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Gute Vorsätze im Job umsetzen

Einstel­lung zur Willens­kraft entschei­dend

Wegweiser Jahresende und gute Vorsätze
Zum Jahreswechsel werden häufig gute Vorsätze gefasst. Foto: DOC RABE Media - stiock.adobe.com
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Zum Jahres­wech­sel formu­lie­ren viele nicht nur private, sondern auch beruf­li­che Vorsätze. Um diese im Arbeits­all­tag umset­zen sowie zahl­rei­che Aufga­ben im Job meis­tern zu können, braucht es Willens­kraft. Dabei spielt es eine Rolle, wie wir unsere Fähig­keit zur Selbst­kon­trolle einschät­zen: Wer davon ausgeht, dass Willens­kraft kaum Gren­zen kennt, fühlt sich nach mental anstren­gen­den Aufga­ben weni­ger erschöpft und kann Selbst­kon­trolle erfolg­rei­cher aufrecht­erhal­ten. Zu diesen Erkennt­nis­sen kommt eine aktu­elle Studie am Leibniz‐Institut für Arbeits­for­schung.

Unbe­grenzte Ressource?

2019 nehme ich den Job locke­rer und arbeite an meiner Team­fä­hig­keit.“ Die eige­nen Emotio­nen im Griff zu haben, ist in vielen Berei­chen der moder­nen Arbeits­welt selbst­ver­ständ­lich. Unsere wahren Gefühle zuguns­ten ziel­ori­en­tier­ten Verhal­tens zu unter­drü­cken, verlangt ein hohes Maß an Selbst­kon­trolle. Das strengt an und kann zu Erschöp­fung führen. Wer sich dabei aber vorstellt, dass uns Willens­kraft nahezu unbe­grenzt zur Verfü­gung steht, hat höhere Erfolgs­chan­cen, die gesteck­ten Ziele zu errei­chen.

Frühere Studien konn­ten zeigen, dass die Fähig­keit zur Selbst­kon­trolle stark abnimmt, wenn wieder­holt Aufga­ben erle­digt werden müssen, bei denen man sich kontrol­lie­ren muss. Neuere Erkennt­nisse deuten auf etwas ande­res hin: Wer davon ausgeht, dass Willens­kraft nicht leicht erschöpf­bar ist, sondern uns unli­mi­tiert zur Verfü­gung steht, schnei­det bei anhal­ten­den mental anstren­gen­den Aufga­ben besser ab, als Perso­nen, die von einer nur begrenzt verfüg­ba­ren Ressource der Willens­kraft ausge­hen. Forschende am Leibniz‐Institut für Arbeits­for­schung an der TU Dort­mund (IfADo) haben nun erst­mals auch für den Arbeits­all­tag bestä­tigt, dass sich bestimmte Vorstel­lun­gen von Willens­kraft auf die Leis­tungs­fä­hig­keit auswir­ken können.

Gestei­gerte Leis­tungs­fä­hig­keit

Dazu haben sie eine Tage­buch­stu­die mit 71 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer durch­ge­führt, die alle regel­mä­ßig beruf­lich in Kontakt mit Kunden, Pati­en­ten oder Geschäfts­part­nern stehen. „Proban­den, die bei der Arbeit ihre Emotio­nen kontrol­lie­ren muss­ten, profi­tier­ten unmit­tel­bar von der Vorstel­lung, dass Willens­kraft nahezu unbe­grenzt verfüg­bar ist. Sie fühl­ten sich weni­ger erschöpft durch die Emoti­ons­ar­beit, auch nach einem anstren­gen­den Arbeits­tag“, fasst IfADo‐Studienautorin Anne‐Kathrin Konze zusam­men. „Unsere Willens­kraft ist mögli­cher­weise nicht so stark begrenzt, wie wir ursprüng­lich vermu­tet haben. Gehen wir dennoch davon aus, dass unsere Fähig­keit zur Selbst­kon­trolle schnell aufge­braucht ist, werden wir gewohn­heits­mä­ßig unsere eige­nen Fähig­kei­ten unter­schät­zen“, so Konze weiter.

Auf Unter­neh­men über­trag­bar

Auch die Unter­neh­mens­kul­tur kann einen Einfluss darauf nehmen, welche Einstel­lung Ange­stellte bezüg­lich der Gren­zen von Willens­kraft haben. „In einem Unter­neh­men, in dem eher die Gren­zen des Mach­ba­ren betont, statt Möglich­kei­ten heraus­ge­stellt werden, können Mitar­bei­ter dazu verlei­tet werden, an eine sehr stark begrenzte Ressource der Willens­kraft zu glau­ben. Das kann im schlimms­ten Fall dazu führen, dass einzelne Team­mit­glie­der das Opti­mum ihrer Leis­tungs­fä­hig­keit verfeh­len“, sagt IfADo‐Arbeitspsychologin Konze.

https://www.ifado.de

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