Startseite » Sicherheit » Gefährdungsbeurteilung »

Themen und Referenten

Tag der Ergonomie 2015
Themen und Referenten

Anzeige
Nach der sehr erfol­gre­ichen Pre­miere im ver­gan­genen Jahr, ver­anstal­ten die Fachzeitschriften Sicher­heitsin­ge­nieur und Sicher­heits­beauf­tragter in Koop­er­a­tion mit Fraun­hofer IAO, der TU Dres­den und dem VDSI in diesem Jahr den 2. „Tag der Ergonomie“. Als Ver­anstal­tung­sort wurde die tra­di­tion­sre­iche Stadt Duis­burg aus­ge­sucht. Auch beim „Tag der Ergonomie 2015“ ste­hen wieder The­men rund um Ergonomie, Arbeits­gestal­tung und Gesund­heit auf dem Pro­gramm, ergänzt um das weit­er­hin aktuelle The­ma „Gefährdungs­beurteilung psy­chis­che Belastungen“.

Sowohl The­men- als auch Ref­er­ente­nauswahl sind prax­is­nah, doch neben aller fach­lichen Qual­ität ist es eben auch wichtig, ein The­ma auch mal anders rüber zu brin­gen. Dies gelingt am Tag der Ergonomie 2015 mit dem The­ater­stück „Auf Biegen und Brechen“ vom Insti­tut Input. „Auf Biegen und Brechen“ zeigt den Leben­srück­blick eines Men­schen mit schw­erem Schaden an der Wirbel­säule. In der Erin­nerung wer­den ungün­stig prä­gende Schlüs­sel­szenen lebendig. Ein Dra­ma, wenn der Traum vom gemütlichen Alter, vom Genuss nach dem Erwerb­sleben, durch Krankheit zer­platzt. Am lieb­sten die Zeit zurück­drehen, es anders machen und dann die Träume des Rent­ner­da­seins ver­wirk­lichen. Die Auf­führung begin­nt und endet mit der ‘Gefan­gen­schaft’ im Roll­stuhl. In mehreren Akten wer­den einzelne Lebenssta­tio­nen aufgerollt.

Das Dra­ma der Wirbel­säule wird hier anschaulich, komisch und nach­den­klich stim­mend insze­niert. Lassen Sie sich das nicht entgehen!
Im Fol­gen­den einige weit­ere Infos zu The­men und Referenten:
10.00–10.30: Ergonomie in den Verord­nun­gen – Ein Impuls für mehr Ergonomie im Betrieb
In der nov­el­lierten Betr­SichV sind viele Aspek­te der Ergonomie enthal­ten und durch die geplante Inte­gra­tion der Bild­schir­mar­beitsverord­nung in die Arb­StättV gibt es auch bezüglich der Arbeit­splatzgestal­tung Ansatzpunk­te für die Anwen­dung der Erken­nt­nisse der Ergonomie für die wirtschaftliche und humane Gestal­tung der Arbeit. In dem Beitrag wer­den die Neuerun­gen der bei­den Verord­nun­gen behan­delt und Beispiele für die Umset­zung wer­den aufgezeigt.
Prof. Dr.-Ing. Mar­tin Schmaud­er, Inhab­er der Pro­fes­sur für Arbeitswissenschaft,TU Dresden
10.30–11.00: Ergonomie und Lean Pro­duc­tion – (K)ein Widerspruch?
Fachkräftesicherung, demografis­ch­er Wan­del, Inklu­sion, Wiedere­ingliederung, Lean Pro­duc­tion und Indus­trie 4.0 sind wesentliche Her­aus­forderun­gen, denen sich immer mehr Betriebe in der heutigen
Zeit stellen müssen. In Deutsch­land – wie auch in vie­len anderen Län­dern – steigt der Alters­durch­schnitt in der Bevölkerung wie auch in der Arbeitswelt. In vie­len Betrieben ist ein Durch­schnitt von 50 Jahren und mehr ger­ade in den Fer­ti­gungs­bere­ichen mit­tler­weile keine Sel­tenheit mehr. Dabei steigt auch der Anteil leis­tungs­ge­wan­del­ter Beschäftigter. Arbeitsverdich­tun­gen auf­grund steigen­der Pro­duk­tiv­ität und damit ein­herge­hende physis­che Über­las­tun­gen kön­nen hier­bei ein Prob­lem darstellen. Eine ergonomis­che und alter(n)sstabile Arbeits­gestal­tung ist ein wichtiger Grund­baustein, um den aktuellen Her­aus­forderun­gen zu begeg­nen und dabei auch im inter­na­tionalen Wet­tbe­werb beste­hen zu kön­nen. Die Ref­er­enten stellen in ihren Beiträ­gen vor, wie eine sys­tem­a­tis­che ergonomis­che und alter(n)sstabile Arbeits­gestal­tung geplant, umge­set­zt, bew­ertet und opti­miert wer­den kann.
Dr.-Ing. André Kluß­mann, Leit­er Bere­ich Arbeit und Gesund­heit am Insti­tut ASER e.V.,
Dipl.-Ing. Klaus Dieter Wendt, Leit­er Ergonomie Konz­ern Con­ti­nen­tal AGAG
  • 11.00–11.45: Kaf­feep­ause
  • 11.45–12.15: Indus­trie 4.0 – Per­spek­tiv­en für Arbeits­gestal­tung und Arbeitsschutz
Zukun­ftsweisende Pro­duk­tion­skonzepte, die unter dem Begriff „Indus­trie 4.0“ sub­sum­miert wer­den, zeich­nen sich durch fortschre­i­t­ende Arbeit­steilung und den Ein­satz inno­v­a­tiv­er Tech­nolo­gie in ver­net­zten Wertschöp­fung­sprozessen aus. Flex­i­ble Arbeit­splat­zlay­outs, der Ein­satz kol­lab­o­ra­tiv­er Robot­er und pro­duk­tive Men­sch-Mas­chine-Inter­faces stellen Arbeits­gestal­tung und Arbeitss­chutz vor neue Her­aus­forderun­gen. Der Vor­trag zeigt Entwick­lungslin­ien von Pro­duk­tion­skonzepten auf und benen­nt deren Chan­cen und Risiken. Die Teil­nehmer erhal­ten Impulse für die betriebliche Diskus­sion, wenn es um die Ein­führung und Weit­er­en­twick­lung inno­v­a­tiv­er Pro­duk­tion­skonzepte geht.
Dr. Mar­tin Braun, Pro­jek­tleit­er Human Fac­tors Engi­neer­ing Fachkraft für Arbeitssicher­heit am Fraun­hofer IAO
12.15–12.45: Die BMW Büroar­beit­splatz­analyse – Eine IT-gestützte Anwen­dung zur Gefährdungs­beurteilung für Büromitarbeiter
Der Mitar­beit­er­schutz ste­ht bei der BMW Group ganz weit oben, und wird auch so gelebt. Ger­ade vor dem Hin­ter­grund der demografis­chen Entwick­lung und des Fachkräfte­man­gels ist es für die BMW Group sehr wichtig, dass ergonomis­che Aspek­te pri­or­itär bei der Arbeit­splatzgestal­tung von vorn­here­in berück­sichtigt wer­den. Unsere IT-gestützte Anwen­dung der Gefährdungs­beurteilung für Büroar­beit­splätze dient sowohl der Erfül­lung nationaler und inter­na­tionaler geset­zlich­er Bes­tim­mungen zum Mitar­beit­er­schutz, als auch der Unter­stützung der ver­ant­wortlichen Führungskräfte bei der Durch­führung von Gefährdungs­beurteilun­gen. Unser einzi­gar­tiges IT-Tool ist intu­itiv bedi­en­bar, prüft die Ver­hält­nisse und regt bei den Mitar­beit­ern gesund­heits­be­wusstes Ver­hal­ten an. Schnittstellen und Daten­schutz sind so gehal­ten, dass ein umfassendes Report­ing möglich ist.
Michael Mohrlang, im Rah­men des Arbeitss­chutzes ver­ant­wortlich für die Ergonomie am Stan­dort München, Schwer­be­hin­derten­beauf­tragter der BMW AG, BMW Group
  • 12.45–14.00: Mit­tagspause
  • 14.00–14.15: The­ater­stück auf Biegen und Brechen
  • 14.15–14.45: Betrieb­ssicher­heit und Psy­che – Eine kri­tis­che Auseinandersetzung
Die neue Betrieb­ssicher­heitsverord­nung fordert im Rah­men der Gefährdungs­beurteilung die Berück­sich­ti­gung psy­chis­ch­er Belas­tun­gen. Der Vor­trag wird sich kri­tisch mit dieser Forderung auseinan­der­set­zen und die Frage aufw­er­fen, wie dies geleis­tet wer­den kön­nte und welche psy­chis­chen Kom­po­nen­ten im Zusam­men­hang mit Arbeitsmit­teln über­haupt zum Tra­gen kom­men. Hier­bei wird der Begriff der „Sicher­heit“ eine wichtige Rolle spie­len, da sie ein all­ge­mein men­schlich­es Grundbedürf­nis darstellt. Reicht es also aus, „Unsicher­heit“ abzuwehren, oder müssen weit­ere Fak­toren berück­sichtigt wer­den? Und wenn ja, welche kön­nten das sein? Im Vor­trag wer­den Wege aufgezeigt, psy­chis­chen Ein­wirkun­gen angemessen zu berück­sichti­gen ohne gle­ich spez­i­fis­che Instru­mente zur Erfas­sung psy­chis­ch­er Belas­tun­gen anwen­den zu müssen. Der Grundtenor wird sein: Tech­nis­che Belas­tun­gen kön­nen nur durch Tech­nik gelöst werden.
Dr. Ger­ald Schnei­der, Dipl. Biologe Fachkraft für Arbeitssicher­heit, BAD GmbH
14.45–15.15: Führungskräfte und Mitar­beit­er überzeu­gen – Beispiel Air­bus Bremen
Immer noch sind psy­chis­che Belas­tun­gen in der Arbeitswelt bei Führungskräften und Mitar­beit­ern ein sehr sen­si­bles The­ma. Noch ist dem einen oder anderen unklar, was genau ermit­telt wer­den muss
und welch­er Aufwand hier­für nötig ist. Um zu diesen Fra­gen Antworten zu geben, wird im Rah­men ein­er Unter­weisung den Führungskräften und Mitar­beit­ern dargestellt, was eigentlich analysiert wird
und mit welchen Mit­teln der Prozess durchge­führt wer­den kann. Es wer­den von Anfang an die pos­i­tiv­en Effek­te für alle Beteiligten in den Vorder­grund gestellt, die dazu führen sollen, eine hohe Beteili­gung zu erzeu­gen. Als weit­er­er Erfol­gs­fak­tor für die Gefährdungs­beurteilung psy­chis­ch­er Belas­tun­gen ist der über­schaubare Aufwand zu nen­nen, der es langfristig allen Fach­bere­ichen ermöglicht, selb­st­ständig diese Analy­sen durchzuführen.
Wil­fried Sil­ber­borth, Fachkraft für Arbeitssicher­heit, Air­bus Oper­a­tions GmbH
  • 15.15.–16.00: Kaf­fepause
  • 16.00–16.30: Gesun­des Bewe­gen – Den Arbeit­sall­t­ag gün­stig gestalten
Unser Bewe­gungsap­pa­rat ist für Bewe­gun­gen gebaut. Daher sind länger anhal­tende sta­tis­che Belas­tun­gen, egal ob im Büro oder in der Pro­duk­tion, ungün­stig. Zur Erhal­tung unser­er Gesund­heit ist ein vernün­ftiges Maß an Bewe­gung, Belas­tung und Ent­las­tung eine gün­stige Voraus­set­zung. Dementsprechend soll­ten wir unser Ver­hal­ten anpassen. Im Vor­trag wird ver­ständlich erk­lärt und anschaulich dargestellt, wie gün­stige kör­per­liche Belas­tung und Train­ing ausse­hen und wie wir den Arbeit­sall­t­ag gün­stig gestal­ten kön­nen. Neben­bei: Die „Muck­ibude“ kann zwar dur­chaus sin­nvoll sein, aber Bewe­gung im Arbeit­sall­t­ag ist besser.
Ass. Prof. Mag. Dr. Chris­t­ian Haid, Medi­zinis­che Uni­ver­sität Innsbruck
16.30–17.00: Work Work­out – Welche physis­che Beanspruchung bei der Arbeit ist gesund?
In der Ergonomie reduziert bzw. begren­zt man seit Jahrzehn­ten physis­che Belas­tun­gen, um arbeits­be­d­ingte Erkrankun­gen des Bewe­gungsap­pa­rates mit Sicher­heit zu ver­mei­den. Die Gesund­heits­forschung attestiert uns dage­gen eine physis­che Unter­forderung, die unsere Gesund­heit mit­tler­weile in epi­demis­chem Aus­maß schädigt. Wo liegt das opti­male Band physis­ch­er Beanspruchung, das unser Risiko auf lange Sicht min­imiert? Welche Möglichkeit­en haben wir, Arbeit so zu gestal­ten, dass sie uns nicht schädigt und uns fit hält? Der Beitrag zeigt Poten­tiale und Gren­zen ein­er gesund­heits­förder­lichen Arbeitsgestaltung.
Dr. Man­fred Dan­gel­maier, Insti­tuts­di­rek­tor Engi­neer­ing-Sys­teme Human Fac­tors Engi­neer­ing am Fraun­hofer IAO
Die Teil­nah­mege­bühr beträgt 345,00 Euro zzgl. 19% MWSt. (inklu­sive Verpfle­gung). Weit­ere Infos und Anmeldemöglichkeiten:
Anzeige
Gewinnspiel

Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abonnieren

Meistgelesen

Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 11
Ausgabe
11.2020
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 11
Ausgabe
11.2020
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de