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Studie der TU Chemnitz: Psychosoziale Auswirkungen der Corona-Pandemie

Wissenschaftliche Studie der TU Chemnitz
Psychosoziale Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die Professur für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie der TU Chemnitz will mit einer Online-Befragung herausfinden, wie die Arbeitsplatzsituation von Beschäftigten von der Corona-Pandemie betroffen ist und wie die Beschäftigten damit umgehen. Foto: denisismagilov - stock.adobe.com
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Die Coro­na-Pan­demie hat das öffentliche, beru­fliche und pri­vate Leben der Men­schen stark verän­dert. Auch wenn in Deutsch­land die Kon­tak­tbeschränkun­gen zurzeit langsam wieder gelock­ert wer­den, ist ein nor­maler All­t­ag wie vor dem Aus­bruch von Covid-19 noch weit ent­fer­nt. Das hat nicht nur gravierende wirtschaftliche Auswirkun­gen, son­dern bee­in­flusst die Men­schen auch emo­tion­al. Doch was sind die genauen Belas­tungs­fak­toren? Wie gehen die Men­schen mit den neuen Anforderun­gen von Kurzarbeit, Home­of­fice oder vielle­icht sog­ar dro­hen­dem Arbeit­splatzver­lust um? Wie belastet sind die Fam­i­lien?


Um Antworten auf diese und weit­ere Fra­gen zu find­en, läuft seit März 2020 eine wis­senschaftliche Online-Befra­gung der Tech­nis­chen Uni­ver­sität (TU) Chem­nitz. Die Tech­niker Krankenkasse (TK) unter­stützt das Pro­jekt. Bere­its mehr als 3.000 Men­schen haben daran teilgenom­men. Jet­zt wer­den noch weit­ere Teil­nehmerin­nen und Teil­nehmer gesucht.

Bereits mehr als 3.000 Teilnehmer

Pro­fes­sor Dr. Bertolt Mey­er, Pro­fes­sur für Arbeits‑, Organ­i­sa­tions- und Wirtschaft­spsy­cholo­gie an der Tech­nis­chen Uni­ver­sität Chem­nitz, leit­et die Studie: „Ziel ist es, ein möglichst repräsen­ta­tives Bild der psy­chosozialen Auswirkun­gen auf die Men­schen durch die Coro­na-Pan­demie zu bekom­men. Die Erken­nt­nisse kön­nen dabei helfen, die neg­a­tiv­en psy­chosozialen Auswirkun­gen der Pan­demie zu erken­nen und mit konkreten Maß­nah­men zu ver­min­dern.” Der Stu­dien­zeitraum läuft über mehrere Monate. Die Befragten wer­den — nach Ein­willi­gung — nach mehreren Wochen erneut online befragt. „So erhal­ten wir einen guten Überblick über die Belas­tun­gen inner­halb der einzel­nen Abschnitte der Kon­tak­tbeschränkun­gen. Von der ersten großen Kon­tak­tbeschränkung Anfang März bis hin zu den stufen­weisen Lockerungs­maß­nah­men“, so Mey­er.

Krisenmanagement mit BGM

Die Erken­nt­nisse der Studie kön­nen auch ein wichtiger Indika­tor für Maß­nah­men im Rah­men des Betrieblichen Gesund­heits­man­age­ments (BGM) sein. Wiebke Arps vom Gesund­heits­man­age­ment der TK: „BGM bedeutet auch Krisen­man­age­ment. Aber erst wenn wir die konkreten Belas­tun­gen der Men­schen in den Unternehmen ken­nen, kön­nen wir auch gemein­sam mit den Ver­ant­wortlichen indi­vidu­elle Lösungsstrate­gien entwick­eln. Für eine so große Aus­nahme­si­t­u­a­tion, wie wir sie jet­zt auf­grund der Coro­na-Pan­demie haben, gibt es bish­er noch kein­er­lei Erfahrun­gen.“

Anonyme Teilnahme

Die Teil­nahme an der Studie ist frei­willig und anonym. Es wer­den keine Dat­en erfasst, die einen Rückschluss auf eine konkrete Organ­i­sa­tion oder Per­son ermöglichen. Inter­essierte Teil­nehmerin­nen und Teil­nehmer kön­nen den Frage­bo­gen noch bis Ende Juni aus­füllen. Aus­führliche Ergeb­nisse wer­den im Herb­st 2020 von der TK veröf­fentlicht.

Hier geht es zur Befra­gung.

www.tk.de

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