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Mensch-Roboter-Kollaboration: Förderprojekt zur Inklusion im Kölner Motorenwerk

Neuer Arbeitsplatz für schwerbehinderte Beschäftigte im Motorenwerk
Förder­pro­jekt für kolla­bo­rie­ren­den Robo­ter

In der industriellen Fertigung kommen immer mehr Roboter zum Einsatz. Können mit kollaborierenden Robotern Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen gestaltet werden? Dies wird in einem Förderprojekt bei Ford getestet. Foto: Gorodenkoff - stock.adobe.com
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Gemein­sam mit der Rhei­nisch West­fä­lisch Tech­ni­schen Hoch­schule in Aachen (RWTH) und dem Land­schafts­ver­band Rhein­land (LVR) arbei­tet der Kölner Auto­mo­bil­her­stel­ler Ford an einer neuen Einsatz­mög­lich­keit für einen kolla­bo­rie­ren­den Robo­ter. Der LVR fördert dieses Modell­pro­jekt unter dem Titel „Mensch-Roboter-Kollaboration – Umge­stal­tung eines Arbeits­plat­zes in der Auto­mo­bil­bran­che für schwer­be­hin­derte Beschäf­tigte“ mit 372.000 Euro durch sein Inklu­si­ons­amt aus den Mitteln der Ausgleichs­ab­gabe.

Ziel ist es, den Robo­ter derge­stalt in die Ferti­gung einzu­bauen, dass ein schwer­be­hin­der­ter Mensch sich mit dem Robo­ter einen Arbeits­platz teilt. Das Beson­dere an diesem Projekt ist, dass der Robo­ter so konfi­gu­riert wird, dass er mit dem Menschen inter­ak­tiv „Hand in Hand“ arbei­tet und nicht durch eine Schutz­ein­rich­tung getrennt ist.

Arbeits­platz mit Robo­ter sicher gestal­ten

Das Projekt star­tete offi­zi­ell am 1. Juni 2020. Die Aufgabe des Auto­mo­bil­her­stel­lers, der den Robo­ter in seinem Kölner Moto­ren­werk einset­zen wird, ist die Gestal­tung des Arbeits­plat­zes sowie die Defi­ni­tion der Konfi­gu­ra­tion, sodass sowohl die Voraus­set­zun­gen der takt­ge­bun­de­nen Ferti­gung, die Anfor­de­run­gen der Arbeits­si­cher­heit als auch die barrie­re­freie Gestal­tung des Arbeits­plat­zes berück­sich­tigt sind. Die Projekt­dauer ist auf 19 Monate ange­legt (1. Juni 2020 bis 31. Dezem­ber 2021). Ziel ist es, an diesem Beispiel Erkennt­nisse für den Einsatz solcher Mensch-Maschine-Kollaborationen zur Beschäf­ti­gungs­si­che­rung schwer­be­hin­der­ter Menschen zu gewin­nen und vor allem klei­nere und mittel­stän­dige Unter­neh­men dahin­ge­hend zu bera­ten.

Das Ziel: Förde­rung der Inklu­sion

Seitens der RWTH Aachen ist das Insti­tut für Getrie­be­tech­nik, Maschi­nen­dy­na­mik und Robo­tik (IGMR) betei­ligt, welches mit seinen Kompe­ten­zen Robo­tik und Kolla­bo­ra­tion sowohl die wissen­schaft­li­che Beglei­tung als auch die weite­ren Trans­fers sichert. Das LVR-Inklusionsamt ist zustän­dig für die Teil­habe schwer­be­hin­der­ter Menschen auf dem allge­mei­nen Arbeits­markt im Rhein­land. Es bietet sowohl für Arbeit­ge­ber als auch für schwer­be­hin­derte Menschen unter­schied­li­che Unter­stüt­zungs­an­ge­bote an und arbei­tet mit verschie­de­nen Part­nern zusam­men. Die Ange­bote umfas­sen beispiels­weise finan­zi­elle Förde­rung zur Schaf­fung von Arbeits- und Ausbil­dungs­plät­zen, zur behin­de­rungs­ge­rech­ten Einrich­tung von Arbeits­plät­zen oder bei außer­ge­wöhn­li­chen Belas­tun­gen während der Beschäf­ti­gung. Für das LVR-Inklusionsamt verspricht der zu erwar­tende und zu veröf­fent­li­chende Erkennt­nis­ge­winn aus dem neuen Modell­pro­jekt einen deut­li­chen Nutzen, um die Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten von Menschen mit Behin­de­rung zu erwei­tern und neue tech­ni­sche Entwick­lun­gen zur Förde­rung der Inklu­sion zu nutzen.

https://media.ford.com

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