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Friede für die Ohren

Gehörschutz
Friede für die Ohren

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Im moder­nen Alltag tref­fen wir immer wieder auf dauer­hafte und zu laute Geräusch­ku­lis­sen, die unser Gehör schä­di­gen können. Spätes­tens mit dem Fabrik­lärm der Indus­tria­li­sie­rung Mitte des 19. Jahr­hun­derts wurden unsere Ohren einer beson­de­ren Belas­tung ausge­setzt. Dabei ist unser Gehör einer unse­rer wich­tigs­ten Sinne, mit dem wir die faszi­nie­rende Welt der Töne erle­ben und der uns die direkte Kommu­ni­ka­tion mitein­an­der ermög­licht.

Unsere Ohren verzei­hen nichts: Bei zu großem Lärm werden die feinen Sinnes­zel­len im Innen­ohr irrepa­ra­bel beschä­digt, Hörver­lust ist die Folge. So wusste schon Odys­seus laut grie­chi­scher Mytho­lo­gie, wie wich­tig ein guter Gehör­schutz ist. Er befahl seinen Seefah­rern, als sie an den Inseln der Sire­nen vorbei segel­ten, ihre Ohren mit Bienen­wachs zu verstop­fen, um nicht den todbrin­gen­den Gesän­gen der Fabel­we­sen zu verfal­len. Heute müssen wir uns weni­ger vor betö­ren­den, schick­sal­haf­ten Klän­gen als vor schäd­li­chem Lärm schüt­zen.

Seit der Indus­tria­li­sie­rung mit ihren lauten Fabrik­ma­schi­nen wurde man sich dieser Gefahr mehr und mehr bewusst. 1908 grün­dete Theo­dor Lessing Deutsch­lands ersten Antilärm­ver­ein. Zur glei­chen Zeit erfand der Berli­ner Apothe­ker Maxi­mi­lian Negwer den ersten Gehör­schutz. Inspi­riert durch die List des Odys­seus entwi­ckelte Negwer ein Produkt aus Wachs, Vase­line und Baum­woll­watte. Die neue Erfin­dung sollte unter ande­rem Fabrik­ar­bei­ter vor Maschi­nen­lärm schüt­zen, aber auch die Solda­ten des Ersten Welt­kriegs profi­tier­ten im Kano­nen­don­ner davon.
Seit­dem hat sich der Gehör­schutz stark weiter­ent­wi­ckelt. Es gibt eine Viel­zahl von Möglich­kei­ten, um den Anfor­de­run­gen gegen hohe Geräusch­ku­lis­sen in Beruf und Frei­zeit Rech­nung zu tragen: stan­dar­di­sierte Gehör­schutz­stöp­sel, Kapsel­ge­hör­schutz (wie Kopf­hö­rer) und indi­vi­du­ell ange­fer­tig­ter Gehör­schutz, der beson­ders effek­tiv ist. „Heute ist es möglich, unse­ren sensi­blen Hörsinn gezielt und indi­vi­du­ell ange­passt an unter­schied­li­che Bedürf­nisse und Lebens­si­tua­tio­nen mit geeig­ne­ten Produk­ten zu schüt­zen“, so Martin Blecker, Präsi­dent der Euro­päi­schen Union der Hörge­rä­te­akus­ti­ker (EUHA).
Hörge­rä­te­akus­ti­ker sind die Spezia­lis­ten für indi­vi­du­el­len Gehör­schutz. Sie ferti­gen nach Abfor­mung des Gehör­gangs einen maßge­schnei­der­ten Gehör­schutz, der sehr lang­le­big und ange­nehm zu tragen ist. Nach Bedarf kann er mit spezi­el­len Dämm­fil­tern verse­hen werden – zum Beispiel für Musi­ker oder Disko­gän­ger, die Musik damit leiser, aber nicht dumpf hören.
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