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Superman, Batman und Co. – leider kein Vorbild in Sachen Ernährung

Tag der gesunden Ernährung
Superman, Batman und Co. – leider kein Vorbild

Superhelden - in Sachen Ernährung nicht ganz so super. Foto: © Wayhome Studio - stock.adobe.com
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Wie ist es um die Ernährungsqual­ität in Fil­men mit Super­man und Co. bestellt? Das woll­ten Wis­senschaftler um Dr. Bradley Turn­wald von der Uni­ver­sität Stan­ford, Kali­fornien, wis­sen und unter­zo­gen die 250 umsatzstärk­sten US-Filme von 1994 bis 2018 ein­er Inhaltsanalyse. 

Dazu screen­ten die Experten Szenen, in denen Lebens­mit­tel und Getränke gezeigt wer­den, teil­ten sie in 20 Kat­e­gorien wie Alko­hol, Gemüse oder Kuchen und bew­erteten ihren Nährstof­fge­halt gemäß der britis­chen Ampel­richtlin­ien sowie der von der US-amerikanis­chen Food and Drug Admin­is­tra­tion emp­fohle­nen Tageswerte.

Alkoholische Getränke und ungesunde Nahrungsmittel

Betra­chtet man zum Beispiel alko­holis­che Getränke, so waren allein in 23 von 127 (18,1 Prozent) Fil­men, die kein­er Alters­beschränkung unter­la­gen, solche Getränke zu sehen, die Alko­hol enthiel­ten. Dieser Prozentsatz steigerte sich in Fil­men mit Alter­sein­schränkun­gen. Von den nahezu 15.000 in den Fil­men kon­sum­ierten Nahrungsmit­teln entsprachen 73 Prozent nicht den amerikanis­chen Ernährungsempfehlun­gen und 90 Prozent nicht den Empfehlun­gen für gesunde Getränke.

Die dargestell­ten Lebens­mit­tel ver­fehlten die Richtlin­ien etwa für gesät­tigte Fettsäuren, Bal­last­stoffe und Natri­um. Der gezeigte Zuck­erverzehr war um 16 Prozent höher und der Alko­holkon­sum sog­ar mehr als dreimal so hoch als der tat­säch­liche Ver­brauch der US-Amerikaner.

Wären sie Werbung, müssten sie verboten werden

Mit diesem Ergeb­nis wür­den die bew­erteten Auss­chnitte in vie­len Län­dern unter das Jugendwer­be­ver­bot fall­en, wenn es sich nicht um Film­szenen, son­dern um Wer­bung han­deln würde. Auch das Bun­desmin­is­teri­um für Ernährung und Land­wirtschaft (BMEL) bezieht auf der Grund­lage der europäis­chen Richtlin­ie für audio­vi­suelle Medi­en­di­en­ste (AVMD) dies­bezüglich ein­deutig Stel­lung: „An Kinder gerichtete Wer­bung sollte ins­beson­dere keine pos­i­tiv­en Eigen­schaften von stark fett‑, zuck­er- oder salzhalti­gen Lebens­mit­teln hervorheben“.

Nicht repräsentativ für alle (auch deutschen) Filme

Ein­schränk­end muss man kon­sta­tieren, dass die zehn (finanziell) erfol­gre­ich­sten Filme eines jeden Jahres bezüglich der gezeigten Nahrungsmit­tel möglicher­weise nicht repräsen­ta­tiv für alle Filme sind. Auch wird man die Ergeb­nisse nicht ohne weit­eres auf deutsche Ver­hält­nisse über­tra­gen kön­nen. Allerd­ings: „Im Gegen­satz zu Werbespots wer­den Filme als Ein­flussquelle unter­schätzt“, so Turn­wald und Kol­le­gen. Ander­er­seits kön­nen Filme eine Gele­gen­heit sein, eine bessere Ernährung zu fördern, wenn Pro­duzen­ten darin gesün­dere Lebens­mit­tel und Getränke darstell­ten, schließen die Forscher.

Rüdi­ger Lob­itz, www.bzfe.de

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