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Online-Angebote werden geprüft

Gefahrstoffe
Online-Angebote werden geprüft

Foto: © NaMaKuKi - stock.adobe.com
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Die EU-Überwachungsbehörden für Chemi­ka­li­en­recht wollen Ange­bote von Online-Shops und Verkäu­fern auf Handels­platt­for­men wie Ebay und Amazon kontrol­lie­ren. Exper­ten raten drin­gend, Ange­bots­in­for­ma­tio­nen, Kenn­zeich­nun­gen und die Einhal­tung von Schad­stoff­grenz­wer­ten zu aktua­li­sie­ren. Das berich­tet die Prüf­or­ga­ni­sa­tion Dekra.

Die Behör­den werden die Einhal­tung von Kenn­zeich­nungs­vor­schrif­ten für Gefahr­stoffe wie Reini­ger, Kleb­stoffe und ähnli­che Chemie­pro­dukte prüfen. Zudem ist laut Dekra geplant, die Einhal­tung von Schad­stoff­grenz­wer­ten in Produk­ten wie Spiel­zeug und Texti­lien zu kontrol­lie­ren. Bei einem Pilot­pro­jekt im Jahr 2017 waren 82 Prozent der Ange­bote nicht rechts­kon­form gemäß CLP-Verordnung.

Die aktu­el­len Kontrol­len haben drei Schwer­punkte:

  1. Online-Angebote von Chemie­pro­duk­ten wie Reini­gern, Kleb­stof­fen und Ähnli­chem werden auf die korrekte Kenn­zeich­nung gemäß Art. 48 der CLP-Verordnung geprüft. Hier­bei ist es wich­tig, dass der Abneh­mer die volle Gefahr­stoff­kenn­zeich­nung mit Pikto­gramm, Signal­wort und H‑Sätzen im Wort­laut zwin­gend sehen muss, bevor er den Arti­kel für den Kauf auswählt.
  2. Die Über­wa­chungs­be­hör­den werden die Einhal­tung von Schad­stoff­grenz­wer­ten gemäß REACH Anhang XVII in Erzeug­nis­sen kontrol­lie­ren. Dies betrifft beispiels­weise Grenz­werte für Azo-Farbstoffe in Texti­lien oder Phthalat-Weichmacher in Spiel­zeu­gen und Baby­ar­ti­keln. Dazu werden die Behör­den entspre­chende Produkte kaufen und in Labo­ren unter­su­chen lassen.
  3. Auch Online-Angebote für Biozid­pro­dukte wie Desin­fek­ti­ons­mit­tel sollen darauf­hin über­prüft werden, ob die Vorga­ben der EU-Biozidprodukteverordnung einge­hal­ten werden. Verstöße, die im Rahmen dieses Über­wa­chungs­pro­jekts aufge­deckt werden, werden von den Behör­den gemäß den natio­na­len Vorschrif­ten sank­tio­niert. Verstöße gegen die Kenn­zeich­nungs­pflicht können zu Geld­bu­ßen führen, Verstöße gegen Schad­stoff­grenz­werte sogar zu Straf­ver­fah­ren.

Der Dekra-Experte Jochen Dettke rät: „Betrei­ber von Online-Shops und Verkäu­fer auf Online-Plattformen wie Ebay oder Amazon soll­ten drin­gend prüfen, ob ihre Ange­bot die vorge­schrie­be­nen Infor­ma­tio­nen enthal­ten. Falls nicht, soll­ten dies schnellst­mög­lich nach­ge­bes­sert werden.“

www.dekra.de

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