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Studie: Schon der Geanke an Kaffee weckt die Sinne

Kaffee am Morgen
Schon der Gedanke an das Heißgetränk weckt die Sinne

Schon der Gedanke an Kaffee wirkt belebend. Foto: DDRockstar - stock.adobe.com
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Schon der Gedanke an Kaf­fee wirkt belebend: Wis­senschaftler aus Aus­tralien und Kana­da haben her­aus­ge­fun­den, dass das Heißgetränk nicht unbe­d­ingt kon­sum­iert wer­den muss, um die Herzfre­quenz und die kog­ni­tiv­en Leis­tun­gen von Kaf­feel­ieb­habern zu steigern.

Für viele Men­schen gehört eine duf­tende Tasse Kaf­fee am Früh­stück­stisch zum Mor­gen­ritu­al. Das enthal­tene Kof­fein gibt den Energie­kick und bere­it­et auf die Her­aus­forderun­gen des Tages vor. Nach ein­er aktuellen Studie reicht aber offen­bar schon der bloße Gedanke an den geliebten Kaf­fee aus, um müde Geis­ter zu wecken.

900 Probanden reagierten auf Reize

Die Wis­senschaftler der Monash Uni­ver­si­ty in Mel­bourne, Aus­tralien, und der Uni­ver­si­ty of Toron­to, Kana­da, hat­ten mehrere Exper­i­mente durchge­führt, um den Zusam­men­hang zwis­chen Kaf­fee und dem Erre­gungszu­s­tand des zen­tralen Ner­ven­sys­tems zu unter­suchen. Sie woll­ten her­aus­find­en, ob bes­timmte Reize wie Gerüche und visuelle Ein­drücke die gle­ichen kog­ni­tiv­en Vorteile brin­gen wie die eigentliche Kof­fein­auf­nahme. Dazu führten sie mit ins­ge­samt knapp 900 Proban­den vier ver­schiedene Tests durch. Die Teil­nehmer wur­den Kaf­fee- und Tee-bezo­ge­nen Reizen aus­ge­set­zt, die sie an das jew­eilige Heißgetränk denken ließen – ohne es tat­säch­lich zu kon­sum­ieren. In einem Ver­such soll­ten die Proban­den zum Beispiel Werbeslo­gans für Kaf­fee und Tee und in einem anderen Ver­such Berichte über die Vorteile des Kon­sums entwick­eln. Während der Unter­suchung überwacht­en die Wis­senschaftler die Herzfre­quenz und bes­timmten anhand von Selb­st­pro­tokollen den Erre­gungszu­s­tand der Probanden.

Weitere Studien nötig

Das Faz­it: Die Wahrnehmung von Kaf­fee-Reizen, die an das Heißgetränk erin­nern, kon­nte tat­säch­lich Aufmerk­samkeit, Energie und Herzfre­quenz der Men­schen steigern und ihre kog­ni­tiv­en Leis­tun­gen verbessern. Sie fühlten sich angeregt, konzen­tri­ert und gin­gen geset­zte Ziele ehrgeiziger an. Dieser Place­bo-Effekt galt aber nur für regelmäßige Kaf­feetrinker, die das Heißgetränk auch mit einem erhöht­en Erre­gungszu­s­tand verbinden und war bei Teil­nehmern aus west­lichen Län­dern (USA, Kana­da, Europa) stärk­er ver­bre­it­et. Das liegt ver­mut­lich daran, dass Kaf­fee dort im Ver­gle­ich zu östlichen Län­dern (Chi­na, Japan, Korea) beliebter ist. Allerd­ings sind weit­ere Stu­di­en mit mehr Proban­den notwendig, um die Resul­tate zu bestäti­gen. So gibt es weit­ere Meth­o­d­en, den Erre­gungszu­s­tand einzuschätzen. Außer­dem kann die Reak­tion auf Reize, neben kul­turellen Gegen­sätzen, auch indi­vidu­ell sehr unter­schiedlich sein, beto­nen die Wis­senschaftler im Fachjour­nal „Con­scious­ness and Cognition“.

www.bzfe.de

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