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Sicher dank moderner Lüftungstechnik

Gefahrstoffe lagern und handhaben
Sicher dank moderner Lüftungstechnik

Ein asecos-Gefahrstoffarbeitsplatz Foto: asecos
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Gefahrstoffe haben es in sich. Wer­den sie gelagert, kön­nen sich entzünd­bare Gas-Luft-Gemis­che bilden. Arbeit­en Per­so­n­en mit gefährlichen Stof­fen und atmen Dämpfe, Gase oder Stäube ein, bedro­ht dies ihre Gesund­heit. Eine Lösung bieten ver­schiedene Lüf­tung­stech­niken. Je nach Bedarf kön­nen sich Betriebe damit geeignete Gefahrstof­far­beit­splätze zusammenstellen.

Bei der Arbeit mit Chemikalien lauern Gefahren. Oft liegen sie ver­steckt und unsicht­bar vor, in Form von Gasen, Dämpfen oder fein­sten Par­tikeln, die durch Ver­dun­stung oder Aus­tritt aus der Gas­flasche entste­hen kön­nen. Wenn Mitar­beit­er sie einat­men, ist ihre Gesund­heit bedro­ht, zum Beispiel durch die ätzende oder erstick­ende Wirkung einiger Stoffe. Wer­den entzünd­bare Flüs­sigkeit­en gelagert, beste­ht eine poten­zielle Brandge­fahr. Deshalb ist bei der Innen­raum­lagerung und ‑nutzung solch­er Chemikalien eine aus­gereifte Tech­nik zur Entlüf­tung notwendig, die die schädlichen Gase von den Nutzern fern­hält und Brandge­fahren minimiert.
Lagerung entzünd­bar­er Stoffe – Anstau­ung vermeiden!
Entzünd­bare Gas-Luft-Gemis­che kön­nen durch Ver­dun­stung von entzünd­baren Flüs­sigkeit­en entste­hen. Sobald diese Stoffe gelagert wer­den, muss deshalb sichergestellt sein, dass sich keine explo­sions­fähi­gen Gas-Luft-Gemis­che am Lagerort bilden kön­nen. Sicher­heitss­chränke sind aus diesem Grund vorschrifts- und serien­mäßig mit Be- und Entlüf­tungsan­schlüssen aus­ges­tat­tet, die den Luftaus­tausch im Schrank ermöglichen. Für diese Durch­lüf­tung gibt es ver­schiedene Lösungen.
Es kann eine bau­seit­ige Abluftan­lage sein, an die der Schrank fest angeschlossen wird. Die abge­saugte, belastete Luft wird dann über die Abluftleitun­gen an unge­fährde­ter Stelle nach draußen abge­führt. „Wer eine flex­i­blere Vari­ante benötigt oder keine Möglichkeit zur Ein­rich­tung ein­er bau­seit­i­gen Lösung hat, kann auf so genan­nte Umluft­fil­ter­auf­sätze zurück­greifen“, ist der Tipp von Andreas Hüb­n­er, Pro­duk­t­man­ag­er und Experte für Lüf­tung­stech­nik bei asecos.
Dies sind kleine tech­nis­che Entlüfter, die auf den Sicher­heitss­chrank aufge­set­zt wer­den und die belastete Luft aus dem Sicher­heitss­chrank absaugen. Durch Adsorp­tion wer­den aus der belasteten Luft aus dem Schrank­in­nen­raum die enthal­te­nen Lösemit­teldämpfe zu mehr als 99,999 Prozent her­aus­ge­filtert und die gesäu­berte Luft wieder an den Arbeit­sraum abgegeben. Über Belüf­tungszugänge fließt durch Unter­druck wieder unbe­lastete Raum­luft in den Schrank nach. Diese Tech­nik ver­hin­dert, dass sich gefährliche Gas-Luft-Gemis­che anstauen.
Die Umluft­fil­ter­auf­sätze gibt es für Sicher­heits-Hochschränke für entzünd­bare Flüs­sigkeit­en, aber auch in speziellen Mod­ellen für Unter­bauschränke. Ein Vorteil der Geräte liegt in deren Flex­i­bil­ität im Gegen­satz zur bau­seit­i­gen Abluft bei der anderen Vari­ante. Lediglich ein Anschluss an die Stromver­sorgung ist notwendig, sodass der Sicher­heitss­chrank räum­lich flex­i­bel einge­set­zt wer­den kann. Welche Lösung sin­nvoll ist, ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich.
Arbeit mit Gefahrstof­fen – Einat­men belasteter Luft ausschließen!
Während bei der Lagerung der gefährlichen Stoffe vor allem die Aufkonzen­tra­tion von Gas-Luft-Gemis­chen durch Anstau­ung ver­hin­dert wer­den muss, ste­ht bei der wiederkehren­den Arbeit der Schutz vor dem Einat­men der gefährlichen Dämpfe im Vorder­grund. Bei Reinigungs‑, Misch- oder Analy­sear­beit­en ist der Mitar­beit­er in direk­ter Nähe zu den Chemikalien tätig. Die Dämpfe, Gase oder Stäube kön­nen entwed­er gesund­heits­ge­fährdend wirken oder lediglich unan­genehm oder beißend riechen. „Tätigkeit­en, bei denen Beein­träch­ti­gun­gen der Mitar­beit­er durch Einat­men der beim Arbeit­en entste­hen­den Dämpfe, Gase oder Stäube möglich sind, soll­ten immer in einem Gefahrstof­far­beit­splatz durchge­führt wer­den“, emp­fiehlt Hüb­n­er. „Diese Geräte ver­hin­dern durch eine Kom­bi­na­tion aus gener­ierten Luftschleiern und Luftab­saugung, dass der Mitar­beit­er beim Arbeit­en mit der kon­t­a­minierten Luft aus dem Arbeits­bere­ich in Berührung kommt.“ Die Entlüf­tung der belasteten Luft funk­tion­iert bei den Gefahrstof­far­beit­splätzen eben­so wie bei Sicher­heitss­chränken über einen Abluftan­schluss oder in beson­deren Fällen auch über den Anschluss eines Umluft­fil­ters. Gefahrstof­far­beit­splätze soll­ten den Anforderun­gen der zu ver­rich­t­en­den Tätigkeit angepasst sein. Deshalb stellt asec­os diese Schutzvor­rich­tun­gen für die Betriebe in mod­u­lar­er Bauweise her. Das heißt, je nach Tätigkeit kann sich der Betrieb den oder die passenden Gefahrstof­far­beit­splätze in Zusam­me­nar­beit mit den Gefahrstoff-Experten konfigurieren.
Vari­ieren kön­nen Größen, Tiefen, die Kom­bi­na­tion ver­schieden­er Ver­sorgungsan­schlüsse in unter­schiedlich­er Anzahl und Posi­tion, das Mod­ell an sich und auch Zube­hör und Untergestelle. „Dass Betriebe oft eigene Lösun­gen benöti­gen, zum Beispiel, wenn die genutzten Arbeits­geräte direkt in den Gefahrstof­far­beit­splatz ver­baut wer­den sollen oder auch, wenn im Arbeit­sprozess spezielle Direk­tver­sorgungsan­schlüsse gewün­scht sind, ist heutzu­tage keine Sel­tenheit mehr“, berichtet Hüb­n­er weit­er. Trotz der großen Model­lauswahl durch die mod­u­lare Bauweise ste­hen deshalb Son­der­an­fer­ti­gun­gen heute immer häu­figer auf der Tagesordnung.
Test- und App­lika­tion­scen­ter für Gefahrstoffanwendungen
Kleben, Reini­gen, Mis­chen, Erhitzen – die Anwen­dun­gen, die mit oder unter Zuhil­fe­nahme von Gefahrstof­fen durchge­führt wer­den, sind vielfältig. Für Betriebe mit beson­ders speziellen Arbeit­sprozessen, beispiel­sweise solche mit sehr gifti­gen Gefahrstof­fen, bietet asec­os an, sich vor dem Kauf von der Wirkungsweise der Gefahrstof­far­beit­splätze expliz­it für die eigene Anwen­dung zu überzeu­gen. Dafür ste­ht im Unternehmensstammhaus in Grün­dau ein Test- und App­lika­tion­scen­ter zur Verfügung.
In diesem Test­cen­ter kann der Nutzer seine App­lika­tion im Gefahrstof­far­beit­splatz auf­bauen und anhand von diversen Abluft-Mes­sun­gen unverbindlich prüfen, ob die Lüf­tung­stech­nik auch für seine Anforderun­gen geeignet ist.

Sicherheitstechnische Prüfung
Ein nach­haltiger Schutz beste­ht bei sicher­heit­stech­nis­chen Ein­rich­tun­gen nur bei regelmäßiger Instand­hal­tung. Ver­schiedene Verord­nun­gen und Regeln geben vor, dass diese Sicher­heit­sein­rich­tun­gen regelmäßig über­prüft wer­den müssen.
  • Gefahrstof­fverord­nung §7: Der Arbeit­ge­ber hat als Grundpflicht, die Gesund­heits­ge­fährdung sein­er Mitar­beit­er im Umgang mit Gefahrstof­fen auszuschließen bzw. auf ein Min­i­mum zu reduzieren.
  • Betrieb­ssicher­heitsverord­nung §10: Der Arbeit­ge­ber hat sicherzustellen, dass Arbeitsmit­tel ord­nungs­gemäß und funk­tion­stüchtig mon­tiert sind und diese durch eine befähigte Per­son geprüft wer­den müssen.
  • Arbeitsstät­ten­verord­nung §4: Arbeit­ge­ber haben die Sicher­heit­sein­rich­tun­gen zur Ver­hü­tung und Besei­t­i­gung von Gefahren sachgerecht zu warten und auf Funk­tions­fähigkeit zu prüfen.
  • Tech­nis­che Regel für Betrieb­ssicher­heit TRBS 1203: Befähigt ist eine Per­son, die durch ihre Beruf­saus­bil­dung, ihre Beruf­ser­fahrung und ihre zeit­na­he beru­fliche Tätigkeit über die erforder­lichen Fachken­nt­nisse zur Prü­fung der Arbeitsmit­tel verfügt.
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