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Kühlfunktionskleidung schützt vor Hitze

Klima­an­lage zum Anzie­hen

Kühlfunktionskleidung ergänzt andere Maßnahmen zum Hitze- beziehungsweise Sonnenschutz, wie zum Beispiel das Beschatten von Arbeitsplätzen im Außenbereich, sinnvoll und effektiv. Foto: pervormance international GmbH
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Kühl­funk­ti­on­s­klei­dung spei­chert Feuch­tig­keit und gibt sie lang­sam wieder ab. Auf diese Weise bleibt der Körper stun­den­lang ange­nehm kühl – gut für Menschen, die bei sommer­li­cher Hitze drau­ßen arbei­ten oder an ande­ren Arbeits­plät­zen mit hoher Umge­bungs­tem­pe­ra­tur beschäf­tigt sind. Wie sich die Anwen­dung im Alltag gestal­tet, zeigt die Sozi­al­ver­si­che­rung für Land­wirt­schaft, Fors­ten und Garten­bau (SVLFG) anhand eines Best-Practice-Beispiels aus dem Krema­to­rium Ulm.

Kühl­funk­ti­on­s­klei­dung funk­tio­niert wie eine „Klima­an­lage zum Anzie­hen“. Dazu wird das Klei­dungs­stück kurz in Wasser getaucht und ausge­drückt. Bei Bedarf wird es ober­fläch­lich mit einem Hand­tuch abge­trock­net, damit kein Gefühl von Nässe auf der Haut entsteht. Eine drei­di­men­sio­nale Faser spei­chert das Wasser und gibt es lang­sam an die Umge­bungs­luft ab. Diese Verduns­tungs­kälte schützt den Körper stun­den­lang vor Über­hit­zung. Wer in der Hitze arbei­ten muss, bleibt dadurch konzen­trier­ter und leis­tungs­fä­hi­ger. Das Unfall­ri­siko sinkt. Eine Unter­küh­lung ist bei sach­ge­rech­ter Hand­ha­bung nicht möglich. Gewa­schen werden die Texti­lien gemäß Wasch­an­lei­tung mit ph-neutralem Flüs­sig­wasch­mit­tel.

So lässt sich deut­lich besser arbei­ten“

Oliver Mohr-Ege ist Krema­to­ri­ums­tech­ni­ker bei der Stadt Ulm. Im Krema­to­rium ist die Raum­tem­pe­ra­tur häufig sehr warm, um dauer­haft konzen­triert zu arbei­ten und leis­tungs­fä­hig zu blei­ben. Mohr-Ege hat deshalb auf eigene Faust recher­chiert, wie er seine Situa­tion am Arbeits­platz verbes­sern könnte. Auf Kühl­funk­ti­on­s­klei­dung wurde er bei seiner Suche im Inter­net aufmerk­sam. Ein Klei­dungs­stück, das bei der Arbeit nicht stört und das ohne großen Aufwand Verduns­tungs­kälte erzeugt – das klang für ihn nach einer vernünf­ti­gen Idee, um die Arbeit bei der stän­di­gen großen Hitze im Krema­to­rium erträg­li­cher zu machen.

Nach einem Gespräch mit seinem Arbeit­ge­ber hat dieser ihn mit einer Kühl­funk­ti­ons­weste und einer Kühlfunktions-Schildkappe ausge­rüs­tet. Im Dienst trägt er die Weste nun über den ganzen Tag. Und das seit mitt­ler­weile zwei Jahren. Die Kühlfunktions-Schildkappe nutzt er bei Bedarf. Mohr-Ege ist über­zeugt von der Funk­tio­na­li­tät der Texti­lien. „Bevor ich die Kühl­funk­ti­on­s­klei­dung hatte, war ich schon nach eini­gen Stun­den Arbeit regel­mä­ßig abge­schla­gen und müde“, erzählt er. „Mit der Weste geht es mir deut­lich besser. Die Hitze ist zwar trotz­dem da, sie lässt sich aber eher aushal­ten. Seit ich die Weste trage, fühle ich mich viel fitter und konzen­trier­ter.“

Nicht zu kühl und trocken auf der Haut“

Ein weite­rer Plus­punkt ist die sehr einfa­che Hand­ha­bung: „Ich hänge die Weste nach der Arbeit in die Dusche und mache sie komplett nass. Am nächs­ten Morgen habe ich dann eine Weste, die den ganzen Tag über ihren Zweck erfüllt.“ Das Trage­ge­fühl beschreibt Mohr-Ege als ange­nehm. „Nicht zu kühl und trocken auf der Haut.“

Über­zeugt hat Mohr-Ege auch die rela­tiv robuste Quali­tät des Mate­ri­als. Das Waschen der Texti­lien funk­tio­niert problem­los: „Die Weste muss wie jede Arbeits­klei­dung je nach Verschmut­zungs­grad mehr oder weni­ger häufig gewa­schen werden. Dabei richte ich mich nach den Anga­ben des Herstel­lers.“

Foto­wett­be­werb Sonnen­schutz bei der Arbeit

Bei Eingabe des Such­be­griffs „Hitze“ finden sich auf der Inter­net­seite der SVLFG unter www.svlfg.de weitere wert­volle Tipps, wie sich die Arbeit an heißen Sommer­ta­gen erträg­li­cher gestal­ten lässt. Darüber hinaus hat die SVLFG einen Foto­wett­be­werb ausge­lobt: Noch bis zum 15. Okto­ber 2019 (Einsen­de­schluss) sucht sie inno­va­tive Ideen zum Sonnen­schutz bei der Arbeit in der grünen Bran­che. Die 18 besten Bilder werden von einer Jury ausge­wählt und mit einem Preis­geld prämiert (3 x 200 Euro, 5 x 100 Euro und 10 x 50 Euro).

Wer sich an dem Wett­be­werb betei­li­gen möchte, schickt sein Bild oder seine Bilder in Druck­qua­li­tät mit einer kurzen Beschrei­bung des Motivs per Mail an praevention@svlfg.de oder per Post an: SVLFG, Stich­wort: Foto­wett­be­werb Sonnen­schutz, Bereich Präven­tion, Weißen­stein­straße 70–72, 34131 Kassel. Mit der Teil­nahme an der Aktion treten die Teil­neh­mer die Urheber- und Nutzungs­rechte aller einge­reich­ten Fotos zur Verwen­dung in Medien, wie zum Beispiel Broschü­ren, Flyer oder Vorträge, an die SVLFG ab. Gleich­zei­tig bestä­ti­gen sie mit der Teil­nahme, dass sich Perso­nen, die auf den Fotos erkenn­bar sind, mit der Veröf­fent­li­chung einver­stan­den erklärt haben.

www.svlfg.de

 

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