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Heben und Tragen

So wird der Rücken entlas­tet!

Zu hohe und ungünstige Belastung beim Heben und Tragen kann zu Rückenschmerzen führen. (Foto: © WavebreakMediaMicro – stock.addobe.com)
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Ob beim Ware Auffül­len im Super­markt, beim Kommis­sio­nie­ren im Lager, beim Ordner schlep­pen im Büro oder beim Wäsche machen zuhause – im Alltag sind wir oft mit dem Heben und Tragen von Lasten beschäf­tigt. Die meis­ten von uns machen das routi­ne­mä­ßig, ohne darauf zu achten, wie. Ein Fehler, denn eine falsche Körper­hal­tung beim Heben und Tragen ist Gift für den Rücken. Darauf verweist die Berufs­ge­nos­sen­schaft Handel und Waren­lo­gis­tik.

Es ist kein Geheim­nis: Wer in seinem Alltag viel heben und tragen muss, bean­sprucht seinen Rücken stark. Jedes Mal wirken Kräfte auf die Band­schei­ben, Muskeln, Sehnen und Bänder. Eine falsche Tech­nik kann dabei schnell zum Gesund­heits­ri­siko werden. „Beson­ders schäd­lich ist das Heben und Tragen mit gekrümm­tem Rücken“, weiß Ralf Schick, Leiter des Refe­rats Physi­sche Belas­tun­gen bei der BGHW. „Die Wirbel­kno­chen drücken einsei­tig auf die Band­schei­ben. Auf Dauer können diese dadurch beschä­digt werden.“ Im schlimms­ten Fall drohe ein Band­schei­ben­vor­fall. Doch mit diesen Regeln, lässt sich das vermei­den und der Rücken entlas­ten:

  1. Immer fron­tal und so nah wie möglich an die Last heran­tre­ten, die ange­ho­ben werden soll.
  2. Beim Anhe­ben der Last auf einen stabi­len Stand achten.
  3. Lasten, die von unten her zu heben sind, immer aus gebeug­ten Knie- und Hüft­ge­len­ken heben. Die Kraft sollte dabei aus den Beinen, der Gesäß‑, Bauch- und Rücken­mus­ku­la­tur kommen.
  4. Die Last mit beiden Händen grei­fen.
  5. Den Rücken beim Anhe­ben und Tragen gerade halten.
  6. Ruck­ar­tige Bewe­gun­gen und Verdre­hun­gen des Ober­kör­pers vermei­den. Erst die Last anhe­ben, dann mit dem gesam­ten Körper drehen.
  7. Lasten möglichst körper­nah tragen, um die Belas­tung zu redu­zie­ren.

Merken Beschäf­tigte, dass ein Gegen­stand zu schwer oder sper­rig für sie alleine ist, soll­ten sie sich nicht davor scheuen, einen Kolle­gen oder eine Kolle­gin um Hilfe zu bitten. „Auch vorhan­dene Hilfs­mit­tel wie Sack­kar­ren und Trans­port­wa­gen erleich­tern das Trans­por­tie­ren schwe­rer Lasten und soll­ten genutzt werden“, sagt Schick. Wich­tig sei darüber hinaus, beim Tragen auf eine freie Sicht zu achten, um Unfälle zu verhin­dern.

Zuge­ge­ben: Das rich­tige Heben und Tragen braucht Übung. Doch wer es erst einmal verin­ner­licht hat, macht es im Alltag völlig auto­ma­tisch.

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