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Studie belegt gesundheitliche Auswirkungen

Jeder fünfte Beschäf­tigte hat zu kurze Ruhe­zei­ten

Beschäftigte haben in der Regel Anspruch auf eine ununterbrochene Ruhezeit von elf Stunden. Diese einzuhalten ist eine Frage der Gesundheit. Foto: fizkes-stock.adobe.com
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Beschäf­tigte mit verkürz­ten Ruhe­zei­ten haben häufi­ger gesund­heit­li­che Beschwer­den und eine schlech­tere Work-Life-Balance. Zu diesem Ergeb­nis kommt eine Studie der Bundes­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin (BAuA). Die Studie zeigt ebenso, dass Ruhe­zei­ten umso weni­ger einge­hal­ten werden, je länger die Tages- bezie­hungs­weise Wochen­ar­beits­zei­ten der Beschäf­tig­ten sind.

Das deut­sche Arbeits­zeit­ge­setz legt die Höchst­gren­zen für die tägli­che Arbeits­zeit und die Mindest­dauer für Arbeits­un­ter­bre­chun­gen fest. In der Regel haben Beschäf­tigte demnach Anspruch auf eine unun­ter­bro­chene Ruhe­zeit von elf Stun­den. Das Gesetz lässt jedoch Verkür­zun­gen in bestimm­ten Berei­chen wie zum Beispiel im Gesund­heits­we­sen, in der Land­wirt­schaft oder beim Rund­funk zu. Zudem können abwei­chende Rege­lun­gen tarif­ver­trag­lich getrof­fen werden.

Beson­ders betrof­fen: Gesund­heits­we­sen

In der BAuA-Arbeitszeitbefragung von 2017 wurden die Beschäf­tig­ten erst­mals dazu befragt, ob sie die Mindestru­he­zei­ten einhal­ten. Rund 20 Prozent der Voll­zeit­be­schäf­tig­ten geben an, dass sie mindes­tens einmal im Monat von verkürz­ten Ruhe­zei­ten betrof­fen sind. Am höchs­ten ist der Anteil im Gesund­heits­we­sen: 39 Prozent der dort Beschäf­tig­ten berich­ten, dass sie mindes­tens einmal im Monat von verkürz­ten Ruhe­zei­ten betrof­fen sind.

Die Auswer­tung zeigt: Insge­samt haben Beschäf­tigte mit verkürz­ten Ruhe­zei­ten mehr psycho­so­ma­ti­sche Beschwer­den als Beschäf­tigte mit mindes­tens elfstün­di­gen Ruhe­zei­ten. Dazu zählen zum Beispiel Rücken­schmer­zen, Schlaf­stö­run­gen oder emotio­nale Erschöp­fung. Auch die Work-Life-Balance verschlech­tert sich signi­fi­kant.

Mindest­stan­dards unver­zicht­bar

Die Studie der BAuA macht deut­lich, dass Mindestru­he­zei­ten nach wie vor ein wich­ti­ges und sinn­vol­les Instru­ment des Arbeits­schut­zes sind. Die Autoren empfeh­len, geltende Mindest­stan­dards auch in Zukunft beizu­be­hal­ten und vor allem die Länge der Ruhe­zei­ten bezie­hungs­weise die Ausnah­me­re­ge­lun­gen und Abwei­chun­gen noch stär­ker in den Blick zu nehmen.

Publi­ka­tion präsen­tiert Ergeb­nisse

Die Publi­ka­tion baua: Bericht kompakt „Verkürzte Ruhe­zei­ten: Auswir­kun­gen auf die Gesund­heit und die Work-Life-Balance“ fasst diese und weitere Forschungs­er­geb­nisse über­sicht­lich zusam­men. Den Bericht gibt es im PDF-Format zum Herun­ter­la­den im Inter­net­an­ge­bot der BAuA unter www.baua.de/publikationen.

 

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