richtlinie VDI 3469 zur Emissionsminderung bei Herstellung und Verarbeitung

Fein­staub durch Fasern mindern

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Bei der Herstel­lung und Verar­bei­tung von faser­hal­ti­gen Mate­ria­lien treten Fein­stäube auf, die die Luft­qua­li­tät in Innen­räu­men beein­träch­ti­gen. Die Kommis­sion Rein­hal­tung der Luft im VDI und DIN hat fünf Blät­ter der Richt­li­ni­en­reihe VDI 3469 veröf­fent­licht, die zeigen, wie Emis­sio­nen durch faser­för­mige Stäube vermie­den bzw. gemin­dert werden können.

VDI 3469 Blatt 1 E: Grund­la­gen
In Blatt 1 der Richt­li­nie werden Verfah­ren beschrie­ben und beur­teilt, durch die die Emis­sion faser­för­mi­ger Stäube vermie­den oder gemin­dert werden. Zusätz­lich wird auf einhalt­bare Emis­si­ons­werte und die anzu­wen­dende Mess­tech­nik hinge­wie­sen. Die Richt­li­nie behan­delt die faser­för­mi­gen Stäube, die beim Umgang mit den in den Folge­blät­tern der Richt­li­ni­en­reihe VDI 3469 beschrie­be­nen Produk­ten frei­ge­setzt werden können. Diese Folge­blät­ter gelten nur im Zusam­men­hang mit dieser Richt­li­nie.
VDI 3469 Blatt 2 E: Faser­ze­ment­pro­dukte
Blatt 2 der Richt­li­nie behan­delt die Emis­si­ons­min­de­rung faser­för­mi­ger Stäube bei der Herstel­lung und Verar­bei­tung von Faserzement‐Baustoffen im Hoch‐ und Tief­bau. Stäube können hier beim Lagern der Rohstoffe, bei der Aufbe­rei­tung der Fasern und der Herstel­lung des Faser­ze­ment­ge­mi­sches entste­hen. Für die Bear­bei­tung (Schnei­den, Bohren, Lochen) der Produkte im trocke­nen Zustand sowohl im Herstel­ler­werk als auch auf der Baustelle werden in der Richt­li­nie geeig­nete staub­arm arbei­tende Geräte vorge­schla­gen. Ausführ­lich wird auf Abfall­be­sei­ti­gung, Abbruch und Depo­nie­rung von Faser­ze­ment­pro­duk­ten einge­gan­gen.
VDI 3469 Blatt 3 E: Texti­lien aus orga­ni­schen und anor­ga­ni­schen Fasern­Blatt 3 umfasst die Herstel­lung und Verar­bei­tung von Texti­lien aus orga­ni­schen und anor­ga­ni­schen Fasern. Textile Halb‐ und Fertig­pro­dukte werden über­wie­gend für die Produk­tion von Beklei­dung (Beklei­dungs­tex­ti­lien), Heim­tex­ti­lien (z.B. für Bezugs‐ und Gardi­nen­stoff oder Teppi­che) sowie für tech­ni­sche Texti­lien (z.B. Filter­me­dien, Verbund­werk­stoffe und Diaphrag­men) einge­setzt. Die Möglich­kei­ten zur Emis­si­ons­min­de­rung bei der Herstel­lung und Weiter­ver­ar­bei­tung der genann­ten Produkte werden ausführ­lich beschrie­ben. Ein weite­rer Abschnitt behan­delt die bei der Abfall­be­sei­ti­gung zu beach­ten­den Vorschrif­ten.
VDI 3469 Blatt 5 E: Hochtemperatur‐wollen
Die Richt­li­nie umfasst die Herstel­lung und Verar­bei­tung von Hoch­tem­pe­ra­tur­wol­len und deren Erzeug­nis­sen. Zur Gruppe der Hoch­tem­pe­ra­tur­wol­len gehö­ren amor­phe AES (Alka­line Earth Sili­cate)- und Alumi­ni­um­si­li­kat­wol­len sowie Alumi­ni­um­oxid­wol­len. Die Verwen­dung von Hoch­tem­pe­ra­tur­wol­len ermög­licht den vorwie­gend indus­tri­el­len Anwen­dern den Betrieb ratio­nel­ler Wärme­be­hand­lungs­an­la­gen bei Tempe­ra­tu­ren zwischen 600 °C und 1800 °C. In diesen Hoch­tem­pe­ra­tur­an­wen­dun­gen können der Verbrauch von Primär­ener­gie und die damit verbun­de­nen CO²‐Emissionen in vielen Anla­gen um bis zu 50 Prozent redu­ziert werden.
VDI 3469 Blatt 8 E: Flach­dich­tun­gen auf Faser­ba­sis
Blatt 8 behan­delt die Herstel­lung von Flach­dich­tun­gen aus Faser­ver­bund­werk­stof­fen. Dabei wird über­wie­gend das Kalander‐ oder Beater‐Verfahren ange­wandt. Im Regel­fall werden Dich­tun­gen durch Stanz‐, Schneid‐ oder andere span­lose Trenn­ver­fah­ren aus bahn‐ bzw. tafel­för­mi­gem Dich­tungs­ma­te­rial herge­stellt. Die vorge­nann­ten Trenn­ver­fah­ren setzen wesent­lich weni­ger Fasern frei als spanende Verfah­ren. Des Weite­ren werden die tech­ni­schen Möglich­kei­ten zum Vermin­dern der Emis­sio­nen aufge­zeigt. Dabei wird zwischen werk­stoff­spe­zi­fi­schen und verfahrens‐ und betriebs­tech­ni­schen Maßnah­men unter­schie­den.
Heraus­ge­ber der Richt­li­ni­en­reihe VDI 3469 „Emis­si­ons­min­de­rung – Herstel­lung und Verar­bei­tung von faser­hal­ti­gen Mate­ria­lien“ ist die Kommis­sion Rein­hal­tung der Luft im VDI und DIN. Die Blät­ter der Richt­li­nie sind ab sofort als Entwurf beim Beuth Verlag in Berlin (Tel.: 030 26 01–22 60) erhält­lich. Einsprü­che sind bis zum 15. Juli 2015 möglich unter
Weitere Infor­ma­tio­nen und Möglich­keit zur Bestel­lung unter
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