Erste Hilfe im Betrieb sollte regelmäßig kommuniziert werden
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Erste Hilfe im Betrieb

Gut vorbe­rei­tet sein

In Unterweisungen sollte auch auf den Defibrillator hingewiesen werden. (Foto: © auremar – stock.adobe.com)
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Gute Vorbe­rei­tung kann im Ernst­fall Menschen­le­ben retten. Deshalb soll­ten alle im Betrieb wissen, wie bei einem Notfall vorzu­ge­hen ist. Darauf weisen die Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten und Unfall­kas­sen im Rahmen ihrer Präven­ti­ons­kam­pa­gne komm­mit­mensch hin. Beson­ders wich­tig: eine gute Orga­ni­sa­tion der Ersten Hilfe und die Kommu­ni­ka­tion des Themas im Betrieb.

Ein grund­le­gen­des Instru­ment, um alle im Betrieb für Notfälle vorzu­be­rei­ten, ist die jähr­li­che Unter­wei­sung. Hier werden wich­tige Infor­ma­tio­nen zum Ablauf der Ersten Hilfe an die Beschäf­tig­ten weiter­ge­ge­ben. Folgende Aspekte sind von Bedeu­tung:

  • Welche Perso­nen sind Erst­hel­fer im Betrieb und wie sind diese zu errei­chen?
  • Wo und wie kann ein Notruf abge­setzt werden?
  • Wem ist der Unfall zu melden?
  • Wo befin­det sich das Erste-Hilfe-Material, z.B. Verband­käs­ten oder ggf. Auto­ma­ti­sierte Defi­bril­la­to­ren?
  • Wie werden Rettungs­ein­hei­ten an den Notfall­ort gelei­tet?

Um die jähr­li­che Unter­wei­sung beson­ders eindrück­lich zu machen, bietet es sich auch an, den Beschäf­tig­ten im Betrieb zum Beispiel konkret zu zeigen, wo sie Defi­bril­la­to­ren finden und vorzu­füh­ren, wie die Sprach­steue­rung eines Auto­ma­ti­sier­ten Defi­bril­la­tors gestar­tet wird“, erklärt Dr. Horst Reuch­lein von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) und Leiter des Fach­be­rei­ches Erste Hilfe der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (DGUV). „Denn je konkre­ter eine Unter­wei­sung ist, desto besser sind die Mitar­bei­ter auf den Notfall vorbe­rei­tet.“ Auch in Form eines Aushan­ges, zum Beispiel des Erste-Hilfe-Plakates müssen die Beschäf­tig­ten über Notruf, Erste-Hilfe-Material und entspre­chen­des Erste-Hilfe-Personal infor­miert werden.

Die Erste Hilfe wirk­sam orga­ni­sie­ren

Grund­vor­aus­set­zung für eine gute Erste Hilfe im Betrieb ist natür­lich, dass Erst­hel­fer im Betrieb vom Unter­neh­men benannt und deren Namen sowie Arbeits­plätze kommu­ni­ziert werden“, so Reuch­lein. „Unter­neh­men sind dazu verpflich­tet je nach Betriebs­größe eine bestimmte Anzahl an Erst­hel­fern ausbil­den und regel­mä­ßig fort­bil­den zu lassen.“ Erst­hel­fer müssen bei einem Notfall einsatz­be­reit sein und helfen. Auch leich­tere Verlet­zun­gen müssen im Rahmen der Ersten Hilfe versorgt werden. Gege­be­nen­falls muss der Trans­port zur ärzt­li­chen Behand­lung in die Wege gelei­tet werden. Darüber hinaus können Erst­hel­fer auch damit beauf­tragt werden, Erste-Hilfe-Leistungen zu doku­men­tie­ren. Als weitere Aufgabe kann dem Erst­hel­fer auch die Kontrolle über das Erste-Hilfe-Material, wie den Verband­kas­ten, über­tra­gen werden.

Erst­hel­fer leis­ten einen wich­ti­gen Beitrag zur Sicher­heit und Gesund­heit im Unter­neh­men und tragen somit zu einer posi­ti­ven Präven­ti­ons­kul­tur bei.

Hinter­grund: komm­mit­mensch

komm­mit­mensch ist die bundes­weite Präven­ti­ons­kam­pa­gne von Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten, Unfall­kas­sen und ihrem Spit­zen­ver­band Deut­sche Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung (DGUV). Hinter­grund ist, dass die Zahl der Arbeits­un­fälle in den vergan­ge­nen Jahren nicht mehr deut­lich gesun­ken ist. Um dem Ziel der Vision Zero, einer Welt ohne Arbeits­un­fälle und arbeits­be­dingte Erkran­kun­gen, weiter näher zu kommen, brau­chen wir deshalb einen ganz­heit­li­chen Ansatz: komm­mit­mensch unter­stützt Unter­neh­men und Bildungs­ein­rich­tun­gen dabei, eine Präven­ti­ons­kul­tur zu entwi­ckeln, in der Sicher­heit und Gesund­heit Grund­lage allen Handelns sind.

 

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