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Erste-Hilfe-Mythen aufgeklärt

Leben retten ohne Angst

Ist keine Atmung zu erkennen, sollte dringend mit der Herzdruckmassage begonnen werden (Foto: © spkphotostock – stock.adobe.com)
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Zu viele Deut­sche wissen zu wenig über Erste-Hilfe-Maßnahmen. Hinzu kommt die Angst, etwas falsch zu machen. Der letzte Erste-Hilfe-Kurs liegt oft mehr als 10 Jahre zurück. Und dann kursiert jede Menge gefähr­li­ches Halb­wis­sen in den Köpfen der poten­ti­el­len Erst­hel­fer. Die Berufs­ge­nos­sen­schaft Ener­gie Textil Elek­tro Medi­en­er­zeug­nisse (BG ETEM) klärt über sechs große Erste-Hilfe-Mythen auf.

Der häufigste Irrglaube ist: Besser nichts tun, als etwas falsch machen. Das ist nicht nur unter­las­sene Hilfe­leis­tung, sondern auch noch straf­bar. Jeder Mensch ist verpflich­tet, Verletz­ten nach seinen Möglich­kei­ten zu helfen oder zumin­dest unmit­tel­bar Hilfe zu holen.
Ein weite­rer Mythos: Angeb­lich müssen bei einem Notruf alle fünf W‑Fragen abge­ar­bei­tet werden. Das stimmt nur einge­schränkt. Am wich­tigs­ten sind das „Wo“ und das „Was“, die weitere Gesprächs­füh­rung kann man den Profis über­las­sen und auf deren Fragen antwor­ten. Niemals sollte man selbst­stän­dig das Tele­fo­nat been­den.
Auch wer meint, als erstes müsse er den Puls prüfen, der irrt. Ausschlag­ge­bend ist zunächst, ob der Betrof­fene bei Bewusst­sein ist. Man sollte die Person daher anspre­chen oder an den Schul­tern rütteln.
Am zweit­wich­tigs­ten ist es, die Atmung zu über­prü­fen. Fehlt diese, ist eine Herz­druck­mas­sage drin­gend ange­zeigt. Da hilft die stabile Seiten­lage schlicht­weg nichts. Sie ist nicht das Allheil­mit­tel, wie viele fälsch­li­cher­weise denken. Zu den dring­li­chen Maßnah­men in der Notfall­ver­sor­gung gehört, ein allmäh­li­ches Versa­gen der Atmung zu erken­nen und sofort mit der Herz­druck­mas­sage zu begin­nen. Das heißt, wer einen Herz-Kreislauf-Stillstand hat, benö­tigt sofort eine Herz­druck­mas­sage!
Doch wie werden die Hände für eine Herz­druck­mas­sage rich­tig posi­tio­niert? Die Haupt­sa­che ist, dass es losgeht. Wer es ganz korrekt machen möchte, legt im Ideal­fall den Hand­bal­len auf die Brust­mitte – also das Brust­bein – und drückt pro Minute mit beiden Händen senk­recht 100 bis 120 Mal fest zu. Beim Rhyth­mus bietet der altbe­kannte Bee Gees-Song „Stay­ing Alive“ eine gute Orien­tie­rung. Also: Sofort star­ten und solange weiter­ma­chen, bis Hilfe eintrifft.
Die letzte Halb­wahr­heit besagt, man beatme heut­zu­tage gar nicht mehr. Genau das stimmt so nicht. Eine reine Druck­mas­sage ist das Mini­mum bei einer Wieder­be­le­bung. Verbun­den mit einer Beatmung ist sie sozu­sa­gen auf Bundesliga-Niveau. Ist ein exter­ner Defill­bril­la­tor (AED) vorhan­den, ist das ein Ideal­fall und die Wieder­be­le­bung kann quasi auf dem Level der Cham­pi­ons League erfol­gen. Ohne tech­ni­sche Hilfs­mit­tel ist es ideal, 30 Mal zu drücken, die Nase der Person zuzu­hal­ten und zwei­mal gleich­mä­ßig Luft in den Mund zu blasen.
Umfas­sende Infor­ma­tio­nen zu sehr vielen Aspek­ten der Ersten Hilfe finden sich zusam­men­ge­fasst auf der Webseite der BG ETEM unter www.bgetem.de und der Eingabe des Webcodes 13680378 bzw. hier.

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