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Grundsätze zur Überprüfung der Schutzwirkung

Schweißer-Schutzkleidung
Grundsätze zur Überprüfung der Schutzwirkung

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Bis­lang fehlten Grund­sätze für den Nach­weis der Schutzwirkung von Per­sön­liche Schutzaus­rüs­tung (PSA) für Schweißer gegenüber UV-Strahlung. Um dieses Defiz­it zu beheben, beauf­tragte der Fach­bere­ich Holz und Met­all, Sachge­bi­et Ober­flächen­tech­nik und Schweißen, der Deutschen Geset­zlichen Unfal­lver­siche-rung (DGUV) bei der Beruf­sgenossen-schaft Holz und Met­all (BGHM) die Hohen­stein Insti­tute. Mit einem Forschung­spro­jekt soll­ten erst­mals Grund­sätze für den Nach­weis der Schutzwirkung entwick­elt werden.

Ein Forscherteam um Pro­jek­tleit­er Dr. Jan Beringer ging der Frage nach, welche Energiemen­gen über die unter­schiedlichen Wellen­bere­iche der UV-Strahlung bei ver­schiede­nen Schweißprozessen durch die Stoffe von Schweißer-Schutzk­lei­dung durchge­lassen (trans­mit­tiert) wer­den. Daraus entwick­el­ten die Tex­til­ex­perten des Insti­tuts einen Grund­satz, wie Schweißer-Schutzk­lei­dung auf die Trans­mis­sion von UV-Strahlung geprüft wer­den kann. Auf Basis der DIN EN 410 wurde das Messver­fahren so mod­i­fiziert, dass die Trans­mis­sion der Tex­tilien im gesamten UV Bere­ich bes­timmt wer­den kann. Um festzustellen, ob ein tex­tiles Mate­r­i­al diese Anforderun­gen erfüllt, bedurfte es neben einem mod­er­nen Zweis­trahl-Spek­tropho­tome­ter mit Inte­gra-tion­skuge­lauf­satz vor allem ein­er aus­gek­lügel­ten Ver­ar­beitung der Messdaten.
Das Ergeb­nis: Erst­mals wurde für PSA-Her­steller die Möglichkeit gegeben, die Ein­hal­tung der durch die OStrV vorgegebe­nen Werte unter Berück­sich­ti­gung des jew­eili­gen Schweißver­fahrens und der Licht­bo­den­bren­ndauer ermit­teln zu kön­nen. Zur Vali­dierung der Prüfmeth­ode wur­den 20 am Markt befind­liche, nach DIN 11611 (Schweißer­schutzk­lei­dung) zer­ti­fizierte Tex­tilien unter­schiedlich­er Her­steller im Neuzu­s­tand sowie nach bis zu 50 indus­triellen Wäschen unter­sucht. Eine kün­stliche Alterung der Tex­tilien durch UV-Strahlung und mech­a­nis­chen Gebrauch war nicht Unter­suchungs­ge­gen­stand. Die durchge­führten Unter­suchun­gen bestä-tigten die Zuver­läs­sigkeit der Prüfme-thode. Der Prüf­grund­satz ist ab sofort anwend­bar und soll bald­möglichst in die entsprechende Anforderungsnorm für Schweißer-Schutzk­lei­dung DIN EN 11611 ein­fließen. Anwen­dern würde damit die Möglichkeit gegeben, die richtige Schutzk­lei­dung zu den entsprechen­den Schweißauf­gaben auszuwählen. Her­steller kön­nen schon jet­zt ihre Schutzk­lei­dung bei den Hohen­stein Insti­tuten prüfen lassen.
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