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Wiederaufbereitung von FFP2- und FFP3-Masken

Neues BAuA-Faktenblatt informiert
Können FFP2- und FFP3-Masken nach einmaligem Gebrauch wiederaufbereitet werden?

FFP2- und FFP3-Masken
Können FFP2- und FFP3-Masken nach einmaligem Gebrauch wiederaufbereitet werden? Foto: © Frédéric Massard - stock.adobe.com
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Fil­tri­erende Halb­masken oder Fil­ter­ing Face Pieces (FFP) sind derzeit ein wichtiger Baustein des Arbeitss­chutzes in der SARS-CoV-2-Pan­demie. Angesichts zeitweiliger Ver­sorgungsen­g­pässe und hoher Kosten kommt die Frage auf, ob diese Masken nach ein­ma­ligem Gebrauch wieder­auf­bere­it­et wer­den kön­nen. Das Fak­ten­blatt baua: Fak­ten „Bew­er­tung der Wieder­auf­bere­itung von fil­tri­eren­den Halb­masken in der Arbeitswelt” der Bun­de­sanstalt für Arbeitss­chutz und Arbeitsmedi­zin (BAuA) klärt diese Frage.

Wiederaufbereitung von FFP2- oder FFP3-Masken im privaten Umfeld

Auf­grund von Ver­sorgungsen­g­pässen in der SARS-CoV-2-Pan­demie und wegen der Kosten von FFP2- oder FFP3-Masken gab und gibt es weltweit immer wieder Fra­gen nach Möglichkeit­en der Wieder­auf­bere­itung von Atem­schutz­masken. Bere­its in der Ver­gan­gen­heit beschäftigten sich viele Stu­di­en mit Meth­o­d­en, um gebraucht­en Atem­schutz aufzu­bere­it­en. Jedoch kon­nte ein stan­dar­d­isiertes Ver­fahren, das sich uneingeschränkt auf alle Masken­typen anwen­den und auf den beru­flichen All­t­ag über­tra­gen lässt, bish­er nicht abgeleit­et wer­den. Eine neue Studie befasst sich nun auf­grund der vorherse­hbaren Wiederver­wen­dung durch pri­vate Nutzer mit der eigen­ver­ant­wortlichen Wiederver­wen­dung und Wieder­auf­bere­itung von FFP2- oder FFP3-Masken. Sie bezieht sich expliz­it auf die Ver­wen­dung im pri­vat­en Umfeld und sieht die Ver­ant­wor­tung beim jew­eili­gen pri­vat­en Nutzer.

Im Betrieb gelten die Regeln des Arbeitsschutzes

Im betrieblichen Kon­text gel­ten jedoch aus­drück­lich die jew­eili­gen Vorschriften und Regeln des Arbeitss­chutzes, die die Sicher­heit und Gesund­heit der Beschäftigten gewährleis­ten sollen, wenn sie Per­sön­liche Schutzaus­rüs­tung benutzen. Die Verord­nung (EU) 2016/4255 über Per­sön­liche Schutzaus­rüs­tun­gen (PSA-Verord­nung) regelt Gesund­heitss­chutz- und Sicher­heit­san­forderun­gen an PSA in der Europäis­chen Union. Konkretisiert wer­den diese Anforderun­gen in der DIN EN 149.

Die DIN EN 149 beschreibt unter anderem nicht wiederver­wend­bare par­tikelfil­tri­erende Halb­masken, die für eine übliche Acht-Stun­den-Schicht genutzt wer­den kön­nen und im Infek­tion­ss­chutz einge­set­zt werden.

Wiederaufbereitung von FFP2- oder FFP3-Masken im beruflichen Kontext aus rechtlichen Gründen unzulässig

Her­steller von Atem­schutz­masken informieren in ihren Pro­duk­t­in­for­ma­tio­nen über Tragedauer, Lager­dauer und den bes­tim­mungs­gemäßen Gebrauch des Pro­duk­tes. Bish­er sehen sie keine Wiederver­wen­dung oder Dekon­t­a­m­i­na­tion von Ein­weg­masken vor oder geben Hin­weise dazu. Bei ent­ge­gen den Vor­gaben des jew­eili­gen Her­stellers wieder­auf­bere­it­eten FFP2- oder FFP3-Masken muss davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass die Schutzwirkung abn­immt. Sie darf daher aus rechtlichen Grün­den im beru­flichen Kon­text nicht mehr als Per­sön­liche Schutzaus­rüs­tung (PSA) einge­set­zt wer­den, da sie wed­er die Anforderun­gen des Arbeitss­chutzes noch der Pro­duk­t­sicher­heit erfüllt.

Wiederaufbereitung im privaten Bereich in eigener Verantwortung

Auch im pri­vat­en Umfeld wider­spricht eine Wieder­auf­bere­itung und Wiederver­wen­dung von FFP2- und FFP3-Masken grund­sät­zlich dem bes­tim­mungs­gemäßen Gebrauch. Dies geschieht in eigen­er Ver­ant­wor­tung und nach derzeit­iger Ein­schätzung ent­fällt die Haf­tung durch den Hersteller.

baua: Fak­ten: „Bew­er­tung der Wieder­auf­bere­itung von fil­tri­eren­den Halb­masken in der Arbeitswelt” gibt es im PDF-For­mat im Inter­ne­tange­bot der BAuA unter www.baua.de/dok/8854876

www.baua.de

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