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Herzkranke

Schnee­schip­pen kann riskant sein

Kälte belastet Herzpatienten. Sie sollten nicht zusätzlich noch Schnee schaufeln. Foto: Zest-Marina - Fotolia.com
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Bewe­gung ist für Herz­pa­ti­en­ten Thera­pie. Doch bei Kälte soll­ten sie Spit­zen­be­las­tun­gen vermei­den und ein paar Regeln beach­ten. Darauf weist das Deut­sche Grüne Kreuz (DGK e.V.) hin. Bei nied­ri­gen Tempe­ra­tu­ren steigt das Risiko für Schlag­an­fall und Herz­in­farkt. Denn bei Kälte ziehen sich die Arte­rien zusam­men, wodurch der Blut­druck steigt. Durch die vereng­ten Gefäße muss das Herz gegen einen höhe­ren Wider­stand anpum­pen und wird dadurch zusätz­lich belas­tet. Als Folge sind Herz‐Kreislauf‐bedingte Todes­fälle laut Deut­scher Hoch­druck­liga e.V. im Winter etwa 20‐ bis 50‐mal häufi­ger als in der warmen Jahres­zeit. Das bedeu­tet nun keines­falls, dass sich Herz­kranke im Winter nicht drau­ßen bewe­gen soll­ten. Ganz im Gegen­teil: Bewe­gung ist Thera­pie, und zwar zu jeder Jahres­zeit! Aber Koro­nar­kranke soll­ten morgens – das heißt zu einer Zeit, in der der Körper schon durch die Nacht‐Tag‐Umstellung belas­tet ist – nicht zum Bröt­chen­ho­len oder zum Zeitungs­kau­fen gehen, ohne vorher ihre Medi­ka­mente einge­nom­men zu haben. Pati­en­ten, die zu Angina pecto­ris neigen, soll­ten, bevor sie losge­hen, zwei Hub Nitro­spray nehmen, dann sind sie auf der siche­ren Seite. Herz­kranke soll­ten sich bei Kälte drau­ßen nicht zu sehr anstren­gen, vor allem dann nicht, wenn die Tempe­ra­tur als eisig empfun­den wird. Mögli­che Alter­na­ti­ven für das tägli­che Fitness­trai­ning sind Sport in der Halle oder das Stram­peln auf dem Home­trai­ner.

Regel­mä­ßige Blut­druck­mes­sun­gen und ein gut einge­stell­ter Blut­druck (unter 140/90 mm Hg) sind im Winter beson­ders wich­tig, berich­tet Joachim Leib­lein von der Deut­schen Hoch­druck­liga in einem Inter­view mit der Deut­schen Herz­stif­tung.
Anstren­gen­des Schnee­schip­pen soll­ten Koro­nar­kranke ganz blei­ben lassen. Denn die Kälte ist für Herz­pa­ti­en­ten schon Belas­tung genug. Mit dem Schnee­berg vor Augen nimmt mancher die zusätz­li­che Anstren­gung des Schau­felns mögli­cher­weise nicht wahr. Ein erhöh­tes Risiko für Koro­nar­pa­ti­en­ten durch Schnee­schip­pen hat jüngst eine kana­di­sche Studie belegt. Wer seinen herz­kran­ken Nach­barn beim Schip­pen sieht, sollte ihm also zur Hand gehen: „Lassen Sie mal – ich mach’ das schon“.
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