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Mannschaftssport – ja oder nein?

Serie Teil 3
Mannschaftssport – ja oder nein?

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Gemein­sam Spaß haben – gemein­sam Erfolg oder auch Mis­ser­folg teilen! Das ist ein wun­der­bares Gefühl. Und mit Sport in ein­er Mannschaft ganz ein­fach zu erreichen.

Weil Team­play­ing nicht nur gut für den Kör­p­er, son­dern auch gut für den Geist ist, ist Mannschaft­sport sich­er die beliebteste Form, Bewe­gung ins Leben zu brin­gen. Ob Fuß‑, Hand- oder Vol­ley­ball, Hock­ey, Bad­minton, Ten­nis oder Tis­chten­nis – zusam­men mit anderen aufs Spielfeld zu gehen, sich dur­chaus auch mal Tech­nik und Tak­tik beim Mit­spiel­er abzuschauen und schließlich in großer Gruppe einen Sieg zu bejubeln, das weckt Freude am Sport und erhält sie auch langfristig.
Mit Spaß gemein­sam trainieren
Wer so gar keine Lust hat, alleine eine Laufrunde zu starten oder sich aufs Ren­nrad zu schwin­gen, hat wom­öglich Spaß an Sport­spie­len. Dabei kommt es näm­lich nicht darauf an, als Einzelkämpfer möglichst gut und schnell voranzukom­men. Es geht vielmehr um ein sportlich-har­monis­ches Miteinan­der. Haben Sie das Bedürf­nis, sich mit anderen zu messen, in Kon­takt zu treten und sich auszu­tauschen über Erfolg und Mis­ser­folg auf dem Platz? Dann ist Sport in ein­er Mannschaft bes­timmt das Richtige für Sie.
Grund­sät­zlich soll­ten Sie aber bedenken, dass viele Sport­spiele mit beson­der­er Belas­tung für Sehnen, Bän­der und Gelenke ver­bun­den sind. Abruptes Stop­pen – eventuell sog­ar auf Hal­len­fuß­bo­den – und schnelles Antreten sind für Untrainierte in jedem Fall anstren­gend. Und sind die Fuß- und Kniege­lenke nicht aus­re­ichend gekräftigt, kann schnell mal eine Ver­let­zung die Folge sein. Entsprechende Kräf­ti­gungsübun­gen sind nicht nur als Aufwärm­pro­gramm sin­nvoll. Auch als Train­ing zwis­chen­durch dür­fen diese Übun­gen nicht ver­nach­läs­sigt werden.
Eben­so uner­lässlich ist ein vernün­ftiges Aufwärm­train­ing. Ganz egal, wie fit Sie sind oder welche Kör­per­par­tien Sie kräfti­gen wollen: Im kalten Zus­tand sind Muskeln ein sprödes Gewebe. Erst wenn sie aufgewärmt sind, wer­den sie geschmei­dig und leistungsstark.
Wussten Sie, dass der men­schliche Kör­p­er mit über 600 Muskeln aus­gerüstet ist? Und dass jed­er Muskel beugt, streckt oder ein Gelenk sta­bil­isiert? Ab 30 Prozent mehr Wider­stand als der Muskel max­i­mal leis­tet find­et ein Kräf­ti­gung­sprozess statt. Mit gym­nas­tis­chen Übun­gen lässt sich das ganz pri­ma erre­ichen – zumin­d­est ab Hüfte aufwärts. Sog­ar ohne den Ein­satz beson­der­er Gewichte. Für die Bein­muskeln sind zumeist beson­dere Übun­gen an Geräten sin­nvoll, weil die Bein­muskeln ohne­hin gewohnt sind, tagtäglich unser Kör­pergewicht zu tragen.
Allzu ein­seit­iges Train­ing ist niemals gut. Vor allem sollte man auch immer darauf acht­en, dass alle motorischen Grund­fer­tigkeit­en gle­icher­maßen gefordert sind. Aus­dauer, Kraft, Schnel­ligkeit, Beweglichkeit und Koor­di­na­tion heißen die Zauber­worte. Heute sind die genan­nten Fer­tigkeit­en bei Kindern schon viel weniger aus­geprägt vorhan­den als noch in den 1980er Jahren. Abstriche von bis zu 15 Prozent müssen heutzu­tage in der Motorik bei Kindern gemacht wer­den. Selb­st ein­fach­ste Übun­gen sind heute keine Selb­stver­ständlichkeit mehr. Purzel­baum oder Rück­wärts­ge­hen, einen Ball fan­gen oder auf einem Bein ste­hen (wom­öglich noch mit geschlosse­nen Augen) – für viele Kinder ein Ding der Unmöglichkeit.
So kann man der Gen­er­a­tion „Couch-Pota­toe“ zu mehr Bewe­gung zu verhelfen:
  • Kinder unbe­d­ingt zu Fuß zur Schule gehen lassen.
  • Vor­bild sein und kurze Wege auch selb­st zu Fuß erledigen.
  • Dem Nach­wuchs genü­gend Aus­lauf und Möglichkeit zum Toben geben: In Parks, auf dem Hof, dem Bürg­er­steig oder im Garten. Zur Not am Nach­mit­tag den Schul­hof nutzen, wenn keine anderen Frei­flächen zur Ver­fü­gung stehen.
So kön­nen Kinder schon früh gewisse kör­per­liche Grund­fer­tigkeit­en erlan­gen, die auf dem Spielfeld uner­lässlich sind. Und zwar:
  • Eine gewisse Aus­dauer muss vorhan­den sein, damit die Spiel­er die Streck­en auf dem Platz nicht nur kurzfristig, son­dern eine ganze Spielzeit zurück­le­gen können.
  • Zusät­zlich sollte man gewandt und reak­tion­ss­chnell sein, um mit den Geg­n­ern auf dem Platz fer­tig zu wer­den. Wer sich nicht gern „ins Getüm­mel“ beg­ibt (wie beim Fußball, Hand­ball usw.), ist wahrschein­lich bess­er berat­en mit Bad­minton oder Tischtennis.
  • Eben­falls aus­geprägt sollte die Geschick­lichkeit sein. Wobei diese natür­lich auch bei jed­er Train­ing­sein­heit aufs Neue geschult wird.
Geschick­lichkeit üben – zu Hause
Um sich bei allen Ball­spie­len geschickt zu zeigen, kann man sich entsprechend trainieren. Bess­er fan­gen und wer­fen zu kön­nen sind beispiel­sweise Fer­tigkeit­en, die sich pri­ma auch im eige­nen Garten oder am Strand üben lassen. Wer­fen und fan­gen Sie einen Ball in allen nur denkbaren Vari­a­tio­nen. Wech­seln Sie links und rechts ab, prellen Sie den Ball im Gehen, beim Hüpfen, beim Laufen, ein­beinig in der Hocke – alles ist möglich!
Wenn Sie mögen, sind auch Schläger (Bad­minton, Feder­ball, Ten­nis) mit passen­dem Ball ide­al, um sich auf Sport­spiele bess­er einzustellen. Fra­gen Sie Ihre Kinder, ob Sie eine Runde Feder­ball mit Ihnen spie­len – oder richt­en Sie doch ein­fach mal ein kleines Turnier für die Nach­barschaft aus. Selb­st Völker­ball ist dafür geeignet, von Jung und Alt gemein­sam gespielt zu werden.
Welch­er Sport ist nun meiner?
Mit eini­gen (ein­fachen) Fra­gen bekommt man schon recht gut her­aus, was Sport für einen per­sön­lich bedeutet und welchen Stel­len­wert er im Leben ein­nehmen sollte. Beant­worten Sie daher ehrlich für sich selbst:
  • Will ich mich haupt­säch­lich entspan­nen und den All­t­ag hin­ter mir lassen?
  • Will ich schwitzen, mich aus­pow­ern, Spaß und Gruppendynamik?
  • Soll es für mich Wet­tbe­werb, kör­per­liche Leis­tung und Gren­z­er­fahrung bringen?
  • Oder: Brauche ich nur das beruhi­gende Gefühl, etwas für mich und meine Gesund­heit getan zu haben?
Wer vor allem Spaß und Grup­pen­dy­namik haben möchte, ist 100-prozentig Mannschaftssportler!
Früh übt sich
Im Grund­schu­lal­ter (also zwis­chen fünf und zehn Jahren) entwick­eln Kinder ihre koor­di­na­tiv­en Fähigkeit­en beson­ders effek­tiv. In diesem Zeitrah­men erlernt der Kör­p­er so viele Bewe­gun­gen und Bewe­gungsabläufe wie nie mehr später im Leben. Die Motorik wird der­art zum Ler­nen „ange­feuert“ und spe­ichert sämtliche Bewe­gun­gen so effizient, dass Kinder am Ende der Grund­schulzeit in Sachen Koor­di­na­tion schon rund 80 Prozent ihrer Leis­tungs­fähigkeit erre­icht haben. Wer­den sie zusät­zlich von klein auf gezielt angeleit­et oder sog­ar trainiert, bringt das noch ein­mal zusät­zlichen Gewinn.
Ver­rückt – aber wahr
Immer neue Sportarten sor­gen dafür, dass es nicht lang­weilig wird in Schwimm­bädern, auf Hal­len­plätzen und Tar­tan­bah­nen. So gibt es für beson­ders exper­i­men­tier­freudi­ge Sportler die Möglichkeit Unter­wass­er-Hock­ey zu spie­len. Wer früher schon gern Völker­ball gespielt hat, kann sich heute mit Dodge­ball vergnü­gen. Auf dem Fahrrad bleibt man sitzen, wenn Rad­ball gespielt wird und Black­minton ist die neueste Vari­ante des Bad­minton. Der Clou daran: Es wird mit einem flu­o­reszieren­dem Ball im Dunkeln gespielt.
Ernährungstipp
Bei Inter­vall­be­las­tung – wie sie beispiel­sweise beim Fußball oder auch beim Hand­ball vorkommt – sind gut gefüllte Kohlen­hy­drat­spe­ich­er wichtig. Sie bestre­it­en Wet­tkämpfe, sind am Woch­enende im Spielein­satz? Dann soll­ten Sie schon an den Tagen vor dem Spiel reich­lich Reis, Nudeln, Vol­lko­rn­brot oder Müs­li essen. In den Pausen sor­gen Frucht­saftschorlen für schnellen Energie-Nach­schub. Dafür 1/3 reinen Frucht­saft mit 2/3 Min­er­al­wass­er und ein­er Prise Salz mischen.
Weit­ere Informationen:
Mit einem kurzen Frage­bo­gen unter www.tk.de, Web­code 36852, kön­nen Sie her­aus­find­en, welch­er Sport­typ Sie sind.
Sportarten von A bis Z – mit Hin­weisen zu ihren Vor- und Nachteilen – ler­nen Sie auf www.tk.de, Web­code 108484 kennen.
Brit­ta Surholt
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Immer aufwärmen
Auch Freizeit-Sport­grup­pen, die sich nur gele­gentlich tre­f­fen – und beispiel­sweise eine Stunde gemein­sam kick­en – soll­ten immer ein Aufwärm­train­ing absolvieren. Der Kör­p­er muss, ehe er voll ein­satzfähig ist, ein­mal auf „Betrieb­stem­per­atur“ gebracht wer­den. Die Muskeln wer­den es Ihnen danken, denn Zer­run­gen wird so sehr erfol­gre­ich vorgebeugt.

Was Sport bewirkt
    • Das Immun­sys­tem wird gestärkt.
    • Nicht nur das kör­per­liche, auch das psy­chis­che Wohlbefind­en wird pos­i­tiv bee­in­flusst. Sog­ar bei Depres­sio­nen kann Sport ther­a­peutisch wirk­sam sein.
    • Bewe­gung fördert auch die geistige Leis­tungs­fähigkeit, da das Gehirn bess­er durch­blutet und dadurch mit mehr Sauer­stoff ver­sorgt wird.

Kleine Couch-Potatoes
Inter­es­sant: Sieben von zehn Grund­schülern sitzen bere­its täglich am Rech­n­er. Jedes fün­fte Kind wird regelmäßig mit dem Auto zur Schule gefahren. Jedes siebte Kind ist bere­its übergewichtig.
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