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Luftverschmutzung, Lärm, Klimawandel: Vorzeitige Todesfälle in Europa durch Umweltprobleme

Vorzeitige Todesfälle in Europa durch Umweltprobleme
Luftverschmutzung, Lärmbelastung, Klimawandel

Die Umweltverschmutzung steht in Zusammenhang mit vorzeitigen Todesfällen in Europa. Foto: angkhan - stock.adobe.com
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Eine niedrige Umweltqual­ität trägt zu 13 Prozent aller vorzeit­i­gen Todes­fälle in Europa bei. Das zeigt der von der Europäis­chen Umwelt­a­gen­tur veröf­fentlichte Bericht zum Ein­fluss der Umwelt auf die Gesund­heit. Dem­nach verur­sacht die Luftver­schmutzung jährlich mehr als 400.000 vorzeit­ige Todes­fälle in der EU und ist damit weit­er­hin die größte Umweltbedro­hung für die Gesund­heit. Lärm­be­las­tung ste­ht mit 12.000 vorzeit­i­gen Todes­fällen an zweit­er Stelle, gefol­gt von Auswirkun­gen des Kli­mawan­dels, ins­beson­dere Hitzewellen.

EU-Umweltkom­mis­sar Vir­gini­jus Sinke­vičius erk­lärt dazu: „Es beste­ht ein ein­deutiger Zusam­men­hang zwis­chen dem Zus­tand der Umwelt und der Gesund­heit unser­er Bevölkerung. Jed­er muss ver­ste­hen, dass wir durch den Schutz unseres Plan­eten nicht nur Ökosys­teme ret­ten, son­dern auch Leben, ins­beson­dere jene der am stärk­sten Gefährde­ten.“

Die Belas­tung durch Ver­schmutzung und Kli­mawan­del vari­iert inner­halb von Europa, wobei ein deut­lich­er Unter­schied zwis­chen Län­dern in Ost- und Wes­teu­ropa beste­ht. Der höch­ste Anteil an nationalen Todes­fällen durch Umwelt­be­las­tung (27 Prozent) find­et sich in Bosnien und Herze­gow­ina, der niedrig­ste in Island und Nor­we­gen (9 Prozent).

Zusätzlicher Faktor Armut

Sozial benachteiligte Gemein­schaften kämpfen typ­is­cher­weise mit ein­er Dreifach­be­las­tung aus Armut, niedriger Umweltqual­ität und Krankheit. Ärmere Gemein­schaften sind oft höheren Graden an Ver­schmutzung, Lärm und hohen Tem­per­a­turen aus­ge­set­zt, während Vor­erkrankun­gen die Anfäl­ligkeit gegenüber umweltbe­d­ingten Gesund­heit­srisiken erhöhen. Gezielte Maß­nah­men sind notwendig, um die Umweltbe­din­gun­gen für diese am stärk­sten Gefährde­ten in Europa zu verbessern.

Die Men­schen sind gle­ichzeit­ig mehreren Risiken aus­ge­set­zt, ein­schließlich Luft- und Wasserver­schmutzung sowie Lärm­be­las­tung und Chemikalien, die sich in Kom­bi­na­tion und mitunter einan­der ver­stärk­end auf die Gesund­heit auswirken. Europäis­che Städte sind diesen mehrfachen Bedro­hun­gen beson­ders aus­ge­set­zt, wobei die Men­schen dort außer­dem weniger Zugang zu Grün- und Wasser­flächen haben.

Mehr Grün- und Wasserflächen

Der Bericht betont, dass ein inte­gri­ert­er Ansatz für die Umwelt- und Gesund­heit­spoli­tik notwendig ist, um Umwel­trisiken zu bekämpfen, die am stärk­sten gefährde­ten Bürg­er zu schützen und den Nutzen, den die Natur bei der Förderung von Gesund­heit und Wohlbefind­en hat, voll­ständig zu erken­nen. Der europäis­che Grüne Deal bietet eine nach­haltige und inte­gra­tive Strate­gie, um die Gesund­heit und Leben­squal­ität der Men­schen zu verbessern und die Natur zu schützen.

Eine gesunde Natur ist ein Schlüs­sel für den Erhalt öffentlich­er Gesund­heit, die Eindäm­mung von Krankheit­en und die Förderung von Gesund­heit und Wohlbefind­en. Grüne Lösun­gen bieten einen dreifachen Nutzen. Hochw­er­tige Grün- und Wasser­flächen in städtis­chen Gebi­eten fördern Gesund­heit und Wohlbefind­en und bieten Raum für kör­per­liche Betä­ti­gung, Entspan­nung und soziale Inter­ak­tion, wobei der Gewinn für arme Gemein­schaften beson­ders groß ist. Grün- und Wasser­flächen kühlen die Städte während Hitzewellen, ver­ringern Über­flu­tun­gen, senken die Lärm­be­las­tung und unter­stützen die städtis­che Bio­di­ver­sität.

 https://ec.europa.eu

Direk­tlink zum Bericht der EU-Umwelt­a­gen­tur

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zum The­ma der europäis­che Grüne Deal

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